Sun Rocks

Wir haben uns für ein Hotel in Firostefani entschieden, einem kleinen Ort nur einen kurzen Spaziergang von  Thira entfernt. So sind wir weit genug vom Trubel der Hauptstadt entfernt, können sie aber jederzeit gemütlich zu Fuß über einen romantischen Weg erreichen. Das Sun Rocks hat uns schon bei unserem letzten Aufenthalt sehr gut gefallen, also haben wir es wieder gebucht – und nicht bereut. Es zieht sich sehr malerisch den Hang entlang und ist ganz puristisch in weiß und blau/grau gehalten. So wie bei den meisten anderen Hotels ist auch der Eingang des Sun Rocks eher unscheinbar, einfach nur ein kleines Gatter, das lediglich den Blick auf einen Haufen Treppen frei gibt. Auch sonst besteht das Hotel hauptsächlich aus Treppen, wohin man blickt nichts als Stiegen, rauf und runter.IMG_5211IMG_5525IMG_5513IMG_5523IMG_5527IMG_5538IMG_5537IMG_5558IMG_5539IMG_5184

Die Suiten sind auch alle sehr minimalistisch eingerichtet, haben eine gute Größe mit Wohn- und Schlafbereich, sowie eine großzügige Terrasse und bieten wunderbare Aussichten auf die Caldera und das Meer. Einzig der Stauraum könnte etwas üppiger ausfallen, ein paar kleine Schubladen und Kleiderhaken reichen für eine Woche kaum aus, vor allem nicht im Herbst, wo man auch wärmere Sachen mitnehmen muss. Die Matratze könnte auch etwas weicher sein; für jemanden mit 90kg ist sie sicher perfekt, wiegt man aber nur die Hälfte spürt man nach ein paar Nächten jeden einzelnen Knochen. Ein Topper würde hier wirklich Wunder bewirken!IMG_5564IMG_5147IMG_5159IMG_5146IMG_5561IMG_5569

Frühstück gab’s natürlich auch – und zwar reichlich. Leider kein Buffet, dafür kann man aber aus verschiedensten Speisen wählen und diese entweder im luftigen Frühstücksraum, der allgemeinen Terrasse oder in seinen eigenen Räumlichkeiten zu sich nehmen. Ganz besonders lecker fanden wir das griechische Frühstück mit einer Auswahl an heimischen Schaf- und Ziegenkäsesorten, Omeletts, Mehlspeisen, Obst & Würstchen.IMG_5193IMG_5182

Einfach traumhaft!

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Vulcano

Obwohl wir uns schon bei unserem letzten Urlaub auf Santorini vor ein paar Jahren den Vulkan angesehen haben, wollten wir auch diesmal wieder eine Bootsfahrt machen. Also machten wir uns auf den Weg zum alten Hafen in Thira, den man entweder zu Fuß über einen steilen Serpentinenweg erreichen kann, oder auf dem Rücken eines Esels oder aber ganz bequem mit der Seilbahn, einem österreichischen Qualitätsprodukt von Doppelmayr.IMG_5576IMG_5587IMG_5598Nach einer kurzen Bootsfahrt auf einem alten Holzsegler erreichen wir die kleine Nachbarinsel und beginnen unseren Aufstieg. Wir finden uns in einer kargen Mondlandschaft wieder, die Sonne knallt mit voller Kraft auf die schwarzen Felsen runter und im Schweiße unsres Angesichts quälen wir uns bis zum Gipfel rauf – und wieder runter. Teilweise kann man es noch richtig rauchen sehen und an einigen Stellen riecht es ziemlich verdächtig nach Schwefel – da brodelt wirklich noch was unter der Erde.IMG_5608IMG_5621IMG_5651IMG_5638IMG_5660Nächster Stop sind die heißen Quellen auf Palea Kameni, die man auch sehr gut vom Boot ausmachen kann, das blaue Wasser färbt sich durch die vulkanischen Sedimente auffällig braun und die Temperatur des Wassers steigt von 19°C auf 30°C. Es ist natürlich eine Riesenattraktion für die Touristen vom Boot aus zu den warmen Quellen zu schwimmen.IMG_5674

Ein wirklich schöner, aber sehr anstrengender Ausflug. Daher entscheiden wir uns wieder zurück auf Santorini für eine Massage und etwas Ruhe am Pool.

