Verpflegung auf San Blas

Im Quartier ist Vollpension inbegriffen, dementsprechend werden wir hier auch drei mal am Tag köstlich bekocht. Frühstück gibts pünktlich um 08:00. Es besteht immer aus Ei, unterschiedlich zubereitet, mal gebraten, mal gespiegelt, dazu Würstel frittiert und Kuna Brot. Dieses besteht aus leicht gesüßtem Germteig und ist wie es sich in diesen Breitengraden so gehört, natürlich auch frittiert. Schmeckt ungefähr so wie hausgemachte Krapfen, ohne Marmelade. Mittags und abends gibt es dann immer was aus dem Meer. Mal ist es ein frisch gefangenes Fischerl, mal Krabbe, dann aber auch mal Schrimps aus dem Tiefkühlsackerl oder auch eine Art Surimi-Gröstl. Meistens ist das Essen sehr lecker, manchmal ist für meinen Geschmack einfach zuviel Koriander drin. Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, weil ich das Kraut einfach überhaupt nicht mag.

Den frechen Gecko, der sich da an unserem Tonic laben wollte, haben wir aber nicht verspeist 🙂

 

Schon wieder schnorcheln? Aha, ein Wrack!

Zwei Tage nach dem ersten Schnorchelausflug haben uns die Einheimischen zu einer „Exkursion“ mit Schnorcheln eingeladen. Unter anderem zu einem Wrack auf Isla Perro. Also brummen wir mit dem Boot und einigen anderen Touristen etwa 20 Minuten in eine Richtung – ich glaube Nordwest, vorbei an einigen kleinen Inselchen. Unser Ziel scheint bekannt zu sein, es gibt ein kleines Restaurant, unheimlich viel andere Touristen (bisher dachten wir, wir wären quasi alleine mit den anderen auf unserer Insel).

Das Wrack wirkt zwar eher, als wäre es absichtlich als Touristenattraktion im seichten Wasser versenkt worden, aber trotzdem nett. Es ist ein bißerl mit Korallen und anderem Getier (Schwämmen, …) bewachsen. Also etwas mehr zu sehen beim Schnorcheln.

Das Wrack darf man sich jetzt auch nicht als große Frigatte vorstellen. Es ist ein Eisen-/Stahlschiff, eher klein. Man erkennt eine Winde aus Metall, die Funktion bzw. ehemalige Anwendung kann ich nicht erraten.

Die Fische sind neben den Bekannten noch ein paar neue bunte Fischerl, die man bei uns am ehesten aus diversen Aquarien kennt. Sie lassen sich durch die zahlreichen Schnorchler nicht beunruhigen und schwimmen gelassen durch die Gegend.

Die Insel selbst scheint ein Treffpunkt für Touristen sämtlicher benachbarter Inseln zu sein. Es gibt ein Restaurant, in dem wir uns eine frische ganze Kokosnuss gönnen (va. Kokoswasser zum Schlürfen).

Nach einem kurzen Sonnenbad und zwei Schnorcheldurchgängen geht’s auch schon wieder weiter zu einem Riff – wieder zum Schnorcheln.

(gopro8507 noch einfügen)

Schnorcheln auf den San Blas-Inseln

Das letzte Mal war ich auf Bali schnorcheln. Da habe ich unter Wasser eine Schlange angetroffen, bin schnell rausgeschwommen und hab’s seither im Meer nicht mehr probiert.

Auf den San Blas-Inseln haben wir 4 Tage verbracht, siehe separaten Blog-Eintrag von Mirjam.

An einem Tag wurde die Aktivität „Schnorcheln“ angeboten. Na gut. Die Inseln sind ja wirklich malerisch und für mich ist klar, dass die Postkartenmotive aus der Karibik kein Fake sind, sondern es hier wirklich (überall?) so schön ist. Also könnte man sich das ja auch mal unter Wasser ansehen.

Ich habe es nicht bereut: wir sind mit dem Boot von den Einheimischen zuerst zu einer Sandbank gefahren, die unser Boot gerade noch passieren kann. Dort haben sie uns mit der Anweisung, keine Seesterne anzufassen, ins Wasser gelassen: „weijnti minutos“. Also zwanzig Minuten Zeit.

So richtig viel ist unter Wasser nicht los gewesen. Es war aber trotzdem ein super Erlebnis, weil das Wasser sehr klar war, sowieso warm und es einfach gut geklappt hat, dort auf der Sandbank eine Viertelstunde herumzuschnorcheln und sich daran zu gewöhnen, die Brille zu tragen, vorher zu waschen und mit dem Schnorchel zu hantieren.

Nach den beschriebenen zwanzig Minuten hat einer der Bootsleute das Zeichen zum Aufbruch gegeben und wir – und ein anderes Paar, zufällig auch aus Wien – sind weitergefahren. Starfisch Island, hieß das Ziel. Also Seestern-Insel. Klingt ja schon mal vielversprechend.

