Schon wieder schnorcheln? Aha, ein Wrack!

Zwei Tage nach dem ersten Schnorchelausflug haben uns die Einheimischen zu einer „Exkursion“ mit Schnorcheln eingeladen. Unter anderem zu einem Wrack auf Isla Perro. Also brummen wir mit dem Boot und einigen anderen Touristen etwa 20 Minuten in eine Richtung – ich glaube Nordwest, vorbei an einigen kleinen Inselchen. Unser Ziel scheint bekannt zu sein, es gibt ein kleines Restaurant, unheimlich viel andere Touristen (bisher dachten wir, wir wären quasi alleine mit den anderen auf unserer Insel).

Das Wrack wirkt zwar eher, als wäre es absichtlich als Touristenattraktion im seichten Wasser versenkt worden, aber trotzdem nett. Es ist ein bißerl mit Korallen und anderem Getier (Schwämmen, …) bewachsen. Also etwas mehr zu sehen beim Schnorcheln.

Das Wrack darf man sich jetzt auch nicht als große Frigatte vorstellen. Es ist ein Eisen-/Stahlschiff, eher klein. Man erkennt eine Winde aus Metall, die Funktion bzw. ehemalige Anwendung kann ich nicht erraten.

Die Fische sind neben den Bekannten noch ein paar neue bunte Fischerl, die man bei uns am ehesten aus diversen Aquarien kennt. Sie lassen sich durch die zahlreichen Schnorchler nicht beunruhigen und schwimmen gelassen durch die Gegend.

Die Insel selbst scheint ein Treffpunkt für Touristen sämtlicher benachbarter Inseln zu sein. Es gibt ein Restaurant, in dem wir uns eine frische ganze Kokosnuss gönnen (va. Kokoswasser zum Schlürfen).

Nach einem kurzen Sonnenbad und zwei Schnorcheldurchgängen geht’s auch schon wieder weiter zu einem Riff – wieder zum Schnorcheln.

(gopro8507 noch einfügen)

Schnorcheln auf den San Blas-Inseln

Das letzte Mal war ich auf Bali schnorcheln. Da habe ich unter Wasser eine Schlange angetroffen, bin schnell rausgeschwommen und hab’s seither im Meer nicht mehr probiert.

Auf den San Blas-Inseln haben wir 4 Tage verbracht, siehe separaten Blog-Eintrag von Mirjam.

An einem Tag wurde die Aktivität „Schnorcheln“ angeboten. Na gut. Die Inseln sind ja wirklich malerisch und für mich ist klar, dass die Postkartenmotive aus der Karibik kein Fake sind, sondern es hier wirklich (überall?) so schön ist. Also könnte man sich das ja auch mal unter Wasser ansehen.

Ich habe es nicht bereut: wir sind mit dem Boot von den Einheimischen zuerst zu einer Sandbank gefahren, die unser Boot gerade noch passieren kann. Dort haben sie uns mit der Anweisung, keine Seesterne anzufassen, ins Wasser gelassen: „weijnti minutos“. Also zwanzig Minuten Zeit.

So richtig viel ist unter Wasser nicht los gewesen. Es war aber trotzdem ein super Erlebnis, weil das Wasser sehr klar war, sowieso warm und es einfach gut geklappt hat, dort auf der Sandbank eine Viertelstunde herumzuschnorcheln und sich daran zu gewöhnen, die Brille zu tragen, vorher zu waschen und mit dem Schnorchel zu hantieren.

Nach den beschriebenen zwanzig Minuten hat einer der Bootsleute das Zeichen zum Aufbruch gegeben und wir – und ein anderes Paar, zufällig auch aus Wien – sind weitergefahren. Starfisch Island, hieß das Ziel. Also Seestern-Insel. Klingt ja schon mal vielversprechend.

Starfish Island

Wie soll man diese Insel beschreiben? Sie ist wie aus dem Bilderbuch oder einem Postkartenmotiv. Eine kleine Insel, zum Umrunden zu Fuß braucht man vermutlich 5-6 Minuten, etwa 30 Palmen und unglaublich malerisch weißer feiner Sand.