 

 

 

Der Süden

Gestern haben wir den Norden der Insel erkundet und heute haben wir uns den Süden vorgenommen. Wir sind an alten Windmühlen vorbei über Perivolos nach Perissa gefahren, wo wir unsere Zehen ins Meer gesteckt haben. Santorini ist bekannt für den schwarzen Sand vulkanischen Ursprungs, der an den meisten Stränden vorzufinden ist. Natürlich haben wir dort auch eine Kleinigkeit gegessen: Oktopussalat und gegrillten Feta, letzterer war sehr gut, Oktopus hatte noch etwas zu viel Biss, um nicht zu sagen er war richtig zäh.

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Schließlich sind wir bis zum südwestlichsten Zipfel der Insel gefahren, wo sich ein toller Leuchtturm befindet.

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Ohja, ein Imbiss in Oía!

Nur ganz kurz, damit ihr nicht den Eindruck bekommt, ich schweife vom Thema „Essen“ dieses Blogs ab oder – noch schlimmer – ihr vielleicht glaubt, wir bekämen hier nix zu essen: wir waren ja heute mit dem Quad Moped in Oía. Dort ist sich ein kleiner Imbiss ausgegangen. Wir haben ja schon wieder so viele Stiegen bewältigen müssen…

wpid-20151013_151322.jpgHeute hat ein Oktopus (bestenfalls ein Achtel eines Oktopusses) geschmort in Vinsanto, mit Zwiebel (Schalotten?) und Oliven in Paradeissauce (= Tomatensoße) dran glauben müssen. War wunderbar, die Oliven (natürlich schwarze Kalamata-Oliven) haben unerwartet gut zu der sonst dem Stifado ähnlichen Speise gepasst!
wpid-20151013_153127.jpgDas hat nicht gereicht, also haben wir noch eine gegrillte Melanzani mit Knoblauch (erwähnenswert, war nämlich reichlich drin‘) und Feta sowie Kapern draufgelegt. Auch sehr lecker!

Quadsch

So ein Quadsch. Wir wollten heute etwas mobiler werden. Üblicherweise mieten wir uns auf griechischen Inseln ja ein Moped und erkunden so jeden Winkel (, der uns interessiert – kein Zwang auf Vollständigkeit). Nachdem Mirjam vor einigen Monaten schlechte Erfahrungen auf ihrem motorisierten einspurigen Kraftfahrzeug gemacht hat (Umfall), war es ihr lieber, wir nehmen diesmal ein Quad (gesprochen: Kwod). Also ein Fahrzeug mit vier Rädern, zweispurig, mit geringerer Umfallwahrscheinlichkeit. Ich fahre. Also, gefunden haben wir sowas sofort. Es gibt einge Verleiher, die nur PKWs führen, aber die meisten haben eine große Auswahl an Mopeds, Quads und Strandbuggys. Also nehmen wir ein Quad. Falls es uns nicht gefällt, können wir jederzeit wechseln. Morgen zum Beispiel, dachten wir.
Wir sind losgefahren und mir war das von Anfang an unheimlich. Lenken muss man wie ein Muskelprotz, die Arme weit auseinander und dann eher drücken bzw. ziehen, damit das Ding Kurven fährt. Und dass das mit dem Hineinlehnen in die Kurven nix ist, war eh klar, aber dass es sich so bescheiden fahren lässt, hab ich mir nicht gedacht. Wir haben also nach ein paar Metern gleich wieder gebremst. Dann sind wir zu einem Parkplatz üben gefahren und haben dort entschieden, dass wir sofort gegen ein Moped tauschen werden. Gesagt getan.
Mit dem 125ccm Plastikmoped sind wir heute wunderbar vorangekommen und waren unter anderem in Oía. Mirjam wird euch berichten.

Oía

Heute haben wir uns einen fahrbaren Untersatz besorgt – zunächst haben wir uns für ein Quad entschieden, aber nach den ersten paar Übungsrunden am Parkplatz war uns klar, dass wir damit nicht die nächsten Tage rumgurken möchten. Sehr gewöhnungsbedürftig, so ein Ding und wenn man länger unterwegs ist, bekommt man wahrscheinlich einen Krampf im rechten Daumen (damit betätigt man nämlich das Gas). Also zurück zum Verleih und eintauschen gegen das einzig wahre Fahrzeug für eine griechische Insel – ein Moped.