Starfish Island

Wie soll man diese Insel beschreiben? Sie ist wie aus dem Bilderbuch oder einem Postkartenmotiv. Eine kleine Insel, zum Umrunden zu Fuß braucht man vermutlich 5-6 Minuten, etwa 30 Palmen und unglaublich malerisch weißer feiner Sand.

Die Einheimischen haben uns noch zu verstehen gegeben, dass sie in 2 Stunden wieder herkommen. Echt? Sie lassen uns hier zu viert auf dieser Insel? Nicht schlecht.

Mirjam hat sich das Badetuch ausgebreitet und sich in die Sonne gelegt, ich habe den Schnorchel vorbereitet und bin mal ins seichte Wasser gestapft.

Hier waren zwar auch nicht unheimlich viele Fischerl zu sehen, aber ab und zu ist einer vorbeigekommen und hat sich filmen lassen. Neben Seesternen hab‘ ich auch eine Seegurke und ein paar andere Fische vor die Linse bekommen. Seht selbst.

Mirjams Strandperspektive war auch nicht schlecht. Hier noch ein paar Eindrücke von den Palmen und dem Strand. Unglaublich.

El Trapiche Panama City

Es war nicht ganz leicht, ein echtes panamaisches Restaurant zu finden. Es gibt unzählige Italiener, Japaner  und auch chinesische Restaurants, aber einheimische Küche – schwierig. Im Internet stießen wir dann auf das El Trapiche, und wir erinnerten uns auch daran, es in einer Koch/Reisesendung gesehen zu haben, wo es lobende Erwähnung fand. Also nichts wie hin.

Einen kurzen Spaziergang weiter erwartet uns ein eher unscheinbares Lokal, und Kellner mit lustigen Panamahüten. Die Speisekarte ist recht umfangreich, wir entscheiden uns für gemischte Ceviche als Vorspeise, danach Surf & Turf für Stefan und Surf für mich, in der Karte als Jumbo-Shrimps bezeichnet.

Die Ceviche ist gut, die Hauptspeisen fallen aber etwas anders aus als erwartet. Stefan’s Steak wurde vor dem Braten noch kräftig zurecht geklopft und meine Jumbo Dinger sind eher durchschnittliche, zu stark gebratene Shrimpserl. Als Beilage serviert man hier Banane in klebrigem Erdbeersirup und doppelt gebackenen Kochbanane: die Kochbananen, hier auch Platanes  genannt, werden in ca 3 cm große Stücke geschnitten, dann frittiert, danach platt gemacht und nochmal frittiert -> das Ergebnis ist ein nach rein gar nichts schmeckendes fettiges Teil, das die darin enthaltenen Kalorien einfach nicht wert ist. Gutes Kraftfutter, aber geschmacklich eher dürftig. 

 

Panama Kanal

Schon im Landeanflug auf Panamá City haben wir zahlreiche Containerschiffe erspäht, die im Golf von Panamá entweder Richtung Kanal steuern oder von dort kommen.

Als ersten Ausflug und erstes Highlight in Panamá sind wir zu den Miraflores-Schleusen gefahren, den ersten Schleusen des Panamá Kanals auf pazifischer Seite. Die Fahrt hat nur rund 20 Minuten gedauert und uns auch gleich einen ersten Eindruck von der Stadt und dem Umland gezeigt.

Bei den Miraflores-Schleusen gibt es einen „alten“ Teil, die ursprünglichen Schleusen, und etwas nördlicher eine neu konstruierte, und erst vor ein paar Jahren eröffnete, Schleusenanlage. Beide sind in Betrieb. In der Früh, mit Sonnenaufgang – aufgrund der Nähe zum Äquator immer so um 6 Uhr herum – passieren die ersten Schiffe vom Pazifik kommend die Schleusen. Mittags ist weniger los und am Nachmittag kommen die Schiffe von atlantischer/karibischer Seite und passieren Richtung Pazifik.

Den ersten Versuch, einen Kanal anzulegen, haben im Jahr 1876 die Franzosen unternommen, sind jedoch an den widrigen Bedingungen im Dschungel gescheitert. Ab 1902 haben die USA die Bauarbeiten erneut gestartet und bis 1914 fertiggestellt. Seither ist der Kanal unter US-amerikanischer Hoheit betrieben worden. Am 31.12.1999 hat das Land Panamá den Betrieb des Kanals übernommen und in den folgenden Jahren erweitert und eben auch die neuen Schleusen angelegt, die teilweise erst in den letzten Jahren in Betrieb gegangen sind.

Der Panamá Kanal ist gesamt etwa 82 km lang, die Passage des Kanals benötigt im Schnitt etwa 15 Stunden, erspart den Schiffen jedoch die Fahrt über Cap Hoorn, also die Umfahrung Südamerikas, einen Umweg von weit mehr als einer Woche, verbunden mit entsprechender Einsparung beim Energieaufwand (zB. Treibstoff).