Die Einheimischen haben uns noch zu verstehen gegeben, dass sie in 2 Stunden wieder herkommen. Echt? Sie lassen uns hier zu viert auf dieser Insel? Nicht schlecht.

Mirjam hat sich das Badetuch ausgebreitet und sich in die Sonne gelegt, ich habe den Schnorchel vorbereitet und bin mal ins seichte Wasser gestapft.

Hier waren zwar auch nicht unheimlich viele Fischerl zu sehen, aber ab und zu ist einer vorbeigekommen und hat sich filmen lassen. Neben Seesternen hab‘ ich auch eine Seegurke und ein paar andere Fische vor die Linse bekommen. Seht selbst.

Mirjams Strandperspektive war auch nicht schlecht. Hier noch ein paar Eindrücke von den Palmen und dem Strand. Unglaublich.

Panama Kanal

Schon im Landeanflug auf Panamá City haben wir zahlreiche Containerschiffe erspäht, die im Golf von Panamá entweder Richtung Kanal steuern oder von dort kommen.

Als ersten Ausflug und erstes Highlight in Panamá sind wir zu den Miraflores-Schleusen gefahren, den ersten Schleusen des Panamá Kanals auf pazifischer Seite. Die Fahrt hat nur rund 20 Minuten gedauert und uns auch gleich einen ersten Eindruck von der Stadt und dem Umland gezeigt.

Bei den Miraflores-Schleusen gibt es einen „alten“ Teil, die ursprünglichen Schleusen, und etwas nördlicher eine neu konstruierte, und erst vor ein paar Jahren eröffnete, Schleusenanlage. Beide sind in Betrieb. In der Früh, mit Sonnenaufgang – aufgrund der Nähe zum Äquator immer so um 6 Uhr herum – passieren die ersten Schiffe vom Pazifik kommend die Schleusen. Mittags ist weniger los und am Nachmittag kommen die Schiffe von atlantischer/karibischer Seite und passieren Richtung Pazifik.

Den ersten Versuch, einen Kanal anzulegen, haben im Jahr 1876 die Franzosen unternommen, sind jedoch an den widrigen Bedingungen im Dschungel gescheitert. Ab 1902 haben die USA die Bauarbeiten erneut gestartet und bis 1914 fertiggestellt. Seither ist der Kanal unter US-amerikanischer Hoheit betrieben worden. Am 31.12.1999 hat das Land Panamá den Betrieb des Kanals übernommen und in den folgenden Jahren erweitert und eben auch die neuen Schleusen angelegt, die teilweise erst in den letzten Jahren in Betrieb gegangen sind.

Der Panamá Kanal ist gesamt etwa 82 km lang, die Passage des Kanals benötigt im Schnitt etwa 15 Stunden, erspart den Schiffen jedoch die Fahrt über Cap Hoorn, also die Umfahrung Südamerikas, einen Umweg von weit mehr als einer Woche, verbunden mit entsprechender Einsparung beim Energieaufwand (zB. Treibstoff).

Die Schleusen werden benötigt, da der Kanal zwischen den beiden Meeren einige Seen passiert, die in einer Höhe von 26 Metern über dem Meeresspiegel angelegt sind bzw. natürlich vorkommen.

Wer’s genauer wissen möchte, findet hier einen tollen Wikipedia Artikel mit einer übersichtlichen Skizze und Beschreibung des Kanals und Luftaufnahmen, die alles besser veranschaulichen.

Miraflores Besucherzentrum

In Miraflores gibt es ein Besucherzentrum, das wirklich wunderbar gestaltet ist. Selten sieht man eine Einrichtung, die speziell für Touristen und Besucher geschaffen wurde, und so informativ und gelungen ist.

Es gibt eine Aussichtsplattform. von der aus man wenige Meter neben den Schleusen den Schiffen zusehen kann. Außerdem gibt es ein kleines Kino, bei dem in einem 10 minütigen Film, die Notwendigkeit und Funktion des Kanals, der Bau und die Technik erklärt werden.

