Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Selbstversorger – Villa

Im Mietpreis unseres Ferienhauses ist auch ein Koch mit inbegriffen, sprich wir sind „Selbstversorger“.  Damit wir hier nicht verhungern müssen, waren wir am Anfang unsres Aufenthalts ein paar Lebensmittel einkaufen. Unser Koch und Haushälter ist ein junger Balinese namens Agus, der täglich ganz tolle, abwechslungsreiche Gerichte für uns gezaubert hat. Es war jedes Mal köstlich, egal ob Hühnercurry, Mahi Mahi Spießchen oder der Barracuda in würziger Sauce. Letzterer wurde uns von „fahrenden“ Fischhändlern sogar an die Tür gebracht. wp-1476541657667.jpgwp-1476541722266.jpgwp-1476541942542.jpgwp-1476542018612.jpgwp-1476542310257.jpg

 

 

Candikuning

Candiku-wie? Nicht ganz leicht zu merken, der Name des kleinen Dorfes an der Westseite des Bratan -Sees. Bekannt ist der Ort für seinen Markt und so kaufen auch wir etwas Gemüse fürs Abendessen, vergessen aber zu handeln und bezahlen so wahrscheinlich ein vielfaches des wirklichen Preises.img_0593img_0596img_0594img_0604

Mopedausflug

Gestern haben wir uns ein Moped ausgeborgt. 7 Euro pro Tag (24h: Mittag bis Mittag) sind ein fairer Preis.

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Wir sind mal die Küstenstraße nordwärts gefahren, an ein paar Nobelhotels vorbei, haben den Anlegeplatz der kleinen Fischerboote in Pak Nam Pram gesehen und sind dann im Ort Pranburi gelandet.

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Die zum Trocknen ausgelegten Tintenfische riechen übrigens genauso, wie man’s sich vorstellt. Das entspricht wohl mal eher nicht dem europäischen Geschmack.

In Pranburi kann man wunderbar für den täglichen Gebrauch einkaufen. Es gibt einen Seven Eleven (Supermarkt), einen Fischmarkt, einen Markt für Lebensmittel aller Art, viele Standln und auch viel Ramsch. Da ja momentan Songkran-Zeit ist und in Pak Nam Bran Songkran 5 Tage später gefeiert wird (wieso konnten wir nicht in Erfahrung bringen, das war scheinbar „schon immer so“), haben in den Geschäften natürlich noch reichlich Hawaii-Hemden, Masken zum Verkleiden und Spritzpistolen Saison. Wir haben dort einen Schwimmreifen für’s Meer erstanden.

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Beachtet, als wer/was man sich hier verkleiden kann.

Auf der Rückfahrt haben wir ein paar „Speed Cameras“ passiert, die auf 25 km/h eingestellt sind. Damit hab‘ ich nicht gerechnet. Ich hab‘ kurz auf unseren Tacho geschaut, der hat 40 km/h angezeigt. Der Polizist, der dort gestanden ist, hat damit aber offensichtlich kein Problem, er hat wohl eher lachen müssen, weil wir mit einem aufgeblasenen Schwimmreifen am Moped (als Touristen) unterwegs waren und hat freundlich gegrüßt, als wir bei ihm vorbeigerast sind.

Da auch das Personal beim Hotel unsere Ankunft recht witzig gefunden haben dürfte, haben wir ihnen eine Videokamera in die Hand gedrückt und sie gebeten, uns zu filmen. Das ist jetzt natürlich eine gestellte Szene, aber authentisch genug, um sie hier zu posten:

Der Herr Security hat auch zur Sicherheit noch seinen Fingerabdruck ins Bild gerückt.

Kleiner Supermarkt in Thailand

In unserem Ort gibt es 5 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt einen kleinen Supermarkt. Um euch einen Eindruck zu geben, wie ein moderner Greißler in Thailand aussieht und was sie anbieten, habe ich ein kurzes Video gemacht. Hier werden vor allem fertige (abgepackte) Produkte verkauft. Obst und Gemüse kauft man eher an kleinen Ständen, die seitlich der Straßen zu finden sind. Natürlich gibt es auch große Supermärkte in InterSpar bzw. Metro-Größenordnung. Dort bekommt man dann auch wirklich alles.

 

Ching CHANG Chung

Chang heißt „Elefant“ und ist ein häufig benutztes Wort in Thailand. Es ist aber auch der Name einer der thailändischen Biermarken. Meiner Lieblingsmarke. Auch obwohl viel diskutiert wird, dass Singha für manche das bessere Bier wäre, gibt es eben Geschmacksunterschiede.

Also waren wir im Supermarkt etwas für unseren Bungalow für den Abend einkaufen. Und eben auch zwei Chang.

Da ab übermorgen in Thailand das neue Jahr gefeiert wird, veranstalten offenbar viele Firmen Werbeaktionen.

Wir haben durch den Kauf der zwei Chang an einer Verlosung teilgenommen und jeder ein Chang T-Shirt gewonnen. Damit verbunden war ein Foto, das vermutlich nun von der Firma Chang zu Werbezwecken verwendet werden kann. Egal, wir haben auch zwei Fotos von uns gemacht.

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Bangkok – Tag 1: Siam Square

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Herrlich geschlafen. Das Wetter ist bilderbuchreif – strahlend blauer Himmel und recht heiß.

Dies ist nicht unser erster Bangkok Aufenthalt, das heißt wir haben die obligatorischen Sehenswürdigkeiten schon gesehen und haben uns für dieses Mal vorgenommen, spontan das zu machen, worauf  wir gerade Lust haben. Also frühstücken wir zunächst ganz gemütlich und beschließen dann, uns Richtung Siam Square aufzumachen. Das ist die Gegend rund um die Universität mit vielen kleinen Läden und Restaurants, aber auch Heimat einiger für Bangkok so typischen Shopping Malls.

Im Siam Paragon findet man alle Luxusmarken dieser Welt, namhafte Labels wie Prada, Gucci & Chanel reihen sich hier aneinander, haben jedoch eine sehr limitierte Auswahl und das durchwegs zu Preisen, die man bei uns auch bezahlt.

Was uns aber viel eher interessiert, ist das Sea Life Ocean World im Untergeschoß des Einkaufszentrums. Es soll eines der größten Asiens sein. Wir sind neugierig… und bekommen viele Meeresbewohner zu sehen. Es gibt sogar die Möglichkeit mit Haien zu tauchen und sie zu füttern… schien uns dann aber doch etwas zu aufregend.

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Für ist uns ist diese faszinieende Welt eine willkommene Abwechslung in all dem Trubel. Es ist auch beruhigend zu wissen, dass Sea Life eigene Aufzuchtprogramme für vom Aussterben bedrohte Tiere ins Leben gerufen hat, denn so schön der Aufenthalt im Ocean World auch ist, so furchtbar ist es , all die wunderbaren Tiere in Aquarien eingesperrt zu sehen.

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Wir begeben uns ein Stockwerk höher, und was da gerade noch so munter im Aquarium geschwommen ist, findet sich nun schön aufgereiht im Gourmet Market wieder 😉

 

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Gleich daneben, die Fleischabteilung mit richtig tollem Wagyu Beef – unglaublich, wie stark marmoriert dieses Fleisch ist, ganz hell und dicht durchzogen von feinen Fettstreifen.

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…wir haben genug  gesehen, nun wollen wir endlich auch was Leckeres auf dem Teller! Das ganze Erdgeschoß ist eine einzige Freßmeile – in Thailand hat sogar das Essen in den Malls einen guten Ruf, kein Junk wie man ihn bei uns bekommt, sondern  durchaus vernünftige Qualität. Das Beef Billion scheint eine gute Wahl; zugegeben wir haben uns hauptsächlich vom putzigen Logo leiten lassen – und essen dann doch kein Rind, sondern zum Auftakt ganz klassisch Tom Yam Gung und Morning Glory – sautierten Wasserspinat, schön würzig mit viel Chilli und Knoblauch. Das Herz lacht.

 

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Nach dieser kleinen Stärkung geht’s weiter ins MBK, riesige Mall mit vielen kleinen Ständen, wo man einfach alles bekommt. Wir suchen und finden eine Hülle für unser Pad,  wir schauen ewig weiter und kaufen zwei – drei T-Shirts, verlassen das MBK und flanieren zurück Siam Square . Inmitten all der Hektik ein kleiner Schrein: hier legen Thais ihre Opfergaben nieder, beten und gehen dann wieder ihrer Wege.

 

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Es ist früher Abend, geworden; wir erblicken das Som Tam Nua und wissen, es ist Zeit für einen kleinen Snack. Ich liebe Som Tam, den herrlich frischen Salat aus grüner Papaya und kann gar nicht genug davon bekommen. IMG_2239 Die unreife Frucht wird wie Gemüse in feine Julienne geschnitten und mit in Fischsauce marinierten Krebsen garniert. Man füge dann noch Limettensaft mit reichlich Chilli & Knoblauch hinzu und verfeinere das Ganze mit ein paar knackigen Erdnüssen und man erhält einen Teller voll Glückseligkeit. Es ist scharf und salzig zugleich, leicht säuerlich und schön nussig. Stefan entscheidet sich für Larb: faschiertes Schweinefleisch serviert auf Bananenblatt. Ich bin ja nicht so ein Schweinefleisch Fan, koste aber selsbstverständlich – und es schmeckt lecker, sehr lecker. Es sind auch kleine Stückchen Leber mit drinnen, die geben einen runden Geschmack und harmonieren wahnsinnig gut mit den frischen Koriander Stängeln; IMG_2249und ich kann Koriander sonst eigentlich gar nicht leiden. Wirklich sehr fein gespeist; wobei das Lokal schon etwas kurios war: vor dem Eingang befand sich eine Schlange wartender Leute mit Speisekarten in der Hand, die auch offensichtlich ihre Bestellungen abgaben. Wir dachten zunächst, wir müssten uns anstellen, stellten dann aber fest, dass im Lokal reichlich Platz vorhanden war und setzen uns ganz frech an einen unbesetzten Tisch. Woraufhin uns die Kellner auf Thai zu verstehen gaben, wir mögen doch auch bitte draußen warten…wir haben uns ein bisserl doof gestellt und siehe da, man ließ uns gewähren. Letztendlich haben wir das Konzept aber doch noch verstanden… also, man bestellt vor dem Lokal und wartet solange bis im Lokal das Essen auf dem Tisch steht und erst dann darf man rein… wir finden unsre Variante wesentlich gemütlicher und zu trinken gab es währen der Wartezeit für uns auch schon was ;-).

Wenn man in den Tropen ist, sollte man auf jeden Fall über Malaria Prophylaxe nachdenken. Wir haben uns lange den Kopf darüber zerbrochen und finden nach wie vor, es gibt nichts Wirkungsvolleres als Gin Tonic. Das darin enthaltene Chinin ist nachgewiesenermaßen ein hochwirksames Mittel gegen Malaria. Klarerweise würde es reichen, sich mit Tonic Water zu begnügen, aber hey, wo bleibt denn da der Spaß? Aus medizinischen Gründen empfehlen wir daher die tägliche Einnahme von Gin Tonic, vor dem Abendessen, nach dem Abendessen, dazwischen und gerne auch danach 🙂

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Ihr dachtet, wir hättet heute schon genug gegessen? Weit Gefehlt – am Heimweg bietet sich eine Garküche an und beschließen den Tag mit Grillhendl und Som Tam (zum zweiten Mal heute, ich ja erwähnt, wie gern ich es esse).

 

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