Die Schleusen werden benötigt, da der Kanal zwischen den beiden Meeren einige Seen passiert, die in einer Höhe von 26 Metern über dem Meeresspiegel angelegt sind bzw. natürlich vorkommen.

Wer’s genauer wissen möchte, findet hier einen tollen Wikipedia Artikel mit einer übersichtlichen Skizze und Beschreibung des Kanals und Luftaufnahmen, die alles besser veranschaulichen.

Miraflores Besucherzentrum

In Miraflores gibt es ein Besucherzentrum, das wirklich wunderbar gestaltet ist. Selten sieht man eine Einrichtung, die speziell für Touristen und Besucher geschaffen wurde, und so informativ und gelungen ist.

Es gibt eine Aussichtsplattform. von der aus man wenige Meter neben den Schleusen den Schiffen zusehen kann. Außerdem gibt es ein kleines Kino, bei dem in einem 10 minütigen Film, die Notwendigkeit und Funktion des Kanals, der Bau und die Technik erklärt werden.

In einem Raum ist die Kommandozentrale des Panamakanals nachgebildet und man kann dort einen Eindruck bekommen, wie die Verkehrsleitung der mehr als 14.000 Schiffe, die jedes Jahr den Kanal passieren, abgewickelt wird.

Ein Museum zeigt die Geschichte des Baus des Kanals, mit etlichen Fotos und Darstellungen der „Baustelle“ im Dschungel.

Ein anderer Raum simuliert die Kommandobrücke eines Schiffs. Man bekommt den Eindruck, dass man nun an Board eines Containerschiffes ist, das auf den Kanal zusteuert. Ein Zeitrafferfilm zeigt in wenigen Minuten die Einfahrt auf der Pazifikseite, die Funktion der Schleusen, die Weiterfahrt über den künstlichen Kanal und die natürlichen Seen, sowie wiederum die Schleusen bei Colón – auf der atlantischen/karibischen Seite:

Der Flug mit dem Tiger (oder: Premier Lounge am Flughafen Denpasar)

wp-1477397543519.jpgEigentlich sollte uns der Tiger (Tiger Air) flott, wie es die Großkatzen in der Sendung „Universum“ vormachen, nach Singapur transportieren. Leider ist unser Flug aufgrund der Sperre des Flughafens nach einem Vulkanausbruch des Vulkans „Mount Rinjani“ und der in die Luft gespieenen Vulkanasche um mehr als 3 Stunden verzögert. Spektakuläre „Tatsache“! (Heute nennt man es „Alternative Fact“) Davon haben wir ja gar nichts gelesen. Mirjam kann’s nicht glauben: „Und wieso ist dann nur unser Flug verspätet?“, fragt sie. Verdutzt schaut der Bursche am Check In und ruft nach seinem Supervisor. OK, die aufliegenden Hinweiszettel haben sie schnell entfernt. Die schriftliche Bestätigung, die ich bekommen habe, wollten sie zurück (siehe Foto nebenan). Die hab ich aber schon eingepackt und ich will jetzt nicht mehr die Tasche öffnen. Dumm gelaufen, Tiger. Der neue Grund für die Verzögerung ist jetzt ein defektes Flugzeug und sie müssen ein neues einfliegen. Klingt schon plausibler, Tiger. Hoffen wir das Beste für uns und den neuen Flieger.

Was machen wir nun aus der gewonnenen Zeit in Bali und der verlorenen Zeit in Singapur? Wieder hat Mirjam eine zündende Idee: hier gibt es sicher eine gute Lounge. Der Flughafen wurde ja vor wenigen Jahren neu gebaut.

Schon sind wir bei der „Premier Lounge“ angekommen. Mirjam hat zum Glück zumindest einmal ihre Diners Club Karte in den letzten 12 Monaten belastet und ist daher für einen kostenfreien Eintritt legitimiert. Für mich müssen wir US$ 28 löhnen, erfahrungsgemäß geht dieser Business Case aus meiner Sicht aber locker auf. Wir haben mehr als 5 Stunden Zeit – hallo? Was ich da verdrücken kann…

wp-1477390921179.jpgWir bereuen es nicht: in der Lounge gibt es zwei Buffets: das Kleine bietet Mini-Hamburger, Toasts (mit Chicken, vegetarisch oder Käse) und Süßspeisen (Törtchen, Schnitten) sowie Säfte und Tees. [Ich muss kurz unterbrechen – mir ist beim Bloggen grad aufgefallen, dass ich den Käsetoast noch nicht probiert habe… Fauxpas!]

wp-1477390980682.jpgDas große Buffet bietet Suppen (Championcreme und Minestrone), panierte Hühnerflügerl (übrigens unser Favorit!), Chicken Rolls („Würstchen im Schlafrock“), Frühlingsrollen (vegetarisch und nicht), Reis (gedämpft, gebraten uvm.), Früchte, Saucen, Dips und Zubehör (Salz, Pfeffer, Tabasco, diverse lokale „Sambals“).wp-1477390308096.jpg

