Candikuning

Candiku-wie? Nicht ganz leicht zu merken, der Name des kleinen Dorfes an der Westseite des Bratan -Sees. Bekannt ist der Ort für seinen Markt und so kaufen auch wir etwas Gemüse fürs Abendessen, vergessen aber zu handeln und bezahlen so wahrscheinlich ein vielfaches des wirklichen Preises.img_0593img_0596img_0594img_0604

Git Git

Wer nun glaubt, wir würden nur faul rumliegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, irrt gewaltig. Wir nutzen die Zeit hier natürlich auch, um Ausflüge zu machen und uns die Gegend anzusehen. Sehr beeindruckend fanden wir die Wasserfälle von Git Git, einem kleinen Ort im Norden der Insel auf der Strecke zwischen Singaraja und Denpasar.

Unser Fahrer bringt uns also zum Öffentlich Parkplatz von Git Git und meint 200m weiter rauf gehen und dann rechts abbiegen. Aha. Zum Glück treffen wir dann noch einen netten Balinesen, der sich als ortskundiger Führer herausstellt und uns anbietet, eine geführte Wanderung mit ihm zu machen, die uns zu einem geheimen Wasserfallführen soll. Aso. Wir beraten uns kurz, nehmen das Angebot an, und schon geht es los. Wir gehen vom Parkplatz aus 200m weiter rauf und biegen dann rechts ab. Hier gibt es die üblichen Verkaufsstandln und einzelne Anbieter für Canyoning- und Wildwasser Touren. Wir lehnen höflich ab und wandern weiter. Dann biegt unser Guide links ins Gebüsch ab, wir gucken noch ein bisserl verdutzt, sind froh über unsre Trekkingschuhe und folgen ihm dann auf einem kaum sichtbaren Pfad mitten durch den Dschungel. img_0413img_0418img_0351img_0427img_0378

Immer wider bleiben wir stehen, um uns die verschiedensten Bäume und Früchte erklären zu lassen, zupfen Blätter ab, zerkrümeln kleine Früchte zwischen unsren Fingern und riechen daran, um überrascht festzustellen, dass es sich um Nelken handelt. Unter anderem sehen wir Kakaofrüchte, Kaffeesträucher, Muskatbäume und Vanilleorchideen und viele andere mehr.img_0333img_0353img_0339

Wir dringen tiefer in den Dschungel, begleitet von einem kleinen Bach und umgeben von einem ohrenbetäubenden Grillenorchester, das sich eher nach einem Sägewerk anhört als nach dem lieblich, romantischen Zirpen, das man in unsren Breiten kennt. Es geht bergauf, dann wieder bergauf, über einige improvisierte Brücken, durch einen Felsvorsprung, bis wir plötzlich vor dem Wasserfall stehen und staunen. img_0442img_0397img_0478img_0503

Weiter gehts dann noch zu einem zweiten Wasserfall, dem eigentlichen Git Git Wasserfall und erst auf dem Rückweg über den „offiziellen“  Touristenpfad wird uns bewusst, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir haben viel gesehen, einige neue Sachen gelernt und mussten uns nicht mit den unzähligen anderen an den vielen Souvenirshops entlang drängeln. img_0502

Schließlich sehen wir uns auch noch den Twin Fall an, der auch gleich um die Ecke liegt.img_0618img_0620

 

 

 

Bakso Ayam

wp-1476342930322.jpgEs wurde wieder Zeit für einen Snack. Auf einem muslimischen Markt in dem Dorf haben wir uns nach einem Tempel-Besuch „Bakso Ayam“ bestellt. Ayam steht für Hendl und Bakso sind kleine Bällchen, die hier gerne in einer Suppe serviert werden. Bakso besteht eigentlich meist aus Rind, gibt es aber auch aus Fisch und Huhn.

Bakso, erklärt man uns, stammt eigentlich aus Java. Man bekommt es hier sehr häufig an den Ständen am Straßenrand oder an Märkten zwischen den Angeboten von Kräutern, Gewürzen, Stoffen oder frischem Obst und Gemüse.

wp-1476354386359.jpgDie Speise wird immer frisch zusammengesetzt: zuerst nimmt man eine Schale, dann gibt man die Zutaten hinein: Glasnudeln, Eiernudeln, geschnittenes Kraut, Petersilie/Koreander – wobei  hier auch gerne die Stengel mitgenommen werden -, einige knusprig frittierte getrocknete Zutaten, die ich nicht näher beschreiben kann (wirken etwas wie gebackene Wan Tan, manchmal sind aber auch kleinere frittierte oder gebackene Sachen dabei, es macht das Gericht „crispy“) und die Fleisch-/Fischbällchen. wp-1476354405796.jpgAm Ende kommt die Hühnersuppe drüber, die scheinbar schon seit Stunden vor sich her köchelt.

Das Ergebnis ist an sich schon sehr g’schmackig, aber es gibt eine Menge Gewürze und Saucen, die man sich nach belieben selbst am Tisch dazumengen kann: Chili(sauce), Sambal (würzige Sauce, leicht scharf) und ein paar andere Sachen.

wp-1476354425200.jpgHeraus kommt eine wirklich gute Mahlzeit – jedenfalls viel spannender als eine einfache Hühnersuppe.

Das Ende des Infinity-Pools

Seinerzeit (genau genommen noch früher) ging man davon aus, dass die Welt eine Scheibe sei. Ich begebe mich auf die Spuren dieser Zeit und starte einen Versuch in der Moderne.

