Der Flug mit dem Tiger (oder: Premier Lounge am Flughafen Denpasar)

wp-1477397543519.jpgEigentlich sollte uns der Tiger (Tiger Air) flott, wie es die Großkatzen in der Sendung „Universum“ vormachen, nach Singapur transportieren. Leider ist unser Flug aufgrund der Sperre des Flughafens nach einem Vulkanausbruch des Vulkans „Mount Rinjani“ und der in die Luft gespieenen Vulkanasche um mehr als 3 Stunden verzögert. Spektakuläre „Tatsache“! (Heute nennt man es „Alternative Fact“) Davon haben wir ja gar nichts gelesen. Mirjam kann’s nicht glauben: „Und wieso ist dann nur unser Flug verspätet?“, fragt sie. Verdutzt schaut der Bursche am Check In und ruft nach seinem Supervisor. OK, die aufliegenden Hinweiszettel haben sie schnell entfernt. Die schriftliche Bestätigung, die ich bekommen habe, wollten sie zurück (siehe Foto nebenan). Die hab ich aber schon eingepackt und ich will jetzt nicht mehr die Tasche öffnen. Dumm gelaufen, Tiger. Der neue Grund für die Verzögerung ist jetzt ein defektes Flugzeug und sie müssen ein neues einfliegen. Klingt schon plausibler, Tiger. Hoffen wir das Beste für uns und den neuen Flieger.

Was machen wir nun aus der gewonnenen Zeit in Bali und der verlorenen Zeit in Singapur? Wieder hat Mirjam eine zündende Idee: hier gibt es sicher eine gute Lounge. Der Flughafen wurde ja vor wenigen Jahren neu gebaut.

Schon sind wir bei der „Premier Lounge“ angekommen. Mirjam hat zum Glück zumindest einmal ihre Diners Club Karte in den letzten 12 Monaten belastet und ist daher für einen kostenfreien Eintritt legitimiert. Für mich müssen wir US$ 28 löhnen, erfahrungsgemäß geht dieser Business Case aus meiner Sicht aber locker auf. Wir haben mehr als 5 Stunden Zeit – hallo? Was ich da verdrücken kann…

wp-1477390921179.jpgWir bereuen es nicht: in der Lounge gibt es zwei Buffets: das Kleine bietet Mini-Hamburger, Toasts (mit Chicken, vegetarisch oder Käse) und Süßspeisen (Törtchen, Schnitten) sowie Säfte und Tees. [Ich muss kurz unterbrechen – mir ist beim Bloggen grad aufgefallen, dass ich den Käsetoast noch nicht probiert habe… Fauxpas!]

wp-1477390980682.jpgDas große Buffet bietet Suppen (Championcreme und Minestrone), panierte Hühnerflügerl (übrigens unser Favorit!), Chicken Rolls („Würstchen im Schlafrock“), Frühlingsrollen (vegetarisch und nicht), Reis (gedämpft, gebraten uvm.), Früchte, Saucen, Dips und Zubehör (Salz, Pfeffer, Tabasco, diverse lokale „Sambals“).wp-1477390308096.jpg

Aber dann haben wir was Tolles entdeckt: die Damen hinter „der Pudel“ nehmen Bestellungen entgegen. Die Russen bestellen dort ihren Wodka, die Engländer veredeln dort das Tonic mit Gin, Mirjam bekommt ein Glas Weißwein (übrigens den besten Wein seit Wochen) und ich entdecke das frisch zubereitete Spezialmenü: chinesische Hühnersuppe oder (und?) wp-1477397811264.jpgSpaghetti Carbonara. Meine Wahl fällt italienisch aus. Mann, waren die gut! Ich melde das den Damen an der Pudel, sie freuen sich über die Rückmeldung und holen den Koch. „Der Koch muss Italiener sein“, denke ich mir. Die schmalen Augen verraten mir, dass ich mich irre.

Übrigens: der Tiger wollte uns zu einem Lunch auf Gate 2 als Wiedergutmachung einladen. Wir haben uns erkundigt, was es gibt. „Meal: rice and potatoes“. Wir haben verstanden (Kohlenhydrate sättigen) und haben sicher mit dem Besuch der Lounge die richtige Wahl getroffen. Die Zeit vergeht ganz schon schnell beim Bloggen. Vor allem wenn man so gewissenhaft vorgeht und die meisten Speisen probieren muss, um einen ernsthaften Bericht verfassen zu können. Ich hoffe, ihr wisst das zu schätzen…

The Balé Nusa Dua

Wir sind sprachlos. Unser Hotel übertrifft unsere eh schon sehr hohen Erwartungen bei weitem. Alles ist perfekt. Das Bett ist äußerst bequem, das Bad mit Badewanne, Innen- und Außendusche außerordentlich großzügig, darüber hinaus endlich auch mal ein Schrank, wo alles reinpasst. Und dann erst der Außenbereich: ein lauschiges Daybed zum Relaxen, ein hübscher Garten mit Frangipanibäumen und nicht zuletzt der eigen Pool, den man sogar vom Badezimmer aus begehen kann. Traumhaft! img_1400img_1397img_1398img_1404img_1405img_1402

Einziger Wermutstropfen, das Hotel bietet keine Villen direkt am Meer oder mit Meerblick an. Dafür gibt es aber einen schönen Hotelstrand – weißer, pudriger Sand, Schirme, Liegen und sogar Sonnenmilch für Hotelgäste.

 

Nusa Dua

Die letze Woche unseres Urlaubs verbringen wir in Nusa Dua, damit wir auch den Süden der Insel erkunden können. Im Vorfeld der Reise haben wir uns einige Gedanken darüber gemacht, wo genau wir im Süden Station machen sollen. Von Anfang an war klar, dass weder Kuta noch Seminyak, die beiden Touristenhchburgen der Insel,  in Frage kommen, handelt es sich dabei doch um den „Ballermann“ der Australier.  Also wohin? Uluwatu vielleicht? Am äußersten Südzipfel, sehr malerisch gelegen, mit wildromantischen Surferstränden, aber sehr abgelegen und kaum ratsam als Ausgangspunkt für Erkundunstouren. Also doch nicht. Zuguterletzt ist dann durch die Wahl des Hotels die Entscheidung zwangsläufig auf Nusa Dua gefallen.

Das Hotel ist einmalig, Nusa Dua kann man sich sparen. Eine Anreihung von Fünfsternhotels an malerischen, kitschig weißen Stränden. So weit, so gut, sogar mehr als das – perfekt. Darüber hinaus gibt es aber so gut wie nix. Ist man kein Pauschaltourist und hat kein All Inclusive Paket (wogegen ich mich aufs Äußerste wehre) so hat man seine liebe Not die Mahzeiten des Tages, abgesehen vom Frühstück, halbwegs zufriedenstellend zu bestreiten. Klar kann man in einer der offensichtlichen Touristenfallen einkehren, oder wie die meisten in einem der Hotels essen. Wir haben beides ausprobiert; kein Kommentar zu Ersterem, ein definitives Kopfschütteln zu Letzterem. Zu weit überhöhten Preisen sitzt man dann gut gekühlt in einem unpersönlichen Hotelrestaurant und muss auch noch quälender Livemusik lauschen, welche in einer Lautstärke dargeboten wird, die keine Konversation zulässt. Lieber nicht…

Habe gerade gemerkt, dass ich nicht mal ein Foto von Nusa Dua posten kann, da mir hier einfach nichts Fotografierenswertes untergekommen ist 🙁

 

Vulkane

Bali befindet sich direkt auf dem Pazifischen Feuerring. Davon zeugen die noch immer aktiven Vulkane der Insel. Bei Touristen und Reiseveranstaltern gleichermaßen beliebt ist der mit über 3.000 Metern höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung. Allenorts prangen Werbetafeln für geführte Touren, die morgens um zwei Uhr losgehen und dann nach stundenlangem Aufstieg ein Frühstück bei Sonnenaufgang am Gipfel anpreisen. Uns ist das ganz ehrlich zu mühsam, wir sind zu faul und begnügen uns mit dem Anblick des Agung und des Mount Batur aus der Ferne. img_3905

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Was uns hier besonders aufgefallen ist, ist die schier überwältigende Dichte an Tempeln. Kein Wunder, gibt es doch in jedem Dorf mindestend dei davon, und in jedem Haus zwei. Darüberhinaus noch unzählige der Dorfgemeinschaft, dem Landkreis oder dem ganzen Land zur Verfügung stehende Heiligtümer. Da vertseht man dann schon eher, dass sich gefühlt an jeder Straßenecke ein Tempel befindet.

Die balinesischen Hindutempel sind nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, nach Himmelsrichtungen ausgerichtet, sondern meer- bzw. bergwärts. Außenrum führt eine reich verzierte Mauer.  Betreten wird der Tempel durch ein großes, steinernes Tor, das wie gespalten aussieht und an dem Dämonenfratzen prangen. Dahinter befinden sich dann die einzelnen rechteckigen Höfe, ineienander gestapelt, mit kleinen Pagoden, wo bei Zeremonien Opfergaben dargereicht werden. Sämtlche Bauteile sind reich verziert mit mythischen Begebenheiten und reich an Ornamentik. img_3835img_3833img_3840

sehr interessant, wie die Niederländer in die hinduistische Mythologie eingegangen sind…img_3838

Noch viel mehr erstaunt haben uns dann aber die unzähligen Zeremonien, die allein in der kurzen Zeit unseres Aufenthalts statt gefunden haben. Egal welchen Tempel wir uns angesehen haben, in den meisten war gerade ein Tempelfest in Gange. Einer unserer Fahrer hat auch erklärt, dass er seinen Job als Selbständiger bei weitem einer Anstellung in einem der vielen Hotels vorzieht, zumal eine Fixanstellung nur schwer vereinbar ist mit den unzähligen Festivitäten, denen ein Balinese Woche für Woche beizuwohnen hat. In traditionelle Gewänder gekleidet, Sarong, langärmeliges Hemd und am Kopf ein Wickel, der Udeng, werden die gläubigen häufig auf Ladeflächen von LKWs zu den Tempeln gebracht (Parkplatzmangel ist auch den Balinesen nicht fremd). Die Zeremonien gehen stundelang, manche formieren sich zu Prozessionen, andere lauschen den Gammelanorchstern oder bringen kleine Opfergaben dar. img_3878img_3892img_3895img_3921img_3929img_3967

 

 

 

 

 

 

Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Die Reisfelder von Tegalalang

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Denkt man an Bali, denkt man an Reisfelder. Keine andere Landschaftsform verbindet man mehr mit der Insel der Götter, als die immer noch in mühseliger Handarbeit kultivierten, entlang der Hänge angelegten Reisterrassen. Die Balinesen nennen sie auch „Treppen zu den Göttern“.

So kommt es, dass jeder, der in Ubud weilt, sich auch die Reisfelder von Tegalagang ansieht. Keine zehn Autominuten vom Zentrum entfernt, eröffnet sich einem der Blick auf sattes Grün. Wie so viele andere „Sehenswürdigkeiten“ in Bali, werden auch diese kommerziell komplett ausgeschlachtet. Man zahlt fürs Parken, dann den Eintritt für die Reisfelder, danach die unvermeidbaren Standln links und rechts der Straße, wer eine Führung möchte, wird natürlich auch zur Kassa gebeten. Immerhin ist das Fotografiern noch kostenlos – noch, denn wir haben andernorts auch schon erlebt, dass man nur gegen Einwurf barer Münze den Fotoapparat zücken darf. img_3979img_3983img_4017img_3986

Übrigens gelten die von Stefan schon mehrfach erwähnten Balinesischen Enten als lebende Schädlingsbekämpfer und fristen Zeit ihres irdischen Daseins ein paradiesisches Leben inmitten der üppigen Reisfelder, um ebendiese von Unkraut, Insekten und vor allem Schnecken frei zu halten. Wir wissen alle mittelrweile nur zu gut, wo sie letztendlich, derart gemästet, ihre finale Bestimmung finden. Mahlzeit! img_4068img_1329

 

Ein kleiner Snack erfüllt seinen Zweck…

„das reimt sich, und was sich reimt ist gut…“, hat einmal ein weiser Pumuckel gesagt.

Eigentlich wollte ich ja nur die Wäsche zur Laundry bringen, damit wir für die letzten Tage gerüstet sind und vielleicht zu Hause weniger Aufwand mit dem Waschen haben. Aber es soll ja keine Eile aufkommen – da bleibt Zeit für ein Bier und eben einen Snack.

Viele Restaurants haben hier in der Futterstraße Jl. Pantai Mengiat (mit vielen Restaurants und Bars) noch geschlossen. Das Lokal „Beergarden“ hat aber offen, ist in der Nähe und die Bar voll mit Engländern.

Ich habe den Appetizer „Three deep fried Prawns“ für die kulinarische Unterstützung des Besuchs gewählt. Die waren überraschend lecker. Der Koch muss was vom Panieren verstehen – der Name des Chefs ist Andreas Menzel (oder so ähnlich; Name von der Redaktion vergessen). Auf der Karte gibt es (neben lokalen Gerichten und einer Auswahl an thailändischer Küche) auch Linsensuppe mit Wiener Würstchen, Cordon Bleu in verschiedenen Schreibweisen, Gulasch, Beef Stroganoff, Hunter Schnitzel, Stelze und Geschnetzeltes „Züricher Style“.

So ein westlicher Ausflug tut nach gut zwei Wochen auf der Insel auch mal wieder gut. Ich werde es aber bei den drei kleinen Meerestierchen belassen, heute Abend schauen wir zum Jimbaran Bay, das für seine Strandlokale und die Meeresfrüchte berühmt ist. Stay tuned!

Im Affenwald

Am Rande von Ubud befinet sich der Monkey Forest, ein kleiner Naturpark, der neben einem hindusitischen Tempel auch eine heilige Quelle beherbergt. Und natürlich auch die namensgebenden Affen, die zuhauf und gar nicht scheu durch den Wald laufen und sich nur zu gerne von den vielen Touristen füttern lassen. Ganz entzückend, die kleinen Äffchen, vor allem aber ist der Wald zauberhaft. img_1232img_1192img_1227 img_1238 img_1240 img_1247 img_1253 img_1261

 

Wapa di Ume Ubud

Ein Bett im Reisfeld – anders kann man unser Hotel in Ubud gar nicht beschreiben. Etwas abseits vom quirligen Zentrum inmitten von Reisfeldern und Dschungel liegt das Wapa di Ume und erstreckt sich über eine schier unendliche Fläche. WIr hatten auch diesmal wieder Glück und ein Upgrade bekommen auf ein Family Villa, wo uns ein respektabler eigener Pool zur Verfügung steht, sowie zwei Schlafzimmer und ein sagenhafter Blick auf die hoteleigenen Reisfelder. img_4026
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Jetzt wird’s riskant…

Wir verlassen uns bei Asien-Urlauben auf Moskitoabwehrmittel („Moskito related Weapon of Mass Destruction“) und Gin Tonic. Als Reiseprofis haben wir immer ausreichend dabei. Aber jetzt ist es passiert: die Gin-Flasche ist nach zwei Wochen Reise leer und Tonic haben wir auch nicht mehr.
Morgen fahren wir nach Nusa Dua, sind also nicht mehr im Jungel-Gebiet, sondern eher im Städtischen. Da haben wir gerade noch die Kurve gekriegt…

Geschichten vom dreckigen Entlein

Bali ist für seine Zubereitung der Ente berühmt. Enten gelten hier (wie auch bei uns) als höherwertig verglichen zu Hendl und werden von allen Bevölkerungsklassen gespeist.

Wir haben das gleich zweimal während unseres Aufenthalts in Ubud probiert:

Als erstes wurde uns von Mirjams Schwestern die Ente (indonesisch „Bebek“) in unserem Hotel/Resort „Wapa di Ume“ nahegelegt. Es gibt sie hier in zwei Zubereitungsarten: als Bebek Megoreng und als marinierte Bebek Mepanggang.

Wir haben beide probiert und gegenseitig gekostet. Jeweils wurde eine halbe Ente serviert, die wir fast nicht auf den Teller hieven konnten, weil sie vor Zartheit bei Berührung zerfallen ist, so mürbe waren sie.

wp-1476850114188.jpgDie Enten werden scheinbar vorgekocht, um so zart zu sein, und dann unmittelbar vor dem Servieren „deep fried“. Mirjams Ente Megoreng war vom Geschmack her unserer europäischen Zubereitung sehr ähnlich.

wp-1476850064022.jpgMeine Ente Mepanggang war mit einer Gewürzmischung eingerieben und gefüllt, die hier für die Zubereitung typisch sein dürfte. Die Zutaten zur Kräuterpaste müssen zahlreich sein, man kann nur einzelne erschmecken und weiß, das noch viel mehr Gewürze und Kräuter beitragen. Jedenfalls haben wir Zitronengras, Ingwer, Curkuma, etwas Knoblauch und Zwiebel/Schalotten, sowie Nelken, Koriander, schwarzen Pfeffer und Chilis erkannt.

Neuer Tag, neues Glück…

(…für uns, nicht für die Enten…)

Stefan (links) und Ente (rechts)

Stefan (links) und Ente (rechts)

Besonders bekannt ist das Restaurant „Bebek Bengil“, das „Restaurant zu dreckige Ente“. Ich war bereits vor 9 Jahren hier essen und habe es als besonderes Erlebnis in Erinnerung. Den Namen hat das Restaurant übrigens selbst gewählt, nachdem kurz vor der Eröffnung  Jahr 1990 eine Entenfamilie durchgewatschelt ist und eine Menge Dreck hinterlassen hat. Die Besitzer hatten bislang keinen Namen für ihr Restaurant und waren sich nach diesem Vorfall schnell einig…

wp-1476849968610.jpgAm Eingang des sehr großen Restaurants, das durch einen großen Garten mit mehreren Wasserbecken und Springbrunnen aufgelockert wird und bei einem Reisfeld endet, wurden wir von einer tiefenentspannten Katze empfangen. Wobei „empfangen“ das falsche Wort ist, weil es einen aktiven Vorgang beschreibt, was es definitiv nicht war. Aber seht am Foto selbst.

wp-1476849892961.jpgServiert wurde und wird eine ganze Ente (angeboten als Speise für zwei Personen), leicht geräuchert, als Aperitiv ein Papaya-Wassermelonen-Saft und zahlreiche Beilagen: Satay-Spieße mit Huhn (vielleicht als Beilage zum Enten-Menü nicht ganz schlüssig), gebratene Fisolen/(Mung/)-Sojabohnensprossen, knusprige Reischips, Reis und zwei Saucen: eine erinnert an Ayvar und die andere ist ölig mit Pfefferoni, Chili und kleinen roten Zwiebeln.

wp-1476849634809.jpgFrüher musste man diese Ente einen Tag vorbestellen, davon ist man aber mittlerweile abgekommen: die „Smoked Dirty Duck“ gibt es á la carte täglich ohne Vorbestellung.

wp-1476861227400.jpgAuch diese Ente wurde mit der erwähnten Kräuterpaste kräftig gestopft und eingerieben, bevor sie diesmal allerdings offenbar im Rohr gebraten wurde. Sie zerfällt ebenso, ist aber leider vergleichsweise ein bißerl trockener gewesen.
Der Gewinner unseres Entenvergleichsessens ist somit die Bebek Megoreng vom Restaurant im Wapa di Ume, sie wird auch als „Mr. Wayan’s (Küchenchef?) favouried deep fried duck“ im Hotel angepriesen.

Ente gut, alles gut.

Hier habe ich ein paar Rezepte mit Fotos gefunden, die ich nicht vorenthalten möchte, falls es jemand ausprobieren will. Auch die Zubereitung der typischen Kräuterpaste wird hier noch genauer beschrieben:

Four o’clock tea

Wir haben hier in Ubud ein wunderbares Hotel, eigentlich eine riesengroße Anlage mit Villen und Häuschen, mitten in Reisfeldern. Das wird uns einen eigenen Beitrag wert sein.

Ab 15:30 wird man zu Tee geladen. Eine sehr nette Einrichtung, die wir nicht jeden Tag genießen können, weil wir auch die Umgebung kennenlernen möchten.

Zum Tee werden kleine Küchlein serviert. So gefällt mir das: Kokos-Crepe, eine in Reisteig umwickelte Banane mit Honig, ein westlicher Schokokuchen und ein indonesisch gewürztes Etwas (nicht wirklich süß, eher würzig-pikant) im Blätterteig – stilsicher serviert auf einem Bananenblatt .

Ubud

Wir sind mittlerweile in Ubud angekommen. Ubud liegt im Landesinneren und wird den Touristen als kultureller, künstlerischer und spiritueller Mittelpunkt der Insel verkauft, oft auch als das „echte Bali“. Nicht zuletzt durch „Eat, Pray, Love“, dem Blockbuster mit Julia Roberts suchen hier unzählige TouristInnen… tja, was eigentlich genau???

Auf den ersten Blick erschließt sich mir weder der künstlerische Hintergrund, noch die spirituelle Tiefe dieses Ortes, bloß belangloser Kommerz, wo auch immer man hin sieht. Die vielen angebotenen Souvenirs kann man kaum als künstlerisch besonders wertvoll erachten und dass an jeder Ecke ein Massagesalon um Kunden keilt, macht aus einem Ort noch lange kein holistisches Zentrum. Aus dem Norden der Insel kommend, wo wir einen klitzekleinen Blick auf den Alltag der Einheimischen erheischen konnten, wie sie leben, was sie essen, wie sie feiern, liegt dem „echten Bali“ nichts ferner als die Shopping-Hochburg Ubud. img_1114

Unzählige Backpacker hängen hier abends in Lokalen rum, essen im Liegen von großen Tischen, die man mit Unbekannten teilt. Scheint sehr en vogue zu sein. Ich will beim Abendessen aber nicht die ungewaschenen Füße meiner Mitmenschen betrachten müssen und noch weniger steht mir der Sinn nach Reisebekanntschaften oder auf die stets oberflächlichen Unterhaltungen, die die Eckpunkte der jeweils anderen Reise abfragen.img_4043img_1127

Aber vielleicht habe ich ganz einfach zu viel erwartet und hatte nur einen missglückten Einstieg und eventuell werde ich ja noch warm mit der Sehnsuchtsstätte so vieler sinnsuchender Reisender seit den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts, als der deutsche Musiker und Maler Walter Spies den Kult „Bali – Ubud“ begründete. Mal sehen…

 

 

Full Moon Party?

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Na, da haben wir aber geschaut, als heute Morgen eine kleine Prozession durch unseren Garten gezogen ist. Sieht man auch nicht alle Tage. Hatte sich dann auch schnell aufgeklärt – es ist nämlich Vollmond. Demzuehren findet in den benachbarten Tempeln eine große Zeremonie statt und da wir uns genau dazwischen befinden, führt der Umzug von einem zum andren Tempel sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite unseres Feriendomizils vorbei. img_0649img_0673img_0664

Im Tempel finden dann die Feierlichkeiten statt, es wird gesungen manche Leute bringen kleine Opfergaben dar.img_0624img_0639

So eine hinduistische Full Moon Party kann sich über so einige Stunden dahinziehen. Wem könnte man es da schon verübeln, wenn er sich  kurz für ein Fotoshooting davonstiehlt?

Warung Pesisi

Ein weiteres Restaurant in der Nähe ist das Warung Pesisi. Wir haben es beim Vorbeifahren entdeckt. Nach einem kurzen Blick auf die Karte und auf das Lokal selbst, wollten wir unbedingt mal am Abend zum Essen kommen. Das haben wir heute auch gemacht. Die Atmosphäre ist sowohl tagsüber als auch abends ausgesprochen friedvoll und romantisch.

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Kulinarisch auch sehr gut, das gelbe Hühnercurry nicht zu scharf, trotzdem würzig und aromatisch. Leider war der vom Kellner so sehr angepriesene gegrillte Tintenfisch dann leider aus, auch sonst war der Kellner a bisserl nervig, weswegen unser Aufenthalt nicht übertrieben lang ausgefallen ist. wp-1476542122084.jpgwp-1476542122091.jpg

 

Air Sunny

Wir haben trotz Agus‘ vorzüglicher Kochkünste auch ab und an auswärts gegessen. Das Air Sunny im Nachbarort Air Sanih (welch Wortspiel!) erwies sich als nettes kleines Restaurant, zwar mit nur beschränkter Karte, aber für unsere Zwecke mehr als ausreichend. Besonders gut fanden wir die Corn Fritters, Maiskörner in einer Eimasse herausgebraten – wir haben gleich einige Male zugeschlagen. img_3804img_3805img_3803

Selbstversorger – Villa

Im Mietpreis unseres Ferienhauses ist auch ein Koch mit inbegriffen, sprich wir sind „Selbstversorger“.  Damit wir hier nicht verhungern müssen, waren wir am Anfang unsres Aufenthalts ein paar Lebensmittel einkaufen. Unser Koch und Haushälter ist ein junger Balinese namens Agus, der täglich ganz tolle, abwechslungsreiche Gerichte für uns gezaubert hat. Es war jedes Mal köstlich, egal ob Hühnercurry, Mahi Mahi Spießchen oder der Barracuda in würziger Sauce. Letzterer wurde uns von „fahrenden“ Fischhändlern sogar an die Tür gebracht. wp-1476541657667.jpgwp-1476541722266.jpgwp-1476541942542.jpgwp-1476542018612.jpgwp-1476542310257.jpg

 

 

See – Tempel Pura Ulun Danu Bratan

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In den nahe gelegenen Bergen Nordbalis liegt der Vulkankratersee Bratan und wiederum darin der See Tempel Pura Ulun Danu Bratan, was soviel bedeutet wie Tempel am Kopf des Bratan Sees. Berühmt ist dieser hinduistisch – buddhistische Tempel aus dem 17. Jahrhundert für seine beiden Merus, der niedrigere 3-stöckige Shiva, der 11-stöckige Vishnu gewidmet.

Die Tempelanlage ist in eine großzügige Parkanlage am Seeufer eingebettet, wo sich weitere Tempel und Stupas befinden.  Das Areal ist sehr idyllisch, nur leider komplett überlaufen mit Touristen.

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