Guna Yala – Besuch eines indigenen Dorfes

In unserem Insel-Package sind auch Exkursionen enthalten. Darunter natürlich die schon von Stefan ausführlich beschriebenen Schnorchel-Ausflüge. die wir sehr genossen haben. Die Einheimischen sind aber auch bemüht, den Gästen ihre Kultur und Lebensweise etwas zu vermitteln. Wir durften zum Beispiel mit in ein Kuna Dorf auf einer der benachbarten Inseln. Man betritt die Insel über eine kleine Mole und steht dann auch schon mitten im Basketballfeld der hiesigen Mannschaft. Dahinter eine Schule, das Kongresshaus und ein paar Läden mit Waren für den täglichen Gebrauch. Die kleinen Hütten drängen sich auf dem Rest der Insel ziemlich dicht aufeinander. Hier ist auch kaum Platz für die sonst allgegenwärtigen Palmen. 

klar waren wir auch shoppen vor Ort..

Guna Yala, früher San Blas ist ein semi-autonomes Gebiet. Die Kuna haben sich der Unterwerfung durch die Zentralregierung Anfang des letzten Jahrhunderts widersetzt und 1925 in einem Aufstand, der Dule Revolution ihre Unabhängigkeit erkämpft. Um die tatsächliche Etablierung mussten die Indios aber noch jahrzehntelang warten. Viele der Frauen stellen in Heimarbeit sogenannte Molas her. Das sind Applikations-Stickereien, die auch die Trachten der Frauen schmücken und in vielen der Hütten auf den Inseln zu finden sind. In ganz Panama, aber durchaus auch in Kolumbien haben wir die Molas immer mal wieder gesehen. 

 

Die Reisfelder von Tegalalang

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Denkt man an Bali, denkt man an Reisfelder. Keine andere Landschaftsform verbindet man mehr mit der Insel der Götter, als die immer noch in mühseliger Handarbeit kultivierten, entlang der Hänge angelegten Reisterrassen. Die Balinesen nennen sie auch „Treppen zu den Göttern“.

So kommt es, dass jeder, der in Ubud weilt, sich auch die Reisfelder von Tegalagang ansieht. Keine zehn Autominuten vom Zentrum entfernt, eröffnet sich einem der Blick auf sattes Grün. Wie so viele andere „Sehenswürdigkeiten“ in Bali, werden auch diese kommerziell komplett ausgeschlachtet. Man zahlt fürs Parken, dann den Eintritt für die Reisfelder, danach die unvermeidbaren Standln links und rechts der Straße, wer eine Führung möchte, wird natürlich auch zur Kassa gebeten. Immerhin ist das Fotografiern noch kostenlos – noch, denn wir haben andernorts auch schon erlebt, dass man nur gegen Einwurf barer Münze den Fotoapparat zücken darf. img_3979img_3983img_4017img_3986

Übrigens gelten die von Stefan schon mehrfach erwähnten Balinesischen Enten als lebende Schädlingsbekämpfer und fristen Zeit ihres irdischen Daseins ein paradiesisches Leben inmitten der üppigen Reisfelder, um ebendiese von Unkraut, Insekten und vor allem Schnecken frei zu halten. Wir wissen alle mittelrweile nur zu gut, wo sie letztendlich, derart gemästet, ihre finale Bestimmung finden. Mahlzeit! img_4068img_1329

 

See – Tempel Pura Ulun Danu Bratan

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In den nahe gelegenen Bergen Nordbalis liegt der Vulkankratersee Bratan und wiederum darin der See Tempel Pura Ulun Danu Bratan, was soviel bedeutet wie Tempel am Kopf des Bratan Sees. Berühmt ist dieser hinduistisch – buddhistische Tempel aus dem 17. Jahrhundert für seine beiden Merus, der niedrigere 3-stöckige Shiva, der 11-stöckige Vishnu gewidmet.

Die Tempelanlage ist in eine großzügige Parkanlage am Seeufer eingebettet, wo sich weitere Tempel und Stupas befinden.  Das Areal ist sehr idyllisch, nur leider komplett überlaufen mit Touristen.