In einem Raum ist die Kommandozentrale des Panamakanals nachgebildet und man kann dort einen Eindruck bekommen, wie die Verkehrsleitung der mehr als 14.000 Schiffe, die jedes Jahr den Kanal passieren, abgewickelt wird.

Ein Museum zeigt die Geschichte des Baus des Kanals, mit etlichen Fotos und Darstellungen der „Baustelle“ im Dschungel.

Ein anderer Raum simuliert die Kommandobrücke eines Schiffs. Man bekommt den Eindruck, dass man nun an Board eines Containerschiffes ist, das auf den Kanal zusteuert. Ein Zeitrafferfilm zeigt in wenigen Minuten die Einfahrt auf der Pazifikseite, die Funktion der Schleusen, die Weiterfahrt über den künstlichen Kanal und die natürlichen Seen, sowie wiederum die Schleusen bei Colón – auf der atlantischen/karibischen Seite:

Der Flug mit dem Tiger (oder: Premier Lounge am Flughafen Denpasar)

wp-1477397543519.jpgEigentlich sollte uns der Tiger (Tiger Air) flott, wie es die Großkatzen in der Sendung „Universum“ vormachen, nach Singapur transportieren. Leider ist unser Flug aufgrund der Sperre des Flughafens nach einem Vulkanausbruch des Vulkans „Mount Rinjani“ und der in die Luft gespieenen Vulkanasche um mehr als 3 Stunden verzögert. Spektakuläre „Tatsache“! (Heute nennt man es „Alternative Fact“) Davon haben wir ja gar nichts gelesen. Mirjam kann’s nicht glauben: „Und wieso ist dann nur unser Flug verspätet?“, fragt sie. Verdutzt schaut der Bursche am Check In und ruft nach seinem Supervisor. OK, die aufliegenden Hinweiszettel haben sie schnell entfernt. Die schriftliche Bestätigung, die ich bekommen habe, wollten sie zurück (siehe Foto nebenan). Die hab ich aber schon eingepackt und ich will jetzt nicht mehr die Tasche öffnen. Dumm gelaufen, Tiger. Der neue Grund für die Verzögerung ist jetzt ein defektes Flugzeug und sie müssen ein neues einfliegen. Klingt schon plausibler, Tiger. Hoffen wir das Beste für uns und den neuen Flieger.

Was machen wir nun aus der gewonnenen Zeit in Bali und der verlorenen Zeit in Singapur? Wieder hat Mirjam eine zündende Idee: hier gibt es sicher eine gute Lounge. Der Flughafen wurde ja vor wenigen Jahren neu gebaut.

Schon sind wir bei der „Premier Lounge“ angekommen. Mirjam hat zum Glück zumindest einmal ihre Diners Club Karte in den letzten 12 Monaten belastet und ist daher für einen kostenfreien Eintritt legitimiert. Für mich müssen wir US$ 28 löhnen, erfahrungsgemäß geht dieser Business Case aus meiner Sicht aber locker auf. Wir haben mehr als 5 Stunden Zeit – hallo? Was ich da verdrücken kann…

wp-1477390921179.jpgWir bereuen es nicht: in der Lounge gibt es zwei Buffets: das Kleine bietet Mini-Hamburger, Toasts (mit Chicken, vegetarisch oder Käse) und Süßspeisen (Törtchen, Schnitten) sowie Säfte und Tees. [Ich muss kurz unterbrechen – mir ist beim Bloggen grad aufgefallen, dass ich den Käsetoast noch nicht probiert habe… Fauxpas!]

wp-1477390980682.jpgDas große Buffet bietet Suppen (Championcreme und Minestrone), panierte Hühnerflügerl (übrigens unser Favorit!), Chicken Rolls („Würstchen im Schlafrock“), Frühlingsrollen (vegetarisch und nicht), Reis (gedämpft, gebraten uvm.), Früchte, Saucen, Dips und Zubehör (Salz, Pfeffer, Tabasco, diverse lokale „Sambals“).wp-1477390308096.jpg

Aber dann haben wir was Tolles entdeckt: die Damen hinter „der Pudel“ nehmen Bestellungen entgegen. Die Russen bestellen dort ihren Wodka, die Engländer veredeln dort das Tonic mit Gin, Mirjam bekommt ein Glas Weißwein (übrigens den besten Wein seit Wochen) und ich entdecke das frisch zubereitete Spezialmenü: chinesische Hühnersuppe oder (und?) wp-1477397811264.jpgSpaghetti Carbonara. Meine Wahl fällt italienisch aus. Mann, waren die gut! Ich melde das den Damen an der Pudel, sie freuen sich über die Rückmeldung und holen den Koch. „Der Koch muss Italiener sein“, denke ich mir. Die schmalen Augen verraten mir, dass ich mich irre.

Übrigens: der Tiger wollte uns zu einem Lunch auf Gate 2 als Wiedergutmachung einladen. Wir haben uns erkundigt, was es gibt. „Meal: rice and potatoes“. Wir haben verstanden (Kohlenhydrate sättigen) und haben sicher mit dem Besuch der Lounge die richtige Wahl getroffen. Die Zeit vergeht ganz schon schnell beim Bloggen. Vor allem wenn man so gewissenhaft vorgeht und die meisten Speisen probieren muss, um einen ernsthaften Bericht verfassen zu können. Ich hoffe, ihr wisst das zu schätzen…

Ein kleiner Snack erfüllt seinen Zweck…

„das reimt sich, und was sich reimt ist gut…“, hat einmal ein weiser Pumuckel gesagt.

Eigentlich wollte ich ja nur die Wäsche zur Laundry bringen, damit wir für die letzten Tage gerüstet sind und vielleicht zu Hause weniger Aufwand mit dem Waschen haben. Aber es soll ja keine Eile aufkommen – da bleibt Zeit für ein Bier und eben einen Snack.

Viele Restaurants haben hier in der Futterstraße Jl. Pantai Mengiat (mit vielen Restaurants und Bars) noch geschlossen. Das Lokal „Beergarden“ hat aber offen, ist in der Nähe und die Bar voll mit Engländern.

Ich habe den Appetizer „Three deep fried Prawns“ für die kulinarische Unterstützung des Besuchs gewählt. Die waren überraschend lecker. Der Koch muss was vom Panieren verstehen – der Name des Chefs ist Andreas Menzel (oder so ähnlich; Name von der Redaktion vergessen). Auf der Karte gibt es (neben lokalen Gerichten und einer Auswahl an thailändischer Küche) auch Linsensuppe mit Wiener Würstchen, Cordon Bleu in verschiedenen Schreibweisen, Gulasch, Beef Stroganoff, Hunter Schnitzel, Stelze und Geschnetzeltes „Züricher Style“.

So ein westlicher Ausflug tut nach gut zwei Wochen auf der Insel auch mal wieder gut. Ich werde es aber bei den drei kleinen Meerestierchen belassen, heute Abend schauen wir zum Jimbaran Bay, das für seine Strandlokale und die Meeresfrüchte berühmt ist. Stay tuned!

Jetzt wird’s riskant…

Wir verlassen uns bei Asien-Urlauben auf Moskitoabwehrmittel („Moskito related Weapon of Mass Destruction“) und Gin Tonic. Als Reiseprofis haben wir immer ausreichend dabei. Aber jetzt ist es passiert: die Gin-Flasche ist nach zwei Wochen Reise leer und Tonic haben wir auch nicht mehr.
Morgen fahren wir nach Nusa Dua, sind also nicht mehr im Jungel-Gebiet, sondern eher im Städtischen. Da haben wir gerade noch die Kurve gekriegt…

Geschichten vom dreckigen Entlein

Bali ist für seine Zubereitung der Ente berühmt. Enten gelten hier (wie auch bei uns) als höherwertig verglichen zu Hendl und werden von allen Bevölkerungsklassen gespeist.

Wir haben das gleich zweimal während unseres Aufenthalts in Ubud probiert:

Als erstes wurde uns von Mirjams Schwestern die Ente (indonesisch „Bebek“) in unserem Hotel/Resort „Wapa di Ume“ nahegelegt. Es gibt sie hier in zwei Zubereitungsarten: als Bebek Megoreng und als marinierte Bebek Mepanggang.

Wir haben beide probiert und gegenseitig gekostet. Jeweils wurde eine halbe Ente serviert, die wir fast nicht auf den Teller hieven konnten, weil sie vor Zartheit bei Berührung zerfallen ist, so mürbe waren sie.

wp-1476850114188.jpgDie Enten werden scheinbar vorgekocht, um so zart zu sein, und dann unmittelbar vor dem Servieren „deep fried“. Mirjams Ente Megoreng war vom Geschmack her unserer europäischen Zubereitung sehr ähnlich.

wp-1476850064022.jpgMeine Ente Mepanggang war mit einer Gewürzmischung eingerieben und gefüllt, die hier für die Zubereitung typisch sein dürfte. Die Zutaten zur Kräuterpaste müssen zahlreich sein, man kann nur einzelne erschmecken und weiß, das noch viel mehr Gewürze und Kräuter beitragen. Jedenfalls haben wir Zitronengras, Ingwer, Curkuma, etwas Knoblauch und Zwiebel/Schalotten, sowie Nelken, Koriander, schwarzen Pfeffer und Chilis erkannt.

Neuer Tag, neues Glück…

(…für uns, nicht für die Enten…)

Stefan (links) und Ente (rechts)

Stefan (links) und Ente (rechts)

Besonders bekannt ist das Restaurant „Bebek Bengil“, das „Restaurant zu dreckige Ente“. Ich war bereits vor 9 Jahren hier essen und habe es als besonderes Erlebnis in Erinnerung. Den Namen hat das Restaurant übrigens selbst gewählt, nachdem kurz vor der Eröffnung  Jahr 1990 eine Entenfamilie durchgewatschelt ist und eine Menge Dreck hinterlassen hat. Die Besitzer hatten bislang keinen Namen für ihr Restaurant und waren sich nach diesem Vorfall schnell einig…

wp-1476849968610.jpgAm Eingang des sehr großen Restaurants, das durch einen großen Garten mit mehreren Wasserbecken und Springbrunnen aufgelockert wird und bei einem Reisfeld endet, wurden wir von einer tiefenentspannten Katze empfangen. Wobei „empfangen“ das falsche Wort ist, weil es einen aktiven Vorgang beschreibt, was es definitiv nicht war. Aber seht am Foto selbst.

wp-1476849892961.jpgServiert wurde und wird eine ganze Ente (angeboten als Speise für zwei Personen), leicht geräuchert, als Aperitiv ein Papaya-Wassermelonen-Saft und zahlreiche Beilagen: Satay-Spieße mit Huhn (vielleicht als Beilage zum Enten-Menü nicht ganz schlüssig), gebratene Fisolen/(Mung/)-Sojabohnensprossen, knusprige Reischips, Reis und zwei Saucen: eine erinnert an Ayvar und die andere ist ölig mit Pfefferoni, Chili und kleinen roten Zwiebeln.

wp-1476849634809.jpgFrüher musste man diese Ente einen Tag vorbestellen, davon ist man aber mittlerweile abgekommen: die „Smoked Dirty Duck“ gibt es á la carte täglich ohne Vorbestellung.

wp-1476861227400.jpgAuch diese Ente wurde mit der erwähnten Kräuterpaste kräftig gestopft und eingerieben, bevor sie diesmal allerdings offenbar im Rohr gebraten wurde. Sie zerfällt ebenso, ist aber leider vergleichsweise ein bißerl trockener gewesen.
Der Gewinner unseres Entenvergleichsessens ist somit die Bebek Megoreng vom Restaurant im Wapa di Ume, sie wird auch als „Mr. Wayan’s (Küchenchef?) favouried deep fried duck“ im Hotel angepriesen.

Ente gut, alles gut.

Hier habe ich ein paar Rezepte mit Fotos gefunden, die ich nicht vorenthalten möchte, falls es jemand ausprobieren will. Auch die Zubereitung der typischen Kräuterpaste wird hier noch genauer beschrieben:

Four o’clock tea

Wir haben hier in Ubud ein wunderbares Hotel, eigentlich eine riesengroße Anlage mit Villen und Häuschen, mitten in Reisfeldern. Das wird uns einen eigenen Beitrag wert sein.

Ab 15:30 wird man zu Tee geladen. Eine sehr nette Einrichtung, die wir nicht jeden Tag genießen können, weil wir auch die Umgebung kennenlernen möchten.

Zum Tee werden kleine Küchlein serviert. So gefällt mir das: Kokos-Crepe, eine in Reisteig umwickelte Banane mit Honig, ein westlicher Schokokuchen und ein indonesisch gewürztes Etwas (nicht wirklich süß, eher würzig-pikant) im Blätterteig – stilsicher serviert auf einem Bananenblatt .

Bakso Ayam

wp-1476342930322.jpgEs wurde wieder Zeit für einen Snack. Auf einem muslimischen Markt in dem Dorf haben wir uns nach einem Tempel-Besuch „Bakso Ayam“ bestellt. Ayam steht für Hendl und Bakso sind kleine Bällchen, die hier gerne in einer Suppe serviert werden. Bakso besteht eigentlich meist aus Rind, gibt es aber auch aus Fisch und Huhn.

Bakso, erklärt man uns, stammt eigentlich aus Java. Man bekommt es hier sehr häufig an den Ständen am Straßenrand oder an Märkten zwischen den Angeboten von Kräutern, Gewürzen, Stoffen oder frischem Obst und Gemüse.

wp-1476354386359.jpgDie Speise wird immer frisch zusammengesetzt: zuerst nimmt man eine Schale, dann gibt man die Zutaten hinein: Glasnudeln, Eiernudeln, geschnittenes Kraut, Petersilie/Koreander – wobei  hier auch gerne die Stengel mitgenommen werden -, einige knusprig frittierte getrocknete Zutaten, die ich nicht näher beschreiben kann (wirken etwas wie gebackene Wan Tan, manchmal sind aber auch kleinere frittierte oder gebackene Sachen dabei, es macht das Gericht „crispy“) und die Fleisch-/Fischbällchen. wp-1476354405796.jpgAm Ende kommt die Hühnersuppe drüber, die scheinbar schon seit Stunden vor sich her köchelt.

Das Ergebnis ist an sich schon sehr g’schmackig, aber es gibt eine Menge Gewürze und Saucen, die man sich nach belieben selbst am Tisch dazumengen kann: Chili(sauce), Sambal (würzige Sauce, leicht scharf) und ein paar andere Sachen.

wp-1476354425200.jpgHeraus kommt eine wirklich gute Mahlzeit – jedenfalls viel spannender als eine einfache Hühnersuppe.

Das Ende des Infinity-Pools

Seinerzeit (genau genommen noch früher) ging man davon aus, dass die Welt eine Scheibe sei. Ich begebe mich auf die Spuren dieser Zeit und starte einen Versuch in der Moderne.

Ein Infinity-Pool (übrigens laut Wikipedia als Unendlichkeitsbecken bezeichnet) ist ein scheinbar unendliches Becken, dessen Ende nur zu erahnen ist.

Wie ihr seht, haben mich die scheinbar hinter dem Becken hervorscheinenden Palmen skeptisch gestimmt. Wie es bei mir üblich ist, rede ich nicht lange herum, sondern probiere es aus:

Ihr seht, die Gesetze der Physik behalten auch nach diesem Versuch ihre Gültigkeit: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Das gilt auch für einen Infinity-Pool.

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wp-1476319915783.jpgHatte ich noch nie. Steht in unserem Urlaubsdomizil mitten im Raum rum. War mir bisher als „Amerikanischer Kühlschrank“ bekannt. So ein mannshoher Kühlschrank mit mehreren Funktionen. Brauche ich für daