Ein großartiges kroatisches Sommergrillfest!

Autostrecke RückfahrtAuf dem Weg von Šibenik nach Wien (direkte Fahrzeit wäre ca. 7 1/2 Stunden) haben wir einen Tag Pause bei Mirjams Verwandten in Gradiščak eingelegt. Dort wurden wir sofort mit Suppe und Speckjause (vom selbstgezüchteten Schwein) empfangen. Alles war vorbereitet, obwohl gar nicht sicher war, dass wir am Rückweg vorbeischauen. Auch das Schmalz, das nach typisch lokaler Zubereitung hergestellt wurde, ist eine Erwähnung wert: es wird nämlich der Schweinespeck leicht geräuchert und dann faschiert und nicht ausgekocht, so wie es bei uns üblich ist. Es ist daher noch feinfasrig bzw. etwas fester aber sehr fein vom Geschmack!

Den Sardis in Gradiščak war klar, dass wir nach einer Woche am Meer wieder etwas G’scheites zu essen brauchen (haben sie gemeint) und so haben sie auch Zutaten für ein Grillfest vorbereitet gehabt.

Wir sind in den Vinograd (Weingarten) gefahren, schließlich haben die meisten einen eigenen kleinen feinen Weingarten und kultivieren dort eigene Reben, mit denen sie auch schon lokale Preise und Auszeichnungen erzielen konnten.

Panorama des Weingartens

Panorama des Weingartens

Zvonko war bei unserer Ankunft schon am Vorheizen des Steingrills:

zvonko_vorherSeine Empfehlung: ein Steingrill ist der beste Griller, vor allem, wenn er aus Schamott ist (dieser hier ist aus Beton). Und mit Holz befeuern, nicht mit Holzkohle oder Briketts. Dann wird’s am besten.

Das Ergebnis spricht jedenfalls für sich!

Hühnerflügerl, Ćevapčići, das Bauchfleisch vom Schwein und die marinierten Zucchini waren ausgezeichnet. Mirjam hat’s auch sehr gut geschmeckt, weil das Grillgut nicht so rauchig und intensiv nach Gegrilltem geschmeckt hat, sondern nur einen sanften Grillton hatte.

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Ein paar „Gemischte“ („weißer Spritzer“) haben das Erlebnis abgerundet.

Šibenik

Nach einer Woche auf See freuten wir uns dann schon auch wieder auf festen Boden unter unseren Füßen. Wir sind daher nach dem Besuch der Krka Wasserfälle noch nach Šibenik gefahren, um uns die Stadt anzusehen und noch einen netten letzten Abend zu verbringen. Eingebucht haben wir uns in ein nettes kleines Hotel, unweit des Stadtzentrums.

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Erster Stopp in der Stadt war klarer Weise ein Restaurant, wo wir ganz herrliches schwarzes Risotto, Bouillabaisse und natürlich Muscheln gegessen haben.

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Aber danach gab’s auch keine Ausreden mehr – jetzt stand mal etwas Kultur am Tagesprogramm. Šibenik ist eine mittelalterliche Stadt, die sich sehr schön der Topographie anpasst und den Hang entlang erstreckt. Die Altstadt besteht aus einem Labyrinth an engen Gassen und pittoresken Treppen – etwas Kondition braucht man für die Stadtbesichtigung daher schon. Wir schlendern durch die Gassen, besichtigen den Dom, finden uns zufällig in einem wunderhübschen mittelalterlichen Klostergarten wieder und verbringen so die Stunden bis zum Abendessen. IMG_4540IMG_4595IMG_4588IMG_4607IMG_4609IMG_4598IMG_4573IMG_4568IMG_4643

Leider erwischt uns noch ein Regenschauer als wir gerade unseren Aperitiv schlürfen, woraufhin wir uns schnell ein überdachtes Restaurant suchen und in einem sehr urigen Lokal landen, wo wir sehr herzlich empfangen werden. Gegessen haben wir ausgesprochen gut, der Wolfsbarsch war der beste der ganzen Woche, nicht vom Grill, was ich eh nicht so sehr mag, sondern aus der Pfanne und daher überaus saftig und g’schmackig.IMG_4638IMG_4635IMG_4636

…und zu guter Letzt werden wir auch noch mit einem Feuerwerk verabschiedet.IMG_2604

Krka Fälle

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Wir sind am Freitag Nachmittag nach einem kurzen Tankstopp bei Šibenik in der Heimatmarina des Boots in Skradin angekommen. Die  Nacht auf Samstag haben wir noch am Schiff verbracht.

