Musei Vaticani

Etwas Kultur muss sein – für uns heute in Form der Vatikanischen Museen. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns zu Fuß auf zum Vatikan. Es ist ein netter Spaziergang vorbei an der Piazza Navona, durch die hübsche Via del Governo Vecchio, weiter über die Engelsbrücke vorbei an der imposanten Engelsburg, über den Petersplatz und dann noch einen Hatscher an der alten Mauer des Vatikan entlang zum Eingang der Museen, wo wir an einer kilometerlangen Schlange wartender Touristen vorbei kommen, die es alle nicht geschafft haben, sich online Tickets zu besorgen. Wartezeiten belaufen sich vor Ort bis zu einigen Stunden!!! Wir waren schlau und haben im Voraus gebucht, ersparen uns die Warterei und beginnen unsere Tour mit einer Rundfahrt durch die Vatikanischen Gärten. Dafür steigen wir in einen offenen Minibus und genießen die Fahrt vorbei an Brunnen, Bauwerken und natürlich den verschiedenen Gärten. Wir lernen über die verschiedenen Stile der Gärten, angefangen vom italienischem Stil mit lediglich Rasenflächen und immergrünen Stauden und Hecken, die in Form geschnitten werden, über den französischen Stil mit seinen geometrisch, ikonologisch angelegten Flächen, bis hin zum englischen Gartenteil, der durch seine Natürlichkeit besticht. Desweiteren gibt es auch noch Bereiche mit exotischeren Pflanzen, einen Steingarten, unzählige Brunnen und sogar eine Grotte. Stefans größte Freude galt aber den Antennen des Vatikanischen Radiosenders und natürlich dem Bahnhof, der sich verbunden durch einen Tunnel inmitten der Gärten befindet.

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Es folgt die Besichtigung der Museen: angefangen bei den Vatikanischen Höfen, über die Loggien des Raffael, durch unzählige prunkvolle Säle, weiter zu den Gemächern Pius V., dann noch die Stanzen des Raffael um letztendlich den Höhepunkt, die Sixtinische Kapelle bestaunen zu dürfen. Einfach überwältigend! Michelangelo’s Fresken erstrahlen seit der Restaurierung in neuem Glanz, und wie schon Goethe so trefflich zu sagen vermochte: „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag.“ Sixt

unser Foto vom Jüngsten Gericht ist leider nicht so gut, aber wir haben es auch heimlich fotografiert, ist nämlich strengstens verboten.

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Nach so viel Futter fürs Auge und Hirn, wurde es auch langsam Zeit unsere leeren Mägen zu füllen. Pizzeria Amalfi gleich um die Ecke verschafft Abhilfe. Da es schon spät am Nachmittag ist und nicht mehr lange zum Abendessen, entscheide ich mich für einen nicht weiter erwähnenswerten Salat, Stefan bestellt Baccalà Marinato und wird nicht enttäuscht; der marinierte Kabeljau mit Tomaten, Oliven und Kapern schmeckt wirklich sehr gut.bacala
Weiter geht es über die Via Cola die Rienzo, der Haupteinkaufsmeile des Vatikan zur Piazza del Popolo, dann in eine der hübschesten Gasse Roms – Via Margutta. Sie läuft parallel zur Via del Babuino, bekannt für die unzähligen Designerboutiquen und wird daher von den meisten Touristen übersehen, was sehr schade ist, denn nur einige Schritte vom Trubel entfernt, befindet man sich hier in einer anderen Welt. Statt der bunten Schaufenster, gibt es hier viele Antiquitätenladen und oft kann man auch noch die Handwerker beim Restaurieren oder Bildhauen beobachten. margutta
Nur einen Steinwurf entfernt – die Spanische Treppe. Aber zu unserer Überraschung diesmal ohne die Massen an Touristen,  die 138 Stufen werden zur Zeit saniert.spagna
Rom wäre aber nicht Rom ohne die wunderbare Welt der Mode, und damit einhergehend die unzähligen Designerläden. Auf der illustren Via dei Condotti reiht sich Dior an Gucci, befindet sich Bulgari gegenüber von Cartier, und natürlich fehlen hier auch nicht alle anderen Highend-Labels wie Prada, Louis Vuitton und Armani, um nur einige zu nennen. Viele werben um diese Zeit mit „Saldi“, aber selbst bei Nachlässen von 50% bleibt diese Gegend ein äußerst teures Pflaster.condotti
 Weiter geht’s zum Pantheon und wir genießen endlich einen Aperitivo. Dieser wird in Rom immer mit einem kleinen Snack zelebriert.  Man sitzt an einem der vielen Plätze und sieht mit etwas Glück aus erster Reihe fußfrei dem bunten Treiben zu: besser als Kino! Viele Italienerinnen führen hier die neuesten Modetrends vor (heuer sehr angesagt: Stroh-Hüte, übrigens auch für etwas mutigere Männer), Touristen schleppen ihre vollen Einkaufssackerl nach erfolgreichem Shopping zurück ins Hotel, geführte Touristengruppen sammeln sich vor hochgehaltenen Schirmen,  Kellner werben um Gäste und Strassenverkäufer versuchen ihre Ware an den Mann zu bringen. Immer wieder ein Erlebnis.pantheon
Es ist spät geworden und somit Zeit fürs Abendessen. Heute in der „Osteria dell‘ Gallo“:  marinierte Anchovis und Bruschetta mit Mini Oktopus machen den Anfang, danach gibt’s Meeresfrüchte Spaghetti für Stefan und Tagliata für mich. Beides ok, aber bei weitem nicht so exzellent wie am Vortag bei „Francesco“. Bei Rotwein und Pecorino lassen wir den Abend ausklingen.anchovismuschelntagliata

Roma

Wir haben endlich mal wieder Urlaub! Ganz schön lange ist es her, dass wir verreist sind und deshalb freuen wir uns nun umso mehr darüber, dass wir ein paar Tage in Rom verbringen können. Die ewige Stadt ist uns nicht fremd, wir sind immer mal wieder hier, um gut zu essen, das Dolce Far‘ Niente zu genießen und natürlich auch ein bisserl zu shoppen.

Gestern sind wir in Trastevere gelandet, einem Stadtteil von Rom, der jenseits des Tibers liegt, was schon der Name verrät.. Darüber hinaus ist es trotz immer größerer Beliebtheit bei Touristen immer noch eine recht ursprüngliche Ecke der Stadt geblieben und wenn man von den Touristenpfaden mal links oder rechts abbiegt, eröffnen sich einem ganz wundervoll idyllische kleine Plätze und Gassen.

Selbstverständlich gab es da auch den ersten echten italienischen Espresso für uns…

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Im Herzen des Viertels befindet sich eine der ältesten und meines Erachtens auch eine der schönsten Kirchen Roms, die Basilica di Santa Maria in Trastevere, berühmt für ihre Mosaike aus dem 12. und 13. Jahhundert.

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Gegen Abend zog es uns dann wieder Richtung Hotel und Piazza Navona, wo wir im Da Francesco vorzüglichst gespeist haben: als Primo Piatto eine kleine Portion handgemachte Tagliatelle Cacio e Pepe (mit Pecorino und Pfeffer) für Stefan und Miesmuscheln für mich, danach hatte Stefan eine Tagliata (aufgeschnittenes Rindersteak) auf Ruccola und für mich gab’s lang ersehnte gebratene Steinpilze. Auf eine Nachspeise haben wir verzichtet.IMG_3252IMG_3253IMG_3255IMG_3254