Ein Infinity-Pool (übrigens laut Wikipedia als Unendlichkeitsbecken bezeichnet) ist ein scheinbar unendliches Becken, dessen Ende nur zu erahnen ist.

Wie ihr seht, haben mich die scheinbar hinter dem Becken hervorscheinenden Palmen skeptisch gestimmt. Wie es bei mir üblich ist, rede ich nicht lange herum, sondern probiere es aus:

Ihr seht, die Gesetze der Physik behalten auch nach diesem Versuch ihre Gültigkeit: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Das gilt auch für einen Infinity-Pool.

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wp-1476319915783.jpgHatte ich noch nie. Steht in unserem Urlaubsdomizil mitten im Raum rum. War mir bisher als „Amerikanischer Kühlschrank“ bekannt. So ein mannshoher Kühlschrank mit mehreren Funktionen. Brauche ich für daheim auch nicht, aber ist interessant einmal zu probieren und ein paar Tage zu nutzen.

Der Apparat besteht aus einem Kühlschrankteil, klassisch gehalten, auf der rechten Seite. Sowie einem Tiefkühlfach auf der linken Seite. Jeweils über die ganze Höhe.

Das ist aber bei Weitem nicht alles: für den raschen Zugriff im Notfall, lässt sich an der Front, rechts, durch kurzen Druck ein Fach öffnen, mit dem ein direkter Zugriff zu den wichtigsten gekühlten Getränken (wir wissen alle, was gemeint ist) möglich ist. Praktisch. Unterhalb befinden sich zwei Laden, in denen man Lebensmittel tiefkühlen kann, aber scheinbar nicht so kühl wie im separaten Tiefkühlfach:

Dass dann auf der linken Seite, beim Tiefkühlfach, ein Eis-Crusher verbaut ist, mit dem man stilsicher sein Getränk mit grob gehackten Eissplittern verfeinern kann, rundet die Sache ab. Seht mal, wie großartig sich damit ein Gin Tonic in Windeseile zusammenstellen lässt.

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

Die Temperaturen der einzelnen Fächer lassen sich separat digital wählen. Wäre ein Netzwerkanschluss vorhanden, wäre das Gerät vermutlich IoT (Internet of Things)-fähig. Ich bin überzeugt, bei den nächsten Modellen kommt das alles noch.

Links neben dem Eis-Crusher ist ein Spender für Eiswasser verbaut. Den habe ich nicht weiter probiert, das erfordert zu viel Körpereinsatz, weil ich mich bei so waghalsigen Versuchen meist verkühle.

Für die Ungeduligen gibt es noch jeweils eine „Power Freeze“ oder „Power Cool“-Funktion mit der sich Frischgekochtes vermutlich ratz-fatz abkühlen lässt. Das habe ich nicht weiter probiert – es war mir den Energiebedarf für einen Blog-Beitrag nicht wert und außerdem bleibt bei mir selten was vom Frischgekochten übrig.

Alles in allem ein tolles Gerät. Für meinen Geschmack etwas übertrieben und für unsere Breiten nicht nötig (wenn ich etwas kühlen will, kann ich es 8 Monate im Jahr aufs Fensterbrett legen). Einzig der Energieverbrauch würde mich noch interessieren, aber für so eine Messung bin ich hier im Urlaub nicht ausgerüstet.

Hahnenkampf

Wie schon ausführlich erwähnt befinden wir uns im Norden der Insel. Hierher verirren sich nicht allzu viele Touristen. Daher kann man hier noch eher ein Gefühl für Land und Menschen bekommen. Als wir heute einen kleinen Ausflug gemacht haben, ist uns nicht weit von unsrem Haus ein Ansammlung an parkenden Mopeds aufgefallen. Nur kurze Zeit später erspähten wir auch etwas von der Straße zurück gesetzt eine wild gestikulierende Menschenmenge. Neugierig wie wir nun mal sind, haben wir unser Moped zu den anderen dazu gestellt und uns gleich mal unter die Leute gemischt. Um uns hauptsächlich Männer, die wild herum fuchteln, und sich um eine Stelle scharren. Das ununterbrochene Krähen und der ganz offensichtlich schnelle Besitzerwechsel von Geldbündeln lässt keine Zweifel, dass es sich hier um einen Hahnenkampf handeln muss. Hahnenkämpfe sind in Bali außerordentlich beliebt und die Männer setzen teils horrende Beträge auf die einzelnen Tiere.wp-1476279429706.jpg

Für uns bietet dies in erster Linie eine hervorragende Möglichkeit, einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Es gibt verschiedene Stände mit Obst, Zigaretten, Suppen etc. Wir wählen die Suppe mit Fleischbällchen und Gemüse. Die Bällchen sind recht fest, etwas zäh, aber die Suppe ist ganz hervorragend. wp-1476279429699.jpg

Zum Glück bin ich mit dem Essen schon fast fertig, als einer der Kämpfe gerade beendet wird und der leidvolle Verlierer-Hahn zur Seite gebracht und vor unseren Augen von seinen Qualen befreit wird. Mir bleibt der letzte Bissen im Hals stecken, es fließt Blut und mir wird schlecht. Kein Tier sollte rein zur Belustigung von Menschen derart leiden  müssen! wp-1476279429719.jpg

 

Home Sweet Home

Unser zu Hause, zumindest für die nächsten paar Tage, ist ein Strandhaus in der Nähe von Singaraja, der zweitgrößten Stadt Balis. Und DAS ist unsre Aussicht, und zwar so ziemlich von jedem Punkt des Hauses aus: vom Wohnzimmer, vom Schlafzimmern und sogar von der Badewanne aus: img_0320

Den Pool und das Haus haben wir ganz für uns alleine und wir haben auch vor, die Ruhe und Abgeschiedenheit auch voll und ganz auszukosten 🙂img_0321img_0319img_0318img_0330

Die Insel der Götter

Von Kuala Lumpur ist es noch ein Dreistundenflug nach Bali und man sollte auch gut drei Stunden vorher am Flughafen sein. Also mal wieder eine kurze Nacht, eine problemlose Fahrt mit dem KLIA Express, der Kuala Lumpur mit dem Kuala Lumpur International Airport (->KLIA, grrrr schon wieder ein Akronym) verbindet, ewig langes Warten am Gate und Ankunft mit einstündiger Verspätung in Denpasar, der Hauptstadt Balis. So sieht übrigens der Flughafenausgang aus:img_3793

Von Denpasar aus fahren wir noch gute drei Stunden in den Norden der Insel nach Singaraja, wo wir für die erste Woche ein Strandhaus gemietet haben.

Der Verkehr in Denpasar ist unfassbar, wir stehen im Stau, nichts geht mehr, auf der zweispurigen Hauptstraße tummeln sich mindestens fünf Fahrzeuge nebeneinander, dazwischen noch hunderte Mopeds und ich hoffe, dass die Balinesen auch einen Gott des Verkehrs haben, der ihnen bei ihrer täglichen Anfahrt zum und vom Arbeitsplatz wohlgesonnen zur Seite steht. SO habe ich mir Bali nicht vorgestellt. Die Straßen sind gesäumt von modernen Einrichtungsläden und Mopedverleihern und es dauert eine Ewigkeit bis wir aus Denpasar raus sind. Schön langsam ändert sich dann aber auch die Umgebung und immer öfter rücken traditionelle Häuser und Tempel ins Blickfeld. Zunehmend wird es auch grüner. Um in den Norden zu gelangen, müssen wir über die Berge. Die Straße ist kurvig und die knapp 90 km lange Strecke zieht sich ziemlich dahin. Kein Wunder, dass man dafür über drei Stunden braucht,  bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt:img_0299img_0304img_0313

 

The Majestic Kuala Lumpur

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Die beiden Nächte in Kuala Lumpur verbrachten wir im Hotel Majestic. Die Wahl fiel in diesem Fall nicht schwer – schon vor neun Jahren nächtigten wir mal in einem Majestic Hotel, und zwar in Saigon. Nach einem Schlaf – Marathon von über 24 Stunden hat Stefan eben jenes Hotel zum allerbesten Hotel, in dem er jemals abgestiegen ist, erkoren und seither seine Meinung nicht revidiert. Also war ziemlich schnell klar, dass wir uns auch in Kuala Lumpur für das Majestic  entscheiden würden und haben es nicht bereut. Wo ich in Saigon noch immun zu sein schien gegen die einschläfernde Wirkung des Hotelzimmers und die Stadt auf eigene Faust erkundet habe, hat es uns diesmal beide voll erwischt. Schon am ersten Tag haben wir einen (unbeabsichtigten) mehrstündigen Mittagsschlaf eingelegt, natürlich nur Jetlag bedingt. Nur wenige Stunden später sind wir wieder todmüde in die Federn gefallen und erst am nächsten Tag nach 14:00 aufgewacht.

Wie schon in Saigon, besteht auch das Haus in Kuala Lumpur aus einem traditionellen Kolonialbau mit modernem Zubau, was sich img_0129auch jeweils in der Inneneinrichtung widerspiegelt. Viel Stuck, Holz undimg_0132 schwere Möbel im Altbau, schnörkellose Eleganz im modernen Teil. Wir haben uns noch jedes mal für die moderneren Zimmer entschieden. Auch als uns diesmal an der Rezeption eine Suite in kolonialem Stil angeboten wurde, haben wir uns lieber für unser vorab gebuchtes modernes Zimmer ausgesprochen. Wirklich ein ausgesprochen tolles Hotel.

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Bukit Bintang

 

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Unsere Rundfahrt endet dann auch bei den Twin Towers in KLCC – Kuala Lumpur City Centre (die Malaysier haben einen Hang zu diesen unleidlichen Akronymen, alles wird abgekürzt). Es ist viel zu spät, um noch die Aussichtsplattform zu besichtigen, selbst wenn wir das gewollt hätten. Wir sind nicht weiter traurig darüber und begeben uns zu Fuß in Richtung Bukit Bintang, DEM Shopping und Vergnügungsviertel in Kuala Lumpur schlechthin. Der Weg dahin führt uns zunächst in ein Shopping Center, wo wir im untersten Stockwerk durch einen ziemlich langen Fußgänger -Tunnel müssen und dann den Skywalk nehmen, wieder eine eigens für Fußgänger geschaffene Vorrichtung, die uns über die teils vierspurigen Straßen zu einem weiteren Shopping Center bringt. Bei der Stadtplanung wurde anscheinend auf die Fußgänger vergessen, denn es gibt kaum Möglichkeiten weitere Strecken auch nur halbwegs bequem zu erreichen, geschweige denn Zebrastreifen, Gehsteige und dergleichen.