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Candikuning

Candiku-wie? Nicht ganz leicht zu merken, der Name des kleinen Dorfes an der Westseite des Bratan -Sees. Bekannt ist der Ort für seinen Markt und so kaufen auch wir etwas Gemüse fürs Abendessen, vergessen aber zu handeln und bezahlen so wahrscheinlich ein vielfaches des wirklichen Preises.img_0593img_0596img_0594img_0604

Bakso Ayam

wp-1476342930322.jpgEs wurde wieder Zeit für einen Snack. Auf einem muslimischen Markt in dem Dorf haben wir uns nach einem Tempel-Besuch „Bakso Ayam“ bestellt. Ayam steht für Hendl und Bakso sind kleine Bällchen, die hier gerne in einer Suppe serviert werden. Bakso besteht eigentlich meist aus Rind, gibt es aber auch aus Fisch und Huhn.

Bakso, erklärt man uns, stammt eigentlich aus Java. Man bekommt es hier sehr häufig an den Ständen am Straßenrand oder an Märkten zwischen den Angeboten von Kräutern, Gewürzen, Stoffen oder frischem Obst und Gemüse.

wp-1476354386359.jpgDie Speise wird immer frisch zusammengesetzt: zuerst nimmt man eine Schale, dann gibt man die Zutaten hinein: Glasnudeln, Eiernudeln, geschnittenes Kraut, Petersilie/Koreander – wobei  hier auch gerne die Stengel mitgenommen werden -, einige knusprig frittierte getrocknete Zutaten, die ich nicht näher beschreiben kann (wirken etwas wie gebackene Wan Tan, manchmal sind aber auch kleinere frittierte oder gebackene Sachen dabei, es macht das Gericht „crispy“) und die Fleisch-/Fischbällchen. wp-1476354405796.jpgAm Ende kommt die Hühnersuppe drüber, die scheinbar schon seit Stunden vor sich her köchelt.

Das Ergebnis ist an sich schon sehr g’schmackig, aber es gibt eine Menge Gewürze und Saucen, die man sich nach belieben selbst am Tisch dazumengen kann: Chili(sauce), Sambal (würzige Sauce, leicht scharf) und ein paar andere Sachen.

wp-1476354425200.jpgHeraus kommt eine wirklich gute Mahlzeit – jedenfalls viel spannender als eine einfache Hühnersuppe.

Das Ende des Infinity-Pools

Seinerzeit (genau genommen noch früher) ging man davon aus, dass die Welt eine Scheibe sei. Ich begebe mich auf die Spuren dieser Zeit und starte einen Versuch in der Moderne.

Ein Infinity-Pool (übrigens laut Wikipedia als Unendlichkeitsbecken bezeichnet) ist ein scheinbar unendliches Becken, dessen Ende nur zu erahnen ist.

Wie ihr seht, haben mich die scheinbar hinter dem Becken hervorscheinenden Palmen skeptisch gestimmt. Wie es bei mir üblich ist, rede ich nicht lange herum, sondern probiere es aus:

Ihr seht, die Gesetze der Physik behalten auch nach diesem Versuch ihre Gültigkeit: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Das gilt auch für einen Infinity-Pool.

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wp-1476319915783.jpgHatte ich noch nie. Steht in unserem Urlaubsdomizil mitten im Raum rum. War mir bisher als „Amerikanischer Kühlschrank“ bekannt. So ein mannshoher Kühlschrank mit mehreren Funktionen. Brauche ich für daheim auch nicht, aber ist interessant einmal zu probieren und ein paar Tage zu nutzen.

Der Apparat besteht aus einem Kühlschrankteil, klassisch gehalten, auf der rechten Seite. Sowie einem Tiefkühlfach auf der linken Seite. Jeweils über die ganze Höhe.

Das ist aber bei Weitem nicht alles: für den raschen Zugriff im Notfall, lässt sich an der Front, rechts, durch kurzen Druck ein Fach öffnen, mit dem ein direkter Zugriff zu den wichtigsten gekühlten Getränken (wir wissen alle, was gemeint ist) möglich ist. Praktisch. Unterhalb befinden sich zwei Laden, in denen man Lebensmittel tiefkühlen kann, aber scheinbar nicht so kühl wie im separaten Tiefkühlfach:

Dass dann auf der linken Seite, beim Tiefkühlfach, ein Eis-Crusher verbaut ist, mit dem man stilsicher sein Getränk mit grob gehackten Eissplittern verfeinern kann, rundet die Sache ab. Seht mal, wie großartig sich damit ein Gin Tonic in Windeseile zusammenstellen lässt.