Aber dann haben wir was Tolles entdeckt: die Damen hinter „der Pudel“ nehmen Bestellungen entgegen. Die Russen bestellen dort ihren Wodka, die Engländer veredeln dort das Tonic mit Gin, Mirjam bekommt ein Glas Weißwein (übrigens den besten Wein seit Wochen) und ich entdecke das frisch zubereitete Spezialmenü: chinesische Hühnersuppe oder (und?) wp-1477397811264.jpgSpaghetti Carbonara. Meine Wahl fällt italienisch aus. Mann, waren die gut! Ich melde das den Damen an der Pudel, sie freuen sich über die Rückmeldung und holen den Koch. „Der Koch muss Italiener sein“, denke ich mir. Die schmalen Augen verraten mir, dass ich mich irre.

Übrigens: der Tiger wollte uns zu einem Lunch auf Gate 2 als Wiedergutmachung einladen. Wir haben uns erkundigt, was es gibt. „Meal: rice and potatoes“. Wir haben verstanden (Kohlenhydrate sättigen) und haben sicher mit dem Besuch der Lounge die richtige Wahl getroffen. Die Zeit vergeht ganz schon schnell beim Bloggen. Vor allem wenn man so gewissenhaft vorgeht und die meisten Speisen probieren muss, um einen ernsthaften Bericht verfassen zu können. Ich hoffe, ihr wisst das zu schätzen…

Vulkane

Bali befindet sich direkt auf dem Pazifischen Feuerring. Davon zeugen die noch immer aktiven Vulkane der Insel. Bei Touristen und Reiseveranstaltern gleichermaßen beliebt ist der mit über 3.000 Metern höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung. Allenorts prangen Werbetafeln für geführte Touren, die morgens um zwei Uhr losgehen und dann nach stundenlangem Aufstieg ein Frühstück bei Sonnenaufgang am Gipfel anpreisen. Uns ist das ganz ehrlich zu mühsam, wir sind zu faul und begnügen uns mit dem Anblick des Agung und des Mount Batur aus der Ferne. img_3905

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Was uns hier besonders aufgefallen ist, ist die schier überwältigende Dichte an Tempeln. Kein Wunder, gibt es doch in jedem Dorf mindestend dei davon, und in jedem Haus zwei. Darüberhinaus noch unzählige der Dorfgemeinschaft, dem Landkreis oder dem ganzen Land zur Verfügung stehende Heiligtümer. Da vertseht man dann schon eher, dass sich gefühlt an jeder Straßenecke ein Tempel befindet.

Die balinesischen Hindutempel sind nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, nach Himmelsrichtungen ausgerichtet, sondern meer- bzw. bergwärts. Außenrum führt eine reich verzierte Mauer.  Betreten wird der Tempel durch ein großes, steinernes Tor, das wie gespalten aussieht und an dem Dämonenfratzen prangen. Dahinter befinden sich dann die einzelnen rechteckigen Höfe, ineienander gestapelt, mit kleinen Pagoden, wo bei Zeremonien Opfergaben dargereicht werden. Sämtlche Bauteile sind reich verziert mit mythischen Begebenheiten und reich an Ornamentik. img_3835img_3833img_3840

sehr interessant, wie die Niederländer in die hinduistische Mythologie eingegangen sind…img_3838

Noch viel mehr erstaunt haben uns dann aber die unzähligen Zeremonien, die allein in der kurzen Zeit unseres Aufenthalts statt gefunden haben. Egal welchen Tempel wir uns angesehen haben, in den meisten war gerade ein Tempelfest in Gange. Einer unserer Fahrer hat auch erklärt, dass er seinen Job als Selbständiger bei weitem einer Anstellung in einem der vielen Hotels vorzieht, zumal eine Fixanstellung nur schwer vereinbar ist mit den unzähligen Festivitäten, denen ein Balinese Woche für Woche beizuwohnen hat. In traditionelle Gewänder gekleidet, Sarong, langärmeliges Hemd und am Kopf ein Wickel, der Udeng, werden die gläubigen häufig auf Ladeflächen von LKWs zu den Tempeln gebracht (Parkplatzmangel ist auch den Balinesen nicht fremd). Die Zeremonien gehen stundelang, manche formieren sich zu Prozessionen, andere lauschen den Gammelanorchstern oder bringen kleine Opfergaben dar. img_3878img_3892img_3895img_3921img_3929img_3967

 

 

 

 

 

 

Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Ein kleiner Snack erfüllt seinen Zweck…

„das reimt sich, und was sich reimt ist gut…“, hat einmal ein weiser Pumuckel gesagt.

Eigentlich wollte ich ja nur die Wäsche zur Laundry bringen, damit wir für die letzten Tage gerüstet sind und vielleicht zu Hause weniger Aufwand mit dem Waschen haben. Aber es soll ja keine Eile aufkommen – da bleibt Zeit für ein Bier und eben einen Snack.

Viele Restaurants haben hier in der Futterstraße Jl. Pantai Mengiat (mit vielen Restaurants und Bars) noch geschlossen. Das Lokal „Beergarden“ hat aber offen, ist in der Nähe und die Bar voll mit Engländern.

Ich habe den Appetizer „Three deep fried Prawns“ für die kulinarische Unterstützung des Besuchs gewählt. Die waren überraschend lecker. Der Koch muss was vom Panieren verstehen – der Name des Chefs ist Andreas Menzel (oder so ähnlich; Name von der Redaktion vergessen). Auf der Karte gibt es (neben lokalen Gerichten und einer Auswahl an thailändischer Küche) auch Linsensuppe mit Wiener Würstchen, Cordon Bleu in verschiedenen Schreibweisen, Gulasch, Beef Stroganoff, Hunter Schnitzel, Stelze und Geschnetzeltes „Züricher Style“.

So ein westlicher Ausflug tut nach gut zwei Wochen auf der Insel auch mal wieder gut. Ich werde es aber bei den drei kleinen Meerestierchen belassen, heute Abend schauen wir zum Jimbaran Bay, das für seine Strandlokale und die Meeresfrüchte berühmt ist. Stay tuned!

Im Affenwald

Am Rande von Ubud befinet sich der Monkey Forest, ein kleiner Naturpark, der neben einem hindusitischen Tempel auch eine heilige Quelle beherbergt. Und natürlich auch die namensgebenden Affen, die zuhauf und gar nicht scheu durch den Wald laufen und sich nur zu gerne von den vielen Touristen füttern lassen. Ganz entzückend, die kleinen Äffchen, vor allem aber ist der Wald zauberhaft. img_1232img_1192img_1227 img_1238 img_1240 img_1247 img_1253 img_1261

 

Full Moon Party?

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Na, da haben wir aber geschaut, als heute Morgen eine kleine Prozession durch unseren Garten gezogen ist. Sieht man auch nicht alle Tage. Hatte sich dann auch schnell aufgeklärt – es ist nämlich Vollmond. Demzuehren findet in den benachbarten Tempeln eine große Zeremonie statt und da wir uns genau dazwischen befinden, führt der Umzug von einem zum andren Tempel sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite unseres Feriendomizils vorbei. img_0649img_0673img_0664

Im Tempel finden dann die Feierlichkeiten statt, es wird gesungen manche Leute bringen kleine Opfergaben dar.img_0624img_0639

So eine hinduistische Full Moon Party kann sich über so einige Stunden dahinziehen. Wem könnte man es da schon verübeln, wenn er sich  kurz für ein Fotoshooting davonstiehlt?

Selbstversorger – Villa

Im Mietpreis unseres Ferienhauses ist auch ein Koch mit inbegriffen, sprich wir sind „Selbstversorger“.  Damit wir hier nicht verhungern müssen, waren wir am Anfang unsres Aufenthalts ein paar Lebensmittel einkaufen. Unser Koch und Haushälter ist ein junger Balinese namens Agus, der täglich ganz tolle, abwechslungsreiche Gerichte für uns gezaubert hat. Es war jedes Mal köstlich, egal ob Hühnercurry, Mahi Mahi Spießchen oder der Barracuda in würziger Sauce. Letzterer wurde uns von „fahrenden“ Fischhändlern sogar an die Tür gebracht. wp-1476541657667.jpgwp-1476541722266.jpgwp-1476541942542.jpgwp-1476542018612.jpgwp-1476542310257.jpg

 

 

See – Tempel Pura Ulun Danu Bratan

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In den nahe gelegenen Bergen Nordbalis liegt der Vulkankratersee Bratan und wiederum darin der See Tempel Pura Ulun Danu Bratan, was soviel bedeutet wie Tempel am Kopf des Bratan Sees. Berühmt ist dieser hinduistisch – buddhistische Tempel aus dem 17. Jahrhundert für seine beiden Merus, der niedrigere 3-stöckige Shiva, der 11-stöckige Vishnu gewidmet.

Die Tempelanlage ist in eine großzügige Parkanlage am Seeufer eingebettet, wo sich weitere Tempel und Stupas befinden.  Das Areal ist sehr idyllisch, nur leider komplett überlaufen mit Touristen.

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Git Git

Wer nun glaubt, wir würden nur faul rumliegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, irrt gewaltig. Wir nutzen die Zeit hier natürlich auch, um Ausflüge zu machen und uns die Gegend anzusehen. Sehr beeindruckend fanden wir die Wasserfälle von Git Git, einem kleinen Ort im Norden der Insel auf der Strecke zwischen Singaraja und Denpasar.