In Bukit Bintang reiht sich ein Shopping Center an das Andere. Sämtliche Luxus Labels sind hier in einer Dichte vertreten, die Modemetropolen wir Paris oder Mailand ziemlich dürftig aussehen lassen. Mich wundert immer wieder, ob sich das für die Modehäuser wirklich auszahlt: drei Dior Filialen, zwei Louis Vuitton Boutiquen und ebensoviele Prada Shops innerhalb eines halben Quadratkilometers? Diese sind auch ausnahmslos immer leer. Ich habe in Asien noch nie jemanden tatsächlich IN einem dieser Geschäfte gesehen. Na, es wird sich schon lohnen, und zumindest sichert es Arbeitsplätze.

Für uns ist das Shopping Angebot heute mal zweitrangig. In erster Linie brauchen wir dringend was zum Essen, denn außer ein paar Satay Spießchen am Straßenrand, ist unsere heutige Verpflegung sehr dürftig ausgefallen. img_0155

Im Hotel meinte man, hier in Bukit Bintang gäbe es eine große Auswahl an Restaurants. Stimmt, aber leider hauptsächlich westliche (Fast) Food Ketten und Läden, die man eher als typische Touristenfalle bezeichnen würde.  Zu Stefans Unmut wandere ich immer weiter und weiter, ich habe ein richtig schlechtes Gewissen, kann schon seinen leeren Magen knurren hören, und meiner Stimmung ist das lange Suchen auch nicht zuträglich. Aber wir haben Glück und finden eine Straße, wo es vor Garküchen nur so wimmelt – Jalan Alor. Viele Tische sind sogar von Einheimischen belegt, meist ein untrügliches Zeichen für authentische und  sehr gute Küche. Wir werden nicht enttäuscht, essen hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte und lassen die quirlige Stimmung des Nachtmarktes auf uns wirken.img_0290img_0263img_0264img_0267img_0279

Kuala Lumpur

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Wie schon erwähnt ist unser erster Stop Kuala Lumpur. Jeder verbindet damit natürlich sofort die Petronas Twin Towers. Darüberhinaus wusste zumindest ich nicht wirklich, was zu erwarten.  Auch wenn man vorab Reiseführer wälzt und versucht, sich mittels Internet Recherche ein Bild der Zieldestination zu machen, ist es doch jedes Mal etwas ganz anderes vor Ort zu sein: kein Buch, Stadtplan oder Youtube – Video kann Einem vermitteln, wie es ist, mitten in einer noch unbekannten Stadt zu stehen und keine Ahnung zu haben, was sich hinter der nächsten Straßenecke verbirgt.

In solchen Fällen finde ich es immer recht nützlich, sich mal einen groben Überblick vor Ort zu verschaffen. Zu diesem Zweck nutzen wir sehr gerne die Hop-On Hop-Off Busse, die es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt gibt. Man bekommt ziemlich schnell ein Gefühl für die Gegenden, die einen mehr oder weniger interessieren und kann überall aussteigen, sich etwas genauer ansehen oder einfach nur treiben lassen, und dann bequem wieder weiter fahren.

Kuala Lumpur hat uns wirklich positiv überrascht, denn wir hatten nicht erwartet, dass die Stadt derart begrünt ist. Neben den erwarteten Hochhäusern der City, erstrecken sich in und um den Stadtkern weitläufige Parks und Grünanlagen. Der im Osten der Stadt befindliche Lake District beherbergt  neben dem Istana Negara, dem einige Hektar umfassenden Nationalpalast nebst Gärten und Nationalmonument auch einen Botanischen Garten, einen Vogelpark, ein Planetarioum und einen Schmetterlingspark.img_0016img_0025img_0193img_0166

Weiter auf unserer Route lagen auch die Nationalmoschee, ein monströses, eher unhübsches Gebäude mit blauem Dach, unzählige Paläste und Denkmäler, der alte Bahnhof, der neue Bahnhof Sentral, der KL Tower, Chinatown, Little India, der Central Market und viele andere mehr, die ich mir nicht merken konnte und natürlich auch die bereits erwähnten Petronas Twin Towers. Die übliche Touristenroute eben, etwas langweilig, aber meines Erachtens eine solide Ausgangsbasis, um dann beim nächsten Mal jene Platzerl aufzusuchen, wo man sich wohl gefühlt hat und von dort aus auf eigene Faust weitere Erkundungen zu starten.img_0039img_0147img_0074img_0049img_0057img_0087

 

 

 

 

 

 

Unser Flug mit dem Dreamliner – Boeing 787

Geflogen sind wir diesmal mit Qatar Airways, zumal sie die schnellste Verbindung anbieten, welche immer noch 15 Stunden dauert, aber vor allem, weil sie die besten Angebote hatten. Übrigens sind wir das erste Mal mit einem Dreamliner geflogen, dem neuesten Flaggschiff von Boeing. Ist schon ein Unterschied, nichts ruckelt mehr, alle Bewegungen des Flugzeugs sind sehr weich und fließend und man fühlt sich eher wie auf einem Schiff, als in der Luft. Mit nahezu ähnlicher Wirkung: obwohl ich eigentlich nicht zu Seekrankheit neige, hatte ich immer mal wieder ein flaues Gefühl im Magen, aber vor allem wurde ich Landkrank als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Am ersten Tag in Kuala Lumpur hatte ich ständig das Gefühl, der Boden unter mir würde schwanken.

Abgesehen davon, ist die Boeing 787 ein toller Flieger, sehr modern und voll neuester Technologie. Als Fluggast fällt einem zum Beispiel sofort auf, dass es keine „Rollos“ mehr an den Fenstern gibt. Stattdessen sind die Fenster selbst dimmbar, und mit verschiedenen Farben des Fensterglases kann im Flugzeuginnenraum je nach Bedarf eine gewünschte Stimmung erzeugt werden. Dies wird auch sehr stark von der Besatzung genutzt, und wo man in „älteren“ Flugzeugmodellen noch selber entscheiden kann, ob man lieber die Sonne rein lässt oder doch die Rollos runterklappt, so hat man im Dreamliner nur noch theoretisch die freie Wahl, denn die Einstellung der Dimmung wird von der Besatzung vorgegeben und individuelle Einstellungen werden einfach überstimmt.

http://www.qatarairways.com/de/de/boeing-787-dreamliner-experience.page

Trotz dieser Stimmungsbevormundung war es ein angenehmer Flug. Den kurzem Zwischenstopp in Doha nutzten wir gleich, um uns den neuen Flughafen anzusehen. Sehr weitläufig, aber kulinarisch leider enttäuschend. Leidglich die typische Flughafen – Fressmeile.

Malaysien – Indonesien – Singapur

Wir sind wieder unterwegs! Nach einer monatelangen Durststrecke, ist es endlich wieder soweit und wir haben Urlaub. Nichts kommt dem Gefühl gleich, das sich einstellt, sobald man anfängt seine nächste Reise zu planen. Vorerst gibt es mal einige wesentliche Entscheidungen zu treffen: wann genau, wohin genau, ist es auch die passende Reisezeit, und darüber hinaus sind eine Million Kleinigkeiten zu beachten. Ich bin immer gleich voller Vorfreude, sobald auch nur im entferntesten ein neues Reiseziel auf unsrem Urlaubsplan steht, vor allem wenn ich noch nie zuvor dort gewesen bin.

So auch diesmal. Schon seit langem ist Bali eine Wunschdestination von mir. Stefan war schon vor einer Ewigkeit mal hier, kennt also Teile des Landes recht gut. Für mich ist es eine Premiere und ich muss gestehen, ich habe mich riesig darauf gefreut. Um uns die Anreise etwas zu verkürzen und auch aus Neugier, haben wir einen Zwischenstopp in Kuala Lumpur – Malaysien eingelegt und planen auch einen Stopp bei unsrem Rückflug in Singapur.

 

 

 

Musei Vaticani

Etwas Kultur muss sein – für uns heute in Form der Vatikanischen Museen. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns zu Fuß auf zum Vatikan. Es ist ein netter Spaziergang vorbei an der Piazza Navona, durch die hübsche Via del Governo Vecchio, weiter über die Engelsbrücke vorbei an der imposanten Engelsburg, über den Petersplatz und dann noch einen Hatscher an der alten Mauer des Vatikan entlang zum Eingang der Museen, wo wir an einer kilometerlangen Schlange wartender Touristen vorbei kommen, die es alle nicht geschafft haben, sich online Tickets zu besorgen. Wartezeiten belaufen sich vor Ort bis zu einigen Stunden!!! Wir waren schlau und haben im Voraus gebucht, ersparen uns die Warterei und beginnen unsere Tour mit einer Rundfahrt durch die Vatikanischen Gärten. Dafür steigen wir in einen offenen Minibus und genießen die Fahrt vorbei an Brunnen, Bauwerken und natürlich den verschiedenen Gärten. Wir lernen über die verschiedenen Stile der Gärten, angefangen vom italienischem Stil mit lediglich Rasenflächen und immergrünen Stauden und Hecken, die in Form geschnitten werden, über den französischen Stil mit seinen geometrisch, ikonologisch angelegten Flächen, bis hin zum englischen Gartenteil, der durch seine Natürlichkeit besticht. Desweiteren gibt es auch noch Bereiche mit exotischeren Pflanzen, einen Steingarten, unzählige Brunnen und sogar eine Grotte. Stefans größte Freude galt aber den Antennen des Vatikanischen Radiosenders und natürlich dem Bahnhof, der sich verbunden durch einen Tunnel inmitten der Gärten befindet.

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Es folgt die Besichtigung der Museen: angefangen bei den Vatikanischen Höfen, über die Loggien des Raffael, durch unzählige prunkvolle Säle, weiter zu den Gemächern Pius V., dann noch die Stanzen des Raffael um letztendlich den Höhepunkt, die Sixtinische Kapelle bestaunen zu dürfen. Einfach überwältigend! Michelangelo’s Fresken erstrahlen seit der Restaurierung in neuem Glanz, und wie schon Goethe so trefflich zu sagen vermochte: „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag.“ Sixt

unser Foto vom Jüngsten Gericht ist leider nicht so gut, aber wir haben es auch heimlich fotografiert, ist nämlich strengstens verboten.

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Nach so viel Futter fürs Auge und Hirn, wurde es auch langsam Zeit unsere leeren Mägen zu füllen. Pizzeria Amalfi gleich um die Ecke verschafft Abhilfe. Da es schon spät am Nachmittag ist und nicht mehr lange zum Abendessen, entscheide ich mich für einen nicht weiter erwähnenswerten Salat, Stefan bestellt Baccalà Marinato und wird nicht enttäuscht; der marinierte Kabeljau mit Tomaten, Oliven und Kapern schmeckt wirklich sehr gut.bacala
Weiter geht es über die Via Cola die Rienzo, der Haupteinkaufsmeile des Vatikan zur Piazza del Popolo, dann in eine der hübschesten Gasse Roms – Via Margutta. Sie läuft parallel zur Via del Babuino, bekannt für die unzähligen Designerboutiquen und wird daher von den meisten Touristen übersehen, was sehr schade ist, denn nur einige Schritte vom Trubel entfernt, befindet man sich hier in einer anderen Welt. Statt der bunten Schaufenster, gibt es hier viele Antiquitätenladen und oft kann man auch noch die Handwerker beim Restaurieren oder Bildhauen beobachten. margutta
Nur einen Steinwurf entfernt – die Spanische Treppe. Aber zu unserer Überraschung diesmal ohne die Massen an Touristen,  die 138 Stufen werden zur Zeit saniert.spagna
Rom wäre aber nicht Rom ohne die wunderbare Welt der Mode, und damit einhergehend die unzähligen Designerläden. Auf der illustren Via dei Condotti reiht sich Dior an Gucci, befindet sich Bulgari gegenüber von Cartier, und natürlich fehlen hier auch nicht alle anderen Highend-Labels wie Prada, Louis Vuitton und Armani, um nur einige zu nennen. Viele werben um diese Zeit mit „Saldi“, aber selbst bei Nachlässen von 50% bleibt diese Gegend ein äußerst teures Pflaster.condotti
 Weiter geht’s zum Pantheon und wir genießen endlich einen Aperitivo. Dieser wird in Rom immer mit einem kleinen Snack zelebriert.  Man sitzt an einem der vielen Plätze und sieht mit etwas Glück aus erster Reihe fußfrei dem bunten Treiben zu: besser als Kino! Viele Italienerinnen führen hier die neuesten Modetrends vor (heuer sehr angesagt: Stroh-Hüte, übrigens auch für etwas mutigere Männer), Touristen schleppen ihre vollen Einkaufssackerl nach erfolgreichem Shopping zurück ins Hotel, geführte Touristengruppen sammeln sich vor hochgehaltenen Schirmen,  Kellner werben um Gäste und Strassenverkäufer versuchen ihre Ware an den Mann zu bringen. Immer wieder ein Erlebnis.pantheon
Es ist spät geworden und somit Zeit fürs Abendessen. Heute in der „Osteria dell‘ Gallo“:  marinierte Anchovis und Bruschetta mit Mini Oktopus machen den Anfang, danach gibt’s Meeresfrüchte Spaghetti für Stefan und Tagliata für mich. Beides ok, aber bei weitem nicht so exzellent wie am Vortag bei „Francesco“. Bei Rotwein und Pecorino lassen wir den Abend ausklingen.anchovismuschelntagliata

Roma

Wir haben endlich mal wieder Urlaub! Ganz schön lange ist es her, dass wir verreist sind und deshalb freuen wir uns nun umso mehr darüber, dass wir ein paar Tage in Rom verbringen können. Die ewige Stadt ist uns nicht fremd, wir sind immer mal wieder hier, um gut zu essen, das Dolce Far‘ Niente zu genießen und natürlich auch ein bisserl zu shoppen.

Gestern sind wir in Trastevere gelandet, einem Stadtteil von Rom, der jenseits des Tibers liegt, was schon der Name verrät.. Darüber hinaus ist es trotz immer größerer Beliebtheit bei Touristen immer noch eine recht ursprüngliche Ecke der Stadt geblieben und wenn man von den Touristenpfaden mal links oder rechts abbiegt, eröffnen sich einem ganz wundervoll idyllische kleine Plätze und Gassen.

Selbstverständlich gab es da auch den ersten echten italienischen Espresso für uns…

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Im Herzen des Viertels befindet sich eine der ältesten und meines Erachtens auch eine der schönsten Kirchen Roms, die Basilica di Santa Maria in Trastevere, berühmt für ihre Mosaike aus dem 12. und 13. Jahhundert.

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Gegen Abend zog es uns dann wieder Richtung Hotel und Piazza Navona, wo wir im Da Francesco vorzüglichst gespeist haben: als Primo Piatto eine kleine Portion handgemachte Tagliatelle Cacio e Pepe (mit Pecorino und Pfeffer) für Stefan und Miesmuscheln für mich, danach hatte Stefan eine Tagliata (aufgeschnittenes Rindersteak) auf Ruccola und für mich gab’s lang ersehnte gebratene Steinpilze. Auf eine Nachspeise haben wir verzichtet.IMG_3252IMG_3253IMG_3255IMG_3254

 

Pizza mal anders: Kebap Pizza und Bosnische Pizza

Schon vor ein paar Monaten wurden wir in Gradiščak (Nord-Kroatien) angesprochen, ob wir eine Kebap-Pizza kennen. Ja, ich glaube, das haben wir in Wien schon gesehen: Pizzateig mit Kebapfleisch gefüllt und gefaltet (wie eine Pizza Calzone).

Aber das haben sie nicht gemeint. „Wir müssen das kosten!“ Und die Bosnische Pizza bei dieser Gelegenheit auch gleich! Dazu werden wir ins Restaurant Arka („Bistro Arka“) in Sveti Martin na Muri geführt. Bei der Bestellung wird es bereits spannend – was uns da jetzt wohl erwartet?

Bestellt werden neben Getränken:

  • Kepab Pizza
  • Bosanska Pizza (Bosnische Pizza)
  • Međimurska Pizza (Međimurje ist der Bezirk („Gespanschaft“), zu dem Sveti Martin na Muri gehört)

Kurz darauf werden sie auch schon serviert:

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Diese Kebap Pizza ist wirklich der Hit! Sie schaut grauslich aus, schmeckt aber wirklich hervorragend!

Als Basis für diese Kebap Pizza dient eine Pizza Margherita (Pizzateig, Käse, etwas Tomatensauce – kein Basilikum). Darauf wird Kebapfleisch gelegt und reichlich mit einer pikanten Sauce auf Majonäse-Basis garniert. Wir wollten die Zutaten zu dieser Sauce hinterfragen, das ist allerdings ein „Geheimnis des Hauses“. Für uns steht fest, dass die Basis Majonäse ist, allerdings mit etwas mehr Säure. Es schmeckt, als wären Essig-Gurkerl dabei, oder zumindest etwas vom Essigwasser, in dem sie gelagert werden.

kebappizzaschnittekebappizzastueckDie Zutaten für diese Pizza passen hervorragend zu sammen und ergänzen sich gut. Die Pizza mit dem Käse als deftige Grundlage, die Tomatensauce macht’s ein bißerl fruchtig und das Kebapfleisch ist herzhaft pikant. Die gewollt leicht saure Majonäse passt überraschend gut dazu und trägt wunderbar zum Geschmack bei.

Es ist wirklich ein Hit! Unbedingt probieren! Und nicht vom Aussehen abschrecken lassen! 😉

bosnischepizzaBosanska Pizza

Da dürft ihr jetzt nur einmal raten: was kann wohl das Besondere an der Bosnischen Pizza sein? Pizza mit Ćevapčići!!!

Laut Menükarte ist es eine Pizza mit Käse, Ćevapčići, Zwiebel und Rahm. Und genauso ist es auch. Serviert wird sie als Calzone, also eine „gefüllte Pizza“.

bosnischepizzaoffenIm Inneren finden sich die genannten Zutaten und sind gut erkennbar. Der Geschmack ist wie erwartet. Im Vergleich zur Kebap Pizza ist sie nicht so harmonisch. Sehr lecker, aber eigentlich isst man die Einzelteile: etwas vom Rand, etwas Käse und dann separat das eine oder andere Ćevapčići. Die Zwiebel und der Rahm passen natürlich gut dazu.

medjpizzaMeđimurska Pizza

Die Međimurska Pizza ist die Pizza mit lokalen Zutaten. Wir sind ja hier in Nord-Kroatien und nicht am Meer. Daher sind die lokalen Zutaten auch eher fleischlastig und stammen nicht aus dem Meer.

Laut Menükarte:

  • Tomatensauce
  • Käse
  • meso iz tiblice (eine lokale Spezialität: Fleisch/Schinken mariniert mit Schmalz aus einem Holzfass „tiblitsa“; Foto hier)
  • hausgemachte Wurst aus der Region (domaće kobasice), eine schnittfeste Rohwurst
  • Rahm

Eigentlich ist die Pizza noch mit

  • Paprika
  • Mais
  • Oliven
  • Zwiebel
  • und Kochschinken

belegt. Das macht die Pizza zu einem wunderbar ausgewogenem und fruchtigen Erlebnis! Falls sich jemand nicht über die Kepab Pizza traut, wird er/sie hiervon begeistert sein! Ganz große Empfehlung!

arkaallepizzenZusammenfassung und Wertung

Wenn ich die drei Pizzen bewerten muss, wäre die Kebap Pizza mein Favorit, weil sie die ausgefallenste Kreation ist. Gleich danach folgt die Međimurska Pizza, die wahrscheinlich den bei uns üblichen Pizzen am nächsten kommt und den meisten schmecken würde! Als Schlusslicht des Trios ordne ich die Bosanska Pizza ein, da die Zutaten eigentlich nicht so gut harmonieren und die Ćevapčići eher ein Gag sind als eine Aufwertung des Geschmackserlebnisses.

Ein Besuch beim Arka ist auf jeden Fall zu empfehlen und ein kulinarisches Erlebnis!

Fasching!

Letzten Samstag waren wir in Linz zu einem Faschingsfest eingeladen und natürlich haben wir uns auch verkleidet, diesmal gingen wir als Waldelfen. Die Kostüme haben wir selbstverständlich mit sehr viel Liebe und Hingabe selbst gebastelt, sogar die Schuhe! Das Fest war großartig, wir haben uns ganz prächtig amüsiert und sehr viel Spaß gehabt.

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Übernachtet haben wir im Hotel am Domplatz mit Blick auf den Linzer Marien Dom. Sehr nettes Hotel, perfekt gelegen im Zentrum von Linz, äußerst empfehlenswert.IMG_3070IMG_3074IMG_3077IMG_3079IMG_3081IMG_3118

Eine kleine Auszeit – St. Martins Therme & Lodge

Weil das neue Jahr soo stressig angefangen hat, und wir uns auch noch kaum vom letzten Jahr erholt haben, sind wir für ein paar Tage in die St. Martins Therme & Lodge gefahren. Genau das Richtige für eine kleine Auszeit zwischendurch. Von Wien aus innerhalb einer guten Stunde erreichbar, lässt es sich im Lodge – Spa – Bereich herrlich plantschen und entspannen. Diverse Dampfbäder und unterschiedlich temperierte Saunen sorgen für ausreichend Abwechslung. Die Zimmer sind recht schlicht gehalten, aber durchaus geräumig und gemütlich.

Natürlich darf auch der kulinarische Teil nicht zu kurz kommen: mit im Paket ist ein 4 – Gänge Abendessen sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Das 4- Gänge Abendessen bedarf keiner besonderen Erwähnung, war eher durchschnittlich. Suppe schmeckte nach Suppenwürfel, der Saibling hat „gegrundelt“, die Kalbfleischröllchen waren hart und die Nougatknödel haben sehr industriell geschmeckt. Hätte es nicht das sensationelle Vorspeisenbuffet gegeben, wären wir wohl hungrig und sehr enttäuscht zu Bett gegangen. So aber hatten wir eine tolle Auswahl an geräuchertem Fisch, verschiedensten Schinken- und Käsesorten, wie auch Rohkost- und Gemüsesalaten, die gemeinsam mit einer sehr umfangreichen Weinkarte unseren Abend vollendeten.

Eben Wellness von Innen und Außen.IMG_3044IMG_3042IMG_3035

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Alt-Wiener Backfleisch

20160131_125249Es ist eines meiner Lieblichngsgerichte aber heute nur noch selten in Gasthäusern zu bekommen: das Alt-Wiener Backfleisch. In Kurzform: ein Beiried mit Senf und Kren eingerieben und wie ein Schnitzel paniert. Wikipedia erklärt, das Beiried ist ein Teil des Zwischenrippenstücks vom Rind bzw. „ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen Hochrippe und Hüfte“.

20160131_125302Ideal passt dazu – wie auch zu einem Schnitzel – ein Erdäpfel-Vogerlsalat, wie wir in Wien sagen (sonst vielleicht als Kartoffel-Feldsalat bekannt). Das Altwiener Backfleisch wird gerne mit einer Zitronenscheibe/-spalte serviert.

Es ist immer wieder ein Genuss: etwas dicker als ein Wiener Schnitzel und geschmacklich durch den Senf und Kren viel feiner. Der Kren verliert beim Herausbacken seine Schärfe, aber der Geschmack bleibt elegant im Hintergrund erhalten. Auch den Senf verringert beim Backen die Intensität und trägt dezent bei.

Familienrezept

20160131_125257Zutaten, pro Person:

  • 1 Scheibe Beiried (ca. 180-200g)
  • 1 EL Estragon Senf
  • frischer Kren
  • glattes Mehl
  • 2 Eier
  • Butterschmalz oder Öl, Salz und Pfeffer

Zubereitung

20160131_125350Das Fleisch (wie ein Schnitzel) flach klopfen und beiseitig gut salzen und pfeffern. Den Senf mit frisch geriebenem Kren vermischen und das Beiried auf einer Seite damit gut bedecken. Danach beidseitig in Mehl wälzen. Die Eier aufschlagen und verqirlen. Das Fleisch darin wenden und in heißem Butterschmalz (oder Öl) schwimmend goldbraun beidseitig herausbacken. Danach gut abtropfen lassen bzw. auf Küchenkrepp legen, damit es nicht im eigenen Fett herumliegt, und servieren.

 

Sun Rocks

Wir haben uns für ein Hotel in Firostefani entschieden, einem kleinen Ort nur einen kurzen Spaziergang von  Thira entfernt. So sind wir weit genug vom Trubel der Hauptstadt entfernt, können sie aber jederzeit gemütlich zu Fuß über einen romantischen Weg erreichen. Das Sun Rocks hat uns schon bei unserem letzten Aufenthalt sehr gut gefallen, also haben wir es wieder gebucht – und nicht bereut. Es zieht sich sehr malerisch den Hang entlang und ist ganz puristisch in weiß und blau/grau gehalten. So wie bei den meisten anderen Hotels ist auch der Eingang des Sun Rocks eher unscheinbar, einfach nur ein kleines Gatter, das lediglich den Blick auf einen Haufen Treppen frei gibt. Auch sonst besteht das Hotel hauptsächlich aus Treppen, wohin man blickt nichts als Stiegen, rauf und runter.IMG_5211IMG_5525IMG_5513IMG_5523IMG_5527IMG_5538IMG_5537IMG_5558IMG_5539IMG_5184

Die Suiten sind auch alle sehr minimalistisch eingerichtet, haben eine gute Größe mit Wohn- und Schlafbereich, sowie eine großzügige Terrasse und bieten wunderbare Aussichten auf die Caldera und das Meer. Einzig der Stauraum könnte etwas üppiger ausfallen, ein paar kleine Schubladen und Kleiderhaken reichen für eine Woche kaum aus, vor allem nicht im Herbst, wo man auch wärmere Sachen mitnehmen muss. Die Matratze könnte auch etwas weicher sein; für jemanden mit 90kg ist sie sicher perfekt, wiegt man aber nur die Hälfte spürt man nach ein paar Nächten jeden einzelnen Knochen. Ein Topper würde hier wirklich Wunder bewirken!IMG_5564IMG_5147IMG_5159IMG_5146IMG_5561IMG_5569

Frühstück gab’s natürlich auch – und zwar reichlich. Leider kein Buffet, dafür kann man aber aus verschiedensten Speisen wählen und diese entweder im luftigen Frühstücksraum, der allgemeinen Terrasse oder in seinen eigenen Räumlichkeiten zu sich nehmen. Ganz besonders lecker fanden wir das griechische Frühstück mit einer Auswahl an heimischen Schaf- und Ziegenkäsesorten, Omeletts, Mehlspeisen, Obst & Würstchen.IMG_5193IMG_5182

Einfach traumhaft!

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