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

Die Temperaturen der einzelnen Fächer lassen sich separat digital wählen. Wäre ein Netzwerkanschluss vorhanden, wäre das Gerät vermutlich IoT (Internet of Things)-fähig. Ich bin überzeugt, bei den nächsten Modellen kommt das alles noch.

Links neben dem Eis-Crusher ist ein Spender für Eiswasser verbaut. Den habe ich nicht weiter probiert, das erfordert zu viel Körpereinsatz, weil ich mich bei so waghalsigen Versuchen meist verkühle.

Für die Ungeduligen gibt es noch jeweils eine „Power Freeze“ oder „Power Cool“-Funktion mit der sich Frischgekochtes vermutlich ratz-fatz abkühlen lässt. Das habe ich nicht weiter probiert – es war mir den Energiebedarf für einen Blog-Beitrag nicht wert und außerdem bleibt bei mir selten was vom Frischgekochten übrig.

Alles in allem ein tolles Gerät. Für meinen Geschmack etwas übertrieben und für unsere Breiten nicht nötig (wenn ich etwas kühlen will, kann ich es 8 Monate im Jahr aufs Fensterbrett legen). Einzig der Energieverbrauch würde mich noch interessieren, aber für so eine Messung bin ich hier im Urlaub nicht ausgerüstet.

Musei Vaticani

Etwas Kultur muss sein – für uns heute in Form der Vatikanischen Museen. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns zu Fuß auf zum Vatikan. Es ist ein netter Spaziergang vorbei an der Piazza Navona, durch die hübsche Via del Governo Vecchio, weiter über die Engelsbrücke vorbei an der imposanten Engelsburg, über den Petersplatz und dann noch einen Hatscher an der alten Mauer des Vatikan entlang zum Eingang der Museen, wo wir an einer kilometerlangen Schlange wartender Touristen vorbei kommen, die es alle nicht geschafft haben, sich online Tickets zu besorgen. Wartezeiten belaufen sich vor Ort bis zu einigen Stunden!!! Wir waren schlau und haben im Voraus gebucht, ersparen uns die Warterei und beginnen unsere Tour mit einer Rundfahrt durch die Vatikanischen Gärten. Dafür steigen wir in einen offenen Minibus und genießen die Fahrt vorbei an Brunnen, Bauwerken und natürlich den verschiedenen Gärten. Wir lernen über die verschiedenen Stile der Gärten, angefangen vom italienischem Stil mit lediglich Rasenflächen und immergrünen Stauden und Hecken, die in Form geschnitten werden, über den französischen Stil mit seinen geometrisch, ikonologisch angelegten Flächen, bis hin zum englischen Gartenteil, der durch seine Natürlichkeit besticht. Desweiteren gibt es auch noch Bereiche mit exotischeren Pflanzen, einen Steingarten, unzählige Brunnen und sogar eine Grotte. Stefans größte Freude galt aber den Antennen des Vatikanischen Radiosenders und natürlich dem Bahnhof, der sich verbunden durch einen Tunnel inmitten der Gärten befindet.

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Es folgt die Besichtigung der Museen: angefangen bei den Vatikanischen Höfen, über die Loggien des Raffael, durch unzählige prunkvolle Säle, weiter zu den Gemächern Pius V., dann noch die Stanzen des Raffael um letztendlich den Höhepunkt, die Sixtinische Kapelle bestaunen zu dürfen. Einfach überwältigend! Michelangelo’s Fresken erstrahlen seit der Restaurierung in neuem Glanz, und wie schon Goethe so trefflich zu sagen vermochte: „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag.“ Sixt

unser Foto vom Jüngsten Gericht ist leider nicht so gut, aber wir haben es auch heimlich fotografiert, ist nämlich strengstens verboten.

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Nach so viel Futter fürs Auge und Hirn, wurde es auch langsam Zeit unsere leeren Mägen zu füllen. Pizzeria Amalfi gleich um die Ecke verschafft Abhilfe. Da es schon spät am Nachmittag ist und nicht mehr lange zum Abendessen, entscheide ich mich für einen nicht weiter erwähnenswerten Salat, Stefan bestellt Baccalà Marinato und wird nicht enttäuscht; der marinierte Kabeljau mit Tomaten, Oliven und Kapern schmeckt wirklich sehr gut.bacala
Weiter geht es über die Via Cola die Rienzo, der Haupteinkaufsmeile des Vatikan zur Piazza del Popolo, dann in eine der hübschesten Gasse Roms – Via Margutta. Sie läuft parallel zur Via del Babuino, bekannt für die unzähligen Designerboutiquen und wird daher von den meisten Touristen übersehen, was sehr schade ist, denn nur einige Schritte vom Trubel entfernt, befindet man sich hier in einer anderen Welt. Statt der bunten Schaufenster, gibt es hier viele Antiquitätenladen und oft kann man auch noch die Handwerker beim Restaurieren oder Bildhauen beobachten. margutta
Nur einen Steinwurf entfernt – die Spanische Treppe. Aber zu unserer Überraschung diesmal ohne die Massen an Touristen,  die 138 Stufen werden zur Zeit saniert.spagna
Rom wäre aber nicht Rom ohne die wunderbare Welt der Mode, und damit einhergehend die unzähligen Designerläden. Auf der illustren Via dei Condotti reiht sich Dior an Gucci, befindet sich Bulgari gegenüber von Cartier, und natürlich fehlen hier auch nicht alle anderen Highend-Labels wie Prada, Louis Vuitton und Armani, um nur einige zu nennen. Viele werben um diese Zeit mit „Saldi“, aber selbst bei Nachlässen von 50% bleibt diese Gegend ein äußerst teures Pflaster.condotti
 Weiter geht’s zum Pantheon und wir genießen endlich einen Aperitivo. Dieser wird in Rom immer mit einem kleinen Snack zelebriert.  Man sitzt an einem der vielen Plätze und sieht mit etwas Glück aus erster Reihe fußfrei dem bunten Treiben zu: besser als Kino! Viele Italienerinnen führen hier die neuesten Modetrends vor (heuer sehr angesagt: Stroh-Hüte, übrigens auch für etwas mutigere Männer), Touristen schleppen ihre vollen Einkaufssackerl nach erfolgreichem Shopping zurück ins Hotel, geführte Touristengruppen sammeln sich vor hochgehaltenen Schirmen,  Kellner werben um Gäste und Strassenverkäufer versuchen ihre Ware an den Mann zu bringen. Immer wieder ein Erlebnis.pantheon
Es ist spät geworden und somit Zeit fürs Abendessen. Heute in der „Osteria dell‘ Gallo“:  marinierte Anchovis und Bruschetta mit Mini Oktopus machen den Anfang, danach gibt’s Meeresfrüchte Spaghetti für Stefan und Tagliata für mich. Beides ok, aber bei weitem nicht so exzellent wie am Vortag bei „Francesco“. Bei Rotwein und Pecorino lassen wir den Abend ausklingen.anchovismuschelntagliata

Alt-Wiener Backfleisch

20160131_125249Es ist eines meiner Lieblichngsgerichte aber heute nur noch selten in Gasthäusern zu bekommen: das Alt-Wiener Backfleisch. In Kurzform: ein Beiried mit Senf und Kren eingerieben und wie ein Schnitzel paniert. Wikipedia erklärt, das Beiried ist ein Teil des Zwischenrippenstücks vom Rind bzw. „ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen Hochrippe und Hüfte“.

20160131_125302Ideal passt dazu – wie auch zu einem Schnitzel – ein Erdäpfel-Vogerlsalat, wie wir in Wien sagen (sonst vielleicht als Kartoffel-Feldsalat bekannt). Das Altwiener Backfleisch wird gerne mit einer Zitronenscheibe/-spalte serviert.

Es ist immer wieder ein Genuss: etwas dicker als ein Wiener Schnitzel und geschmacklich durch den Senf und Kren viel feiner. Der Kren verliert beim Herausbacken seine Schärfe, aber der Geschmack bleibt elegant im Hintergrund erhalten. Auch den Senf verringert beim Backen die Intensität und trägt dezent bei.

Familienrezept

20160131_125257Zutaten, pro Person:

  • 1 Scheibe Beiried (ca. 180-200g)
  • 1 EL Estragon Senf
  • frischer Kren
  • glattes Mehl
  • 2 Eier
  • Butterschmalz oder Öl, Salz und Pfeffer

Zubereitung

20160131_125350Das Fleisch (wie ein Schnitzel) flach klopfen und beiseitig gut salzen und pfeffern. Den Senf mit frisch geriebenem Kren vermischen und das Beiried auf einer Seite damit gut bedecken. Danach beidseitig in Mehl wälzen. Die Eier aufschlagen und verqirlen. Das Fleisch darin wenden und in heißem Butterschmalz (oder Öl) schwimmend goldbraun beidseitig herausbacken. Danach gut abtropfen lassen bzw. auf Küchenkrepp legen, damit es nicht im eigenen Fett herumliegt, und servieren.

 

Quadsch

So ein Quadsch. Wir wollten heute etwas mobiler werden. Üblicherweise mieten wir uns auf griechischen Inseln ja ein Moped und erkunden so jeden Winkel (, der uns interessiert – kein Zwang auf Vollständigkeit). Nachdem Mirjam vor einigen Monaten schlechte Erfahrungen auf ihrem motorisierten einspurigen Kraftfahrzeug gemacht hat (Umfall), war es ihr lieber, wir nehmen diesmal ein Quad (gesprochen: Kwod). Also ein Fahrzeug mit vier Rädern, zweispurig, mit geringerer Umfallwahrscheinlichkeit. Ich fahre. Also, gefunden haben wir sowas sofort. Es gibt einge Verleiher, die nur PKWs führen, aber die meisten haben eine große Auswahl an Mopeds, Quads und Strandbuggys. Also nehmen wir ein Quad. Falls es uns nicht gefällt, können wir jederzeit wechseln. Morgen zum Beispiel, dachten wir.
Wir sind losgefahren und mir war das von Anfang an unheimlich. Lenken muss man wie ein Muskelprotz, die Arme weit auseinander und dann eher drücken bzw. ziehen, damit das Ding Kurven fährt. Und dass das mit dem Hineinlehnen in die Kurven nix ist, war eh klar, aber dass es sich so bescheiden fahren lässt, hab ich mir nicht gedacht. Wir haben also nach ein paar Metern gleich wieder gebremst. Dann sind wir zu einem Parkplatz üben gefahren und haben dort entschieden, dass wir sofort gegen ein Moped tauschen werden. Gesagt getan.
Mit dem 125ccm Plastikmoped sind wir heute wunderbar vorangekommen und waren unter anderem in Oía. Mirjam wird euch berichten.

Urlaub – endlich!

Endlich ist es wieder soweit – wir haben Urlaub! Diesmal haben wir uns Santorini als Ziel auserwählt und genießen hier noch ein paar letzte Sonnenstrahlen, bevor bei uns zu Hause der Winter so richtig losgeht.

Santorini gehört zu den südlichen Kykladen und ist das Überbleibsel eines heute immer noch aktiven Vulkans. Die ringförmig angeordneten Inseln Santorini, Asponis und Thirasia bilden den Rand einer vom Meer gefluteten Caldera.IMG_5223

Wir sind gestern angereist und die Insel zeigt sich wettertechnisch nicht gerade von der besten Seite. Schon am Flughafen erwartet uns eine ziemlich steife Brise, dazu bewölkter Himmel, aber unschlagbare 29° Celsius. IMG_5234Santorini ist wunderschön – an den felsigen Klippen schmiegen sich die kleinen Ortschaften mit ihren weiß getünchten Häusern an die Felsen. Ein Gewirr aus  unzähligen Stufen und Wegen, das immer mal wieder den Blick auf das Meer freigibt.IMG_5231

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Weinlese

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Seit letztem Samstag sind meine Schwester und ich stolze Besitzerinnen eines Weingartens. Wir haben zwar keinen blassen Schimmer von der Weinerzeugung und auch nicht die nötige Zeit, um uns dem Weinbau zu widmen, fanden es aber dennoch eine großartige Idee, ein Fleckerl Land mit ein paar Reben darauf zu erwerben. Und was für ein hübsches Fleckerl Erde….?Überraschender Weise war im Kaufpreis auch schon die heurige Ernte enthalten, was uns vor so einige Herausforderungen gestellt hat:  wer pflückt die Trauben? wer presst sie und wohin mit dem ganzen Most? Dankenswerter Weise konnten wir uns an die Weinlese meines Onkels dranhängen, der sich um alles von der Organisation bis hin zur Verpflegung der Erntehelfer gekümmert hat. Hier ein ganz besonderer Dank an meine Tante Ljubica und meinen Onkel Zvonimir, ohne die wir nicht einen einzigen Tropfen Wein ins Fass gebracht hätten.IMG_5010

Viele wissen natürlich, was bei so einer Weinlese geschieht. Für all jene, die noch nie dabei waren, hier eine kurze Beschreibung. Früh am Morgen treffen alle Freunde und Familienmitglieder ein, die sich bereit erklärt haben zu helfen. Um etwas in Schwung zu kommen, gibt’s mal für jeden ein Schnapserl, und dann wird so richtig deftig gefrühstückt. Es gibt hausgemachte Würste und Speck, dazu Kraut und Brot. Und jede Menge Kuchen.

Dermaßen gut gestärkt, kann man sich auch schon den ersten Spritzer genehmigen und auf eine hoffentlich ertragreiche Ernte anstoßen. Danach ist es auch schon Zeit zur Rollenverteilung: Pflücker, Buttenträger, Presser, Getränketräger; jeder wird eingeteilt und mit dem jeweiligen Werkzeug ausgestattet. Bei uns wird noch per Hand gepflückt, das heißt die Pflücker bekommen einen Kübel und eine Schere in die Hand gedrückt und haben sich paarweise um jeweils eine Reihe Reben zu kümmern.20150912_094800 Damit die Pflücker fließend und zügig ihrer Arbeit nachgehen können, kommen immer wieder die Buttenträger, die am Rücken die Butten tragen. Jeder Pflücker schüttet seinen vollen Kübel Trauben in die Butte. In den Butten werden dann die Trauben zur ersten Mühle gebracht, wo sie entrappt werden; 20150912_121534 das heißt, die Beeren werden von den Stielen abgetrennt, und die Trauben zerdrückt. Das daraus entstandene dickflüssige Gemisch aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft nennt man Maische. Damit sich sämtliche Aromastufen und Geschmacksstoffe besser lösen können, lässt man die Maische für einige 20150912_113430Stunden ruhen, bevor man daraus mit einer Weinpresse den Most gewinnt.  Der Most 20150912_105454wird in Fässer gefüllt, geschwefelt und anschließend zur Gärung für einige Zeit sich selbst überlassen. Mit etwas Glück kann man dann in ein paar Monaten erstmals seinen  eigenen Wein verkosten.  Und damit so eine Weinlese nicht nur knochenharte Arbeit ist, sondern auch etwas Stimmung aufkommt, wird fortwährend Wein ausgeschenkt und auch sonst für das leibliche Wohl der Erntehelfer gesorgt. Nur wenige Stunden nach dem schon sehr reichhaltigen Frühstück gab es ein noch reichhaltigeres Mittagessen, für das so einige Tierchen ihr Leben lassen mussten: Enten, Schweinderl und einige Hendln, die dann köstlich zubereitet auf unserem Tisch landeten.

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Wir freuen uns natürlich schon riesig auf die Verkostung unseres ersten selbst gekelterten Rieslings….

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Šibenik

Nach einer Woche auf See freuten wir uns dann schon auch wieder auf festen Boden unter unseren Füßen. Wir sind daher nach dem Besuch der Krka Wasserfälle noch nach Šibenik gefahren, um uns die Stadt anzusehen und noch einen netten letzten Abend zu verbringen. Eingebucht haben wir uns in ein nettes kleines Hotel, unweit des Stadtzentrums.

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Erster Stopp in der Stadt war klarer Weise ein Restaurant, wo wir ganz herrliches schwarzes Risotto, Bouillabaisse und natürlich Muscheln gegessen haben.