Skradin ist bekannt, weil es der Startpunkt für die Besichtigungsfahrten zum Nationalpark Krka und den berühmten Wasserfällen ist.

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IMG_4217Das Boot für den Transfern zum Nationalpark fährt stündlich und bringt uns in ca. 15-20 Minuten in die Nähe der Wasserfälle.

IMG_4250Die ganze Anlage ist sehr schön gestaltet, man wandert auf einem festen Steg durch die Anlage, kann die Wasserfälle bewundern und einzelne erhaltene Anlagen besichtigen, wie zum Beispiel die weltweit zweite Wechselstromturbine, entwickelt von Nikola Tesla, die hier in Betrieb war.

IMG_4310Oder eine alte, authentisch erhaltene Schmiede:

IMG_4346Aber nun wieder zurück zu den Wasserfällen:

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IMG_4388Auch zahlreiche Fische haben hier ein gutes Leben.

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Žirje

IMG_4174Die letzten beiden Tage unseres Segeltörns lag unser Boot in einer Bucht bei Žirje, der südlichsten Kornateninsel. Es war zu stürmisch, um wieder weiter raus aufs Meer zu fahren und in der Bucht war es zumindest windgeschützt. Nach der langen Überfahrt zwei Tage zuvor von Telascica war keiner von uns besonders erpicht auf die raue See. So genossen wir etwas Ruhe und Sonne bevor wir dann gestern von Žirje wieder nach Skradin, unseren Heimathafen gefahren sind.IMG_4131IMG_4120IMG_4141

Fische füttern…

Die Aussage „Fische füttern“ bedeutet ja in der Seglerfachsprache, dass man sich über die Railing beugt und Nahrung an die Fische übergibt, die man vorher selbst eingenommen hat. Bisher ging’s mir gut beim Segeln, alles kein Problem. Ganz im Gegenteil: große Freude. Je mehr das Meer über’s Boot sprüht oder Wellen gegen das Boot schlagen. Aber gestern sind wir von Telascica zur Insel Zirje gesegelt, mit Windstärken bis 25 kts, Kreuzwellen und das bei Vollgas. Mehrere Stunden. Ungut.

Unmittelbar habe ich keine Aufnahme machen können, aber eine jugendfreie Version haben wir heute für euch nachgestellt:

 

Krsovica auf Dugi Otok

IMG_2534Auf unseren Reisen durch die kroatische Adria wurde uns ein Platzerl mehrfach empfohlen: „Fahrts zum Hippi, das ist super dort. Wir schauen sicher auch dort hin„, hat gleich am ersten Abend ein Kundiger am Nachbarschiff gemeint, den wir um Empfehlungen gebeten haben.

OK, diese Beschreibung war etwas ungenau, aber die Bucht hat er uns zeigen können. Und ein paar Tage später haben wir tatsächlich das Bojenfeld angesteuert und uns an eine Boje gehängt. Mit dem Dingi sind wir schon am Nachmittag zur Konoba Krsovica an Land gefahren. Es ist die einzige Konoba in dieser Bucht im Naturpark Telašćica und nicht zu verfehlen.

Nach einer Speisekarte fragt man umsonst. Es gibt, was heute gefangen wurde bzw. was verfügbar ist: frische Fische (Goldbrasse, Wolfsbarsch; wir haben beim Einholen der Netze selbst zugesehen), Oktopus-Salat, Lamm, Rib Eye Steak und Mangold als Beilage. Das Meiste vom Grill. Oberhalb vom Restaurant ist ein kleiner Garten und ein Hühnerstall für die Eier. Der Garten scheint auszureichen, um das Restaurant mit Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern zu versorgen.

Am Abend hat uns Co-Skipper Flo mit dem Dingi zum Abendessen hingeschippert.

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IMG_2526 Das Essen war wirklich hervorragend. Wir haben uns mit Genuss die Bäuche vollgeschlagen. Schließlich war es die einzige Mahlzeit (abgesehen vom Frühstück) an diesem Tag.

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IMG_2549Bei ein paar Bier oder Wein haben wir am Abend den Sonnenuntergang und den Ausblick auf unser Boot und die Bucht genossen.

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Telašćica

Mit der Marina in Murter hatten wir richtig Glück, endlich mal keine grölenden Österreicher im Boot nebenan. Demnach sind wir heute Morgen nach einer geruhsamen Nacht ziemlich zeitig aufgebrochen und Richtung Kornaten gesegelt, um dann in einer Bucht in Telašćica an einer Boje festzumachen. Telašćica ist ein Naturpark, der sich an der südöstlichen Spitze der Insel Dugi Otok befindet und im Süden an die Kornaten grenzt. Den Nachmittag verbringen wir mit Dinghi wassern, baden und Stefan natürlich mit funken (darüber gibt es dann aber sicher noch einen umfassenderen Bericht).IMG_3889IMG_3918IMG_3926IMG_4024IMG_4092

Ganz besondere Freude hatten wir mit dem Eis – Boot, das plötzlich in unserer Bucht aufgetaucht ist…IMG_3973

 

Murter

Gestern haben wir zu Mittag Vodice verlassen und sind dann Richtung Norden an vielen kleinen Inseln vorbei nach Murter gesegelt. Der Wind war genau richtig und das Wetter fast gut, sodass wir recht zügig voran gekommen sind. Mit Motor durch die Gegend zu schippern macht schon Spaß, aber segeln ist dann doch noch mal ganz was anderes – plötzlich ist es ganz ruhig und die wunderschöne Umgebung zieht an einem vorbei. Das entschädigt Einen dann schon für jedwede Einschränkungen an Platz und Komfort. IMG_3863IMG_3733

Als es dann Zeit für’s Abendessen wurde, sind wir einer Empfehlung gefolgt und waren in dem kleinen Örtchen Murter, dem Hauptort der gleichnamigen Insel, in der Konoba Boba – und es war ganz vortrefflich. Sehr gutes Essen und toller Service. Für uns gab es zum wiederholten Mal Muscheln, diesmal in Weißweinsauce, gefolgt von einem Black Angus Steak für Stefan und einem Goldbrasserl für mich.IMG_2519IMG_2523IMG_2522

 

Wir segeln!

Hurra! Heute haben wir erstmals die Segel gehisst! Wir sind nach Murter zur Marina Hramina gesegelt.

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Ich habe auch die Rolle als Steuermann geübt. Macht mächtig Spaß und ist sehr interessant, ein bißerl ein Gefühl für das Boot zu bekommen…

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Harrr!!!

Unser Navigator Bernd hat den Kurs berechnet, der Skipper Flo hat’s geprüft:

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Bei der Einfahrt zur Marina hat unser Skipper den Funkkontakt hergestellt (Foto nachgestellt 😉 ):

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Frühstück an Bord

Mittlerweile habe ich mich (Stefan) an die Größenordnungen am Boot gewohnt, das Schlafen hat bei mir Dank Oropax und Gin-Tonic wunderbar funktioniert. Wir liegen hier auch sehr ruhig in der Marina und haben vom Wind draußen nicht viel mitbekommen, außer dass wir vor dem Abendessen beobachtet haben, wie die Wellen gegen die Hafenmauern schlagen.

Auf das Frühstück habe ich mich schon gefreut:

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Unser Skipper Florian ist gerade bei den Offiziellen in der Marina alles für’s Ablegen vorzubereiten und dann geht’s weiter. Wie man unseren Zielort genau schreibt, ist mir immer noch nicht klar, also verfolgt uns selbst:

http://bit.ly/scs-8w

 

Sehr gewöhnungsbedürftig so eine Nacht an Bord…

Eigentlich ist es wie Campen: man fragt sich die ganze Zeit, warum zum Teufel man sich so was antut, wo es doch schließlich unzählige wunderschöne Hotels um die Ecke gibt. Auf dem Boot ist es nämlich total ungemütlich: die Kajüten sind sehr eng, die Luft stickig und das ständige Geschaukel macht’s nicht gerade viel besser. Außerdem steht in so einer Marina ein Boot neben dem anderen; dementsprechend bekommt man auch alles mit, was auf den Nachbarbooten so vor sich geht – und das ist so Einiges: Streitereien über die Ausgaben der Bordkassa, lautstarke Volksmusik, nicht ordentlich verzurrte Taue, die ununterbrochen gegen einen Masten schlagen und natürlich auch jegliches Schnarchen Mitreisender. Neben des sehr begrenzten Platzangebotes eigentlich bei weitem das Schlimmste. Aber zum Glück gibt‘s Oropax  – und das verhilft uns doch noch zu etwas Schlaf.

Heute ist das Wetter leider nicht ganz so wie bestellt – sehr bewölkt und weit windiger als uns lieb ist. Wir schippern daher gemütlich die Krka entlang bis ans Meer und danach weiter zu einer etwas geschützteren Bucht, wo wir ankern und einen kurzen Badestop einlegen. Für mich ist es definitv viel zu kalt zum Baden – brrrrrr, vielleicht ein andermal. IMG_3733

Es gibt Gewitterwarnung für den Abend, daher ändern wir kurzerhand unsere Pläne und fahren nach Vodice in die Marina, wo wir nach einem sehr schwierigen Einparkmanöver und einem klitzekleinen Busara mit einem anderen Boot letztendlich doch noch sicher anlegen. Das macht uns für 15 Minuten zu Hauptattraktion in der Marina. Ich setzte die Sonnenbrille auf und ziehe mir das Kapperl etwas weiter in Gesicht – nicht, dass mich auch noch wer kennt;-)

Auf den Schock hin hilft nur eins – Essen. Während der Rest der Mannschaft Mittagsschläfchen hält oder Vodka – Red Bull tankt, machen Stefan und ich uns auf den Weg in den Ort und finden das perfekte Essen für den Anlaß – Vongole Buzzara, Venusmuscheln in einer Sauce aus Olivenöl, Knoblauch, etwas Wurzelgemüse und Tomaten – unübertrefflich! Es schmeckt so hervorragend, dass wir auch noch Miesmuscheln Buzara bestellen und auch diese Portion ist im Handumdrehen verputzt.IMG_3753IMG_3765

 

Segeln in Kroatien

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Wir sind wieder unterwegs – diesmal sind wir segeln in Kroatien. Los geht’s in Skradin, in der Nähe von Šibenik. Wir sind mit Freunden unterwegs, die allesamt erfahrene Segler sind. Für Stefan und mich ist es der erste Segeltörn und wir sind sehr gespannt darauf.

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Skradin liegt ein paar Kilometer landeinwärts von Šibenik entfernt an der Krka und ist ein geruhsames kleines Örtchen, das hauptsächlich aus der Marina und ein paar Lokalen besteht. Viel gibt’s nicht zu sehen außer eine Menge Segelbooten und Schwänen.

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Es gibt viel zu tun – das Boot muß übernommen werden, das Gepäck eingeladen und die Einkäufe getätigt und verstaut werden. Wir füllen im Supermarkt drei Einkaufswagerl mit Wasser, Bier und ein paar Lebensmitteln, der Skipper macht die Bootsübergabe und dann gehen wir noch gemütlich Essen.

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