Endlich korrekt motorisiert, ging’s dann Richtung Norden nach Oía zum Mittagessen. Oía ist ein kleiner bezaubernder Ort, dessen Häuschen früher die traditionellen Behausungen der Seeleute waren und wie Höhlen in den Kraterrand gebaut wurden. Diese wechseln sich mit blaubekuppelten Kirchen entlang der engen Gassen ab. Schon lange wohnen hier keine Seeleute mehr; in die weiß getünchten Häuser sind Hotels, Tavernen und jede Menge  Läden eingezogen, die die Unmenge an Touristenscharen, die sich hier tagtäglich durch die malerischen Gassen  drängeln, verköstigen und mit Souvenirs versorgen sollen.IMG_5318IMG_5279IMG_5332IMG_5338IMG_5331IMG_5334IMG_5324IMG_5293

Jetzt in der Nachsaison ist weit weniger los, einige asiatische Touristengruppen sind immer noch anzutreffen, aber sonst ist es eherruhig und man kann gemächlich entlang der Kraterrandgasse spazieren und die herrliche Aussicht genießen. Als dann doch noch der allabendliche Ansturm zum Sonnenuntergang anbricht, verabschieden wir uns von Oía und fahren zurück in unser Hotel. Wir sind überzeugt, dass die Aussicht von unserer Terrasse mindestens so toll ist, wie von Oía aus, aber hier haben wir den Sonnenuntergang ganz für uns alleine….wpid-20151012_183202.jpg

194 Stufen

wpid-20151011_152632.jpgWomit verbringen wir – gefühltermaßen – die meiste Zeit? Stufensteigen! Diese Insel ist nur für Geländegängige! Die Wege schmiegen sich entlang der steil abfallenden Küste. An sich schön zu gehen und der Ausblick ist durchgehend wunderbar, es ist ein ständiges auf und ab und hält fit.

wpid-20151012_155159.jpgAlleine um vom Hotelzimmer zum Ausgang (des Hotels) zu gelangen sind 194 Stufen zu bewältigen. Da überlegt man sich genau, was man mitnimmt. Ein Zurück, um schnell den Fotoapparat zu holen, den man vergessen hat, kommt eigentlich nicht in Frage.

wpid-20151011_170214.jpgAm ersten Abend sind wir nach Thira gewandert. Im Hafen tummeln sich zahlreiche Schiffe. Ausflugsboote vom und zum Vulkan, Beiboote zu großen Kreuzfahrtschiffen, die hier Station machen und unzählige Gäste an Land bringen bzw. wieder abholen. Der Aufstieg vom Hafen ist langwierig, man kann sich von einem Esel tragen lassen, aber es gibt auch eine Gondel als Alternative.wpid-20151011_165848.jpg

Griechischer Snack

Am ersten Urlaubstag sind wir entlang des Wanderweges zur nächsten Stadt nach Imerovigli spaziert. Das klingt leichter als es ist. Der Weg schlängelt sich entlang des Hanges und man muss zahlreiche Stufen bewältigen.

Dort angekommen haben wir uns einen Snack verdient. Gegrillter Oktopus und griechischer Salat.

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Beim griechischen Salat habe ich leider vor den Fotos schon zugeschlagen, daher wirkt der Feta etwas abgekiefelt und der Kern einer Olive zeugt auch davon…
Der Oktopus war wirklich lecker. Frisch gegrillt, mit einer Marinade aus Honig und Balsamico-Reduktion.

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In der Küche hat es gebrodelt und gut geduftet.

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Sehr authentisch… Natürlich war das nicht unser letzter Schmaus auf der Insel, also schaut wieder vorbei!

Urlaub – endlich!

Endlich ist es wieder soweit – wir haben Urlaub! Diesmal haben wir uns Santorini als Ziel auserwählt und genießen hier noch ein paar letzte Sonnenstrahlen, bevor bei uns zu Hause der Winter so richtig losgeht.

Santorini gehört zu den südlichen Kykladen und ist das Überbleibsel eines heute immer noch aktiven Vulkans. Die ringförmig angeordneten Inseln Santorini, Asponis und Thirasia bilden den Rand einer vom Meer gefluteten Caldera.IMG_5223

Wir sind gestern angereist und die Insel zeigt sich wettertechnisch nicht gerade von der besten Seite. Schon am Flughafen erwartet uns eine ziemlich steife Brise, dazu bewölkter Himmel, aber unschlagbare 29° Celsius. IMG_5234Santorini ist wunderschön – an den felsigen Klippen schmiegen sich die kleinen Ortschaften mit ihren weiß getünchten Häusern an die Felsen. Ein Gewirr aus  unzähligen Stufen und Wegen, das immer mal wieder den Blick auf das Meer freigibt.IMG_5231

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