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Aber danach gab’s auch keine Ausreden mehr – jetzt stand mal etwas Kultur am Tagesprogramm. Šibenik ist eine mittelalterliche Stadt, die sich sehr schön der Topographie anpasst und den Hang entlang erstreckt. Die Altstadt besteht aus einem Labyrinth an engen Gassen und pittoresken Treppen – etwas Kondition braucht man für die Stadtbesichtigung daher schon. Wir schlendern durch die Gassen, besichtigen den Dom, finden uns zufällig in einem wunderhübschen mittelalterlichen Klostergarten wieder und verbringen so die Stunden bis zum Abendessen. IMG_4540IMG_4595IMG_4588IMG_4607IMG_4609IMG_4598IMG_4573IMG_4568IMG_4643

Leider erwischt uns noch ein Regenschauer als wir gerade unseren Aperitiv schlürfen, woraufhin wir uns schnell ein überdachtes Restaurant suchen und in einem sehr urigen Lokal landen, wo wir sehr herzlich empfangen werden. Gegessen haben wir ausgesprochen gut, der Wolfsbarsch war der beste der ganzen Woche, nicht vom Grill, was ich eh nicht so sehr mag, sondern aus der Pfanne und daher überaus saftig und g’schmackig.IMG_4638IMG_4635IMG_4636

…und zu guter Letzt werden wir auch noch mit einem Feuerwerk verabschiedet.IMG_2604

Fische füttern…

Die Aussage „Fische füttern“ bedeutet ja in der Seglerfachsprache, dass man sich über die Railing beugt und Nahrung an die Fische übergibt, die man vorher selbst eingenommen hat. Bisher ging’s mir gut beim Segeln, alles kein Problem. Ganz im Gegenteil: große Freude. Je mehr das Meer über’s Boot sprüht oder Wellen gegen das Boot schlagen. Aber gestern sind wir von Telascica zur Insel Zirje gesegelt, mit Windstärken bis 25 kts, Kreuzwellen und das bei Vollgas. Mehrere Stunden. Ungut.

Unmittelbar habe ich keine Aufnahme machen können, aber eine jugendfreie Version haben wir heute für euch nachgestellt:

 

Frühstück an Bord

Mittlerweile habe ich mich (Stefan) an die Größenordnungen am Boot gewohnt, das Schlafen hat bei mir Dank Oropax und Gin-Tonic wunderbar funktioniert. Wir liegen hier auch sehr ruhig in der Marina und haben vom Wind draußen nicht viel mitbekommen, außer dass wir vor dem Abendessen beobachtet haben, wie die Wellen gegen die Hafenmauern schlagen.

Auf das Frühstück habe ich mich schon gefreut:

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Unser Skipper Florian ist gerade bei den Offiziellen in der Marina alles für’s Ablegen vorzubereiten und dann geht’s weiter. Wie man unseren Zielort genau schreibt, ist mir immer noch nicht klar, also verfolgt uns selbst:

http://bit.ly/scs-8w

 

Segeln in Kroatien

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Wir sind wieder unterwegs – diesmal sind wir segeln in Kroatien. Los geht’s in Skradin, in der Nähe von Šibenik. Wir sind mit Freunden unterwegs, die allesamt erfahrene Segler sind. Für Stefan und mich ist es der erste Segeltörn und wir sind sehr gespannt darauf.

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Skradin liegt ein paar Kilometer landeinwärts von Šibenik entfernt an der Krka und ist ein geruhsames kleines Örtchen, das hauptsächlich aus der Marina und ein paar Lokalen besteht. Viel gibt’s nicht zu sehen außer eine Menge Segelbooten und Schwänen.

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Es gibt viel zu tun – das Boot muß übernommen werden, das Gepäck eingeladen und die Einkäufe getätigt und verstaut werden. Wir füllen im Supermarkt drei Einkaufswagerl mit Wasser, Bier und ein paar Lebensmitteln, der Skipper macht die Bootsübergabe und dann gehen wir noch gemütlich Essen.

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Muttertag

Muutertagstorte

Dieses Jahr gibt’s den traditionellen Blumenstrauß mal in Form einer Torte. Die letzten beiden Tage und Nächte habe ich damit zugebracht in mühseliger Kleinarbeit Röschen zu formen, die Torte zu backen, zu füllen und zu guter Letzt zusammenzubauen. Mit dem Endergebnis bin ich recht zufrieden, zumal ich zum ersten Mal eine Torte mit so aufwendiger Deko gebastelt habe  – und geschmeckt hat sie auch sehr gut.

Zur Feier des Tages hat mein Schwesterherz heute zum Essen geladen und wir haben ganz köstlich gespeist: Schafkäse im Speckmantel als Vorspeise, gefolgt von Lammkoteletts und Quinoa – Salat.

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Unser Dank gebührt an diesem Tag natürlich unseren Müttern.

Danke Mama!

Mopedausflug

Gestern haben wir uns ein Moped ausgeborgt. 7 Euro pro Tag (24h: Mittag bis Mittag) sind ein fairer Preis.

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Wir sind mal die Küstenstraße nordwärts gefahren, an ein paar Nobelhotels vorbei, haben den Anlegeplatz der kleinen Fischerboote in Pak Nam Pram gesehen und sind dann im Ort Pranburi gelandet.

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Die zum Trocknen ausgelegten Tintenfische riechen übrigens genauso, wie man’s sich vorstellt. Das entspricht wohl mal eher nicht dem europäischen Geschmack.

In Pranburi kann man wunderbar für den täglichen Gebrauch einkaufen. Es gibt einen Seven Eleven (Supermarkt), einen Fischmarkt, einen Markt für Lebensmittel aller Art, viele Standln und auch viel Ramsch. Da ja momentan Songkran-Zeit ist und in Pak Nam Bran Songkran 5 Tage später gefeiert wird (wieso konnten wir nicht in Erfahrung bringen, das war scheinbar „schon immer so“), haben in den Geschäften natürlich noch reichlich Hawaii-Hemden, Masken zum Verkleiden und Spritzpistolen Saison. Wir haben dort einen Schwimmreifen für’s Meer erstanden.

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Beachtet, als wer/was man sich hier verkleiden kann.

Auf der Rückfahrt haben wir ein paar „Speed Cameras“ passiert, die auf 25 km/h eingestellt sind. Damit hab‘ ich nicht gerechnet. Ich hab‘ kurz auf unseren Tacho geschaut, der hat 40 km/h angezeigt. Der Polizist, der dort gestanden ist, hat damit aber offensichtlich kein Problem, er hat wohl eher lachen müssen, weil wir mit einem aufgeblasenen Schwimmreifen am Moped (als Touristen) unterwegs waren und hat freundlich gegrüßt, als wir bei ihm vorbeigerast sind.

Da auch das Personal beim Hotel unsere Ankunft recht witzig gefunden haben dürfte, haben wir ihnen eine Videokamera in die Hand gedrückt und sie gebeten, uns zu filmen. Das ist jetzt natürlich eine gestellte Szene, aber authentisch genug, um sie hier zu posten:

Der Herr Security hat auch zur Sicherheit noch seinen Fingerabdruck ins Bild gerückt.

Mei Bier is ned deppat…

…war der berühmte Ausspruch eines Wiener Serienstars. Ich kann das nun bestätigen.

Da Bier in seiner Urform als Nahrungsmittel galt, ist dies ausnahmsweise (für meine Artikel zumindest) nicht in der Kategorie ‚Themenverfehlung‘ abgelegt.

Abends genieße ich unseren privaten Pool (4 m²) hier im Hotel meist mit einem gepflegtem Chang. Aber Vorsicht: wenn man die Flasche frisch öffnet, lässt man sie lieber nicht mit in den Pool: sie würde untergehen.

Mit der Zeit lernt das Bier dazu. Schluck für Schluck scheint es intelligenter zu werden. Bei etwas mehr als der Hälfte der Flasche hat das Bier schwimmen gelernt. Offenbar rein durch Beobachtung! Ich möchte die empirische Erkenntnistheorie nicht zu sehr loben, aber bitte hinterlasst mir Kommentare zu diesem Eintrag, falls ihr anderer Meinung seid oder eigene Beobachtungen zu diesem Phänomen beisteuert könnt!

Da ich davon ausgehe, dass ihr genauso überrascht ob dieser Theorie seid und euch nach einem Beweis sehnt, habe ich Mirjam gebeten ein Foto anzufertigen. Seht und staunt:

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Ich hoffe, euch mit diesem Beitrag einen praktischen Hinweis geliefert zu haben!