Unser Fahrer bringt uns also zum Öffentlich Parkplatz von Git Git und meint 200m weiter rauf gehen und dann rechts abbiegen. Aha. Zum Glück treffen wir dann noch einen netten Balinesen, der sich als ortskundiger Führer herausstellt und uns anbietet, eine geführte Wanderung mit ihm zu machen, die uns zu einem geheimen Wasserfallführen soll. Aso. Wir beraten uns kurz, nehmen das Angebot an, und schon geht es los. Wir gehen vom Parkplatz aus 200m weiter rauf und biegen dann rechts ab. Hier gibt es die üblichen Verkaufsstandln und einzelne Anbieter für Canyoning- und Wildwasser Touren. Wir lehnen höflich ab und wandern weiter. Dann biegt unser Guide links ins Gebüsch ab, wir gucken noch ein bisserl verdutzt, sind froh über unsre Trekkingschuhe und folgen ihm dann auf einem kaum sichtbaren Pfad mitten durch den Dschungel. img_0413img_0418img_0351img_0427img_0378

Immer wider bleiben wir stehen, um uns die verschiedensten Bäume und Früchte erklären zu lassen, zupfen Blätter ab, zerkrümeln kleine Früchte zwischen unsren Fingern und riechen daran, um überrascht festzustellen, dass es sich um Nelken handelt. Unter anderem sehen wir Kakaofrüchte, Kaffeesträucher, Muskatbäume und Vanilleorchideen und viele andere mehr.img_0333img_0353img_0339

Wir dringen tiefer in den Dschungel, begleitet von einem kleinen Bach und umgeben von einem ohrenbetäubenden Grillenorchester, das sich eher nach einem Sägewerk anhört als nach dem lieblich, romantischen Zirpen, das man in unsren Breiten kennt. Es geht bergauf, dann wieder bergauf, über einige improvisierte Brücken, durch einen Felsvorsprung, bis wir plötzlich vor dem Wasserfall stehen und staunen. img_0442img_0397img_0478img_0503

Weiter gehts dann noch zu einem zweiten Wasserfall, dem eigentlichen Git Git Wasserfall und erst auf dem Rückweg über den „offiziellen“  Touristenpfad wird uns bewusst, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir haben viel gesehen, einige neue Sachen gelernt und mussten uns nicht mit den unzähligen anderen an den vielen Souvenirshops entlang drängeln. img_0502

Schließlich sehen wir uns auch noch den Twin Fall an, der auch gleich um die Ecke liegt.img_0618img_0620

 

 

 

Das Ende des Infinity-Pools

Seinerzeit (genau genommen noch früher) ging man davon aus, dass die Welt eine Scheibe sei. Ich begebe mich auf die Spuren dieser Zeit und starte einen Versuch in der Moderne.

Ein Infinity-Pool (übrigens laut Wikipedia als Unendlichkeitsbecken bezeichnet) ist ein scheinbar unendliches Becken, dessen Ende nur zu erahnen ist.

Wie ihr seht, haben mich die scheinbar hinter dem Becken hervorscheinenden Palmen skeptisch gestimmt. Wie es bei mir üblich ist, rede ich nicht lange herum, sondern probiere es aus:

Ihr seht, die Gesetze der Physik behalten auch nach diesem Versuch ihre Gültigkeit: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Das gilt auch für einen Infinity-Pool.

Die Insel der Götter

Von Kuala Lumpur ist es noch ein Dreistundenflug nach Bali und man sollte auch gut drei Stunden vorher am Flughafen sein. Also mal wieder eine kurze Nacht, eine problemlose Fahrt mit dem KLIA Express, der Kuala Lumpur mit dem Kuala Lumpur International Airport (->KLIA, grrrr schon wieder ein Akronym) verbindet, ewig langes Warten am Gate und Ankunft mit einstündiger Verspätung in Denpasar, der Hauptstadt Balis. So sieht übrigens der Flughafenausgang aus:img_3793

Von Denpasar aus fahren wir noch gute drei Stunden in den Norden der Insel nach Singaraja, wo wir für die erste Woche ein Strandhaus gemietet haben.

Der Verkehr in Denpasar ist unfassbar, wir stehen im Stau, nichts geht mehr, auf der zweispurigen Hauptstraße tummeln sich mindestens fünf Fahrzeuge nebeneinander, dazwischen noch hunderte Mopeds und ich hoffe, dass die Balinesen auch einen Gott des Verkehrs haben, der ihnen bei ihrer täglichen Anfahrt zum und vom Arbeitsplatz wohlgesonnen zur Seite steht. SO habe ich mir Bali nicht vorgestellt. Die Straßen sind gesäumt von modernen Einrichtungsläden und Mopedverleihern und es dauert eine Ewigkeit bis wir aus Denpasar raus sind. Schön langsam ändert sich dann aber auch die Umgebung und immer öfter rücken traditionelle Häuser und Tempel ins Blickfeld. Zunehmend wird es auch grüner. Um in den Norden zu gelangen, müssen wir über die Berge. Die Straße ist kurvig und die knapp 90 km lange Strecke zieht sich ziemlich dahin. Kein Wunder, dass man dafür über drei Stunden braucht,  bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt:img_0299img_0304img_0313

 

Musei Vaticani

Etwas Kultur muss sein – für uns heute in Form der Vatikanischen Museen. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns zu Fuß auf zum Vatikan. Es ist ein netter Spaziergang vorbei an der Piazza Navona, durch die hübsche Via del Governo Vecchio, weiter über die Engelsbrücke vorbei an der imposanten Engelsburg, über den Petersplatz und dann noch einen Hatscher an der alten Mauer des Vatikan entlang zum Eingang der Museen, wo wir an einer kilometerlangen Schlange wartender Touristen vorbei kommen, die es alle nicht geschafft haben, sich online Tickets zu besorgen. Wartezeiten belaufen sich vor Ort bis zu einigen Stunden!!! Wir waren schlau und haben im Voraus gebucht, ersparen uns die Warterei und beginnen unsere Tour mit einer Rundfahrt durch die Vatikanischen Gärten. Dafür steigen wir in einen offenen Minibus und genießen die Fahrt vorbei an Brunnen, Bauwerken und natürlich den verschiedenen Gärten. Wir lernen über die verschiedenen Stile der Gärten, angefangen vom italienischem Stil mit lediglich Rasenflächen und immergrünen Stauden und Hecken, die in Form geschnitten werden, über den französischen Stil mit seinen geometrisch, ikonologisch angelegten Flächen, bis hin zum englischen Gartenteil, der durch seine Natürlichkeit besticht. Desweiteren gibt es auch noch Bereiche mit exotischeren Pflanzen, einen Steingarten, unzählige Brunnen und sogar eine Grotte. Stefans größte Freude galt aber den Antennen des Vatikanischen Radiosenders und natürlich dem Bahnhof, der sich verbunden durch einen Tunnel inmitten der Gärten befindet.

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Es folgt die Besichtigung der Museen: angefangen bei den Vatikanischen Höfen, über die Loggien des Raffael, durch unzählige prunkvolle Säle, weiter zu den Gemächern Pius V., dann noch die Stanzen des Raffael um letztendlich den Höhepunkt, die Sixtinische Kapelle bestaunen zu dürfen. Einfach überwältigend! Michelangelo’s Fresken erstrahlen seit der Restaurierung in neuem Glanz, und wie schon Goethe so trefflich zu sagen vermochte: „Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag.“ Sixt

unser Foto vom Jüngsten Gericht ist leider nicht so gut, aber wir haben es auch heimlich fotografiert, ist nämlich strengstens verboten.

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Nach so viel Futter fürs Auge und Hirn, wurde es auch langsam Zeit unsere leeren Mägen zu füllen. Pizzeria Amalfi gleich um die Ecke verschafft Abhilfe. Da es schon spät am Nachmittag ist und nicht mehr lange zum Abendessen, entscheide ich mich für einen nicht weiter erwähnenswerten Salat, Stefan bestellt Baccalà Marinato und wird nicht enttäuscht; der marinierte Kabeljau mit Tomaten, Oliven und Kapern schmeckt wirklich sehr gut.bacala
Weiter geht es über die Via Cola die Rienzo, der Haupteinkaufsmeile des Vatikan zur Piazza del Popolo, dann in eine der hübschesten Gasse Roms – Via Margutta. Sie läuft parallel zur Via del Babuino, bekannt für die unzähligen Designerboutiquen und wird daher von den meisten Touristen übersehen, was sehr schade ist, denn nur einige Schritte vom Trubel entfernt, befindet man sich hier in einer anderen Welt. Statt der bunten Schaufenster, gibt es hier viele Antiquitätenladen und oft kann man auch noch die Handwerker beim Restaurieren oder Bildhauen beobachten. margutta
Nur einen Steinwurf entfernt – die Spanische Treppe. Aber zu unserer Überraschung diesmal ohne die Massen an Touristen,  die 138 Stufen werden zur Zeit saniert.spagna
Rom wäre aber nicht Rom ohne die wunderbare Welt der Mode, und damit einhergehend die unzähligen Designerläden. Auf der illustren Via dei Condotti reiht sich Dior an Gucci, befindet sich Bulgari gegenüber von Cartier, und natürlich fehlen hier auch nicht alle anderen Highend-Labels wie Prada, Louis Vuitton und Armani, um nur einige zu nennen. Viele werben um diese Zeit mit „Saldi“, aber selbst bei Nachlässen von 50% bleibt diese Gegend ein äußerst teures Pflaster.condotti
 Weiter geht’s zum Pantheon und wir genießen endlich einen Aperitivo. Dieser wird in Rom immer mit einem kleinen Snack zelebriert.  Man sitzt an einem der vielen Plätze und sieht mit etwas Glück aus erster Reihe fußfrei dem bunten Treiben zu: besser als Kino! Viele Italienerinnen führen hier die neuesten Modetrends vor (heuer sehr angesagt: Stroh-Hüte, übrigens auch für etwas mutigere Männer), Touristen schleppen ihre vollen Einkaufssackerl nach erfolgreichem Shopping zurück ins Hotel, geführte Touristengruppen sammeln sich vor hochgehaltenen Schirmen,  Kellner werben um Gäste und Strassenverkäufer versuchen ihre Ware an den Mann zu bringen. Immer wieder ein Erlebnis.pantheon
Es ist spät geworden und somit Zeit fürs Abendessen. Heute in der „Osteria dell‘ Gallo“:  marinierte Anchovis und Bruschetta mit Mini Oktopus machen den Anfang, danach gibt’s Meeresfrüchte Spaghetti für Stefan und Tagliata für mich. Beides ok, aber bei weitem nicht so exzellent wie am Vortag bei „Francesco“. Bei Rotwein und Pecorino lassen wir den Abend ausklingen.anchovismuschelntagliata

Vulcano

Obwohl wir uns schon bei unserem letzten Urlaub auf Santorini vor ein paar Jahren den Vulkan angesehen haben, wollten wir auch diesmal wieder eine Bootsfahrt machen. Also machten wir uns auf den Weg zum alten Hafen in Thira, den man entweder zu Fuß über einen steilen Serpentinenweg erreichen kann, oder auf dem Rücken eines Esels oder aber ganz bequem mit der Seilbahn, einem österreichischen Qualitätsprodukt von Doppelmayr.IMG_5576IMG_5587IMG_5598Nach einer kurzen Bootsfahrt auf einem alten Holzsegler erreichen wir die kleine Nachbarinsel und beginnen unseren Aufstieg. Wir finden uns in einer kargen Mondlandschaft wieder, die Sonne knallt mit voller Kraft auf die schwarzen Felsen runter und im Schweiße unsres Angesichts quälen wir uns bis zum Gipfel rauf – und wieder runter. Teilweise kann man es noch richtig rauchen sehen und an einigen Stellen riecht es ziemlich verdächtig nach Schwefel – da brodelt wirklich noch was unter der Erde.IMG_5608IMG_5621IMG_5651IMG_5638IMG_5660Nächster Stop sind die heißen Quellen auf Palea Kameni, die man auch sehr gut vom Boot ausmachen kann, das blaue Wasser färbt sich durch die vulkanischen Sedimente auffällig braun und die Temperatur des Wassers steigt von 19°C auf 30°C. Es ist natürlich eine Riesenattraktion für die Touristen vom Boot aus zu den warmen Quellen zu schwimmen.IMG_5674

Ein wirklich schöner, aber sehr anstrengender Ausflug. Daher entscheiden wir uns wieder zurück auf Santorini für eine Massage und etwas Ruhe am Pool.

 

 

 

Quadsch

So ein Quadsch. Wir wollten heute etwas mobiler werden. Üblicherweise mieten wir uns auf griechischen Inseln ja ein Moped und erkunden so jeden Winkel (, der uns interessiert – kein Zwang auf Vollständigkeit). Nachdem Mirjam vor einigen Monaten schlechte Erfahrungen auf ihrem motorisierten einspurigen Kraftfahrzeug gemacht hat (Umfall), war es ihr lieber, wir nehmen diesmal ein Quad (gesprochen: Kwod). Also ein Fahrzeug mit vier Rädern, zweispurig, mit geringerer Umfallwahrscheinlichkeit. Ich fahre. Also, gefunden haben wir sowas sofort. Es gibt einge Verleiher, die nur PKWs führen, aber die meisten haben eine große Auswahl an Mopeds, Quads und Strandbuggys. Also nehmen wir ein Quad. Falls es uns nicht gefällt, können wir jederzeit wechseln. Morgen zum Beispiel, dachten wir.
Wir sind losgefahren und mir war das von Anfang an unheimlich. Lenken muss man wie ein Muskelprotz, die Arme weit auseinander und dann eher drücken bzw. ziehen, damit das Ding Kurven fährt. Und dass das mit dem Hineinlehnen in die Kurven nix ist, war eh klar, aber dass es sich so bescheiden fahren lässt, hab ich mir nicht gedacht. Wir haben also nach ein paar Metern gleich wieder gebremst. Dann sind wir zu einem Parkplatz üben gefahren und haben dort entschieden, dass wir sofort gegen ein Moped tauschen werden. Gesagt getan.
Mit dem 125ccm Plastikmoped sind wir heute wunderbar vorangekommen und waren unter anderem in Oía. Mirjam wird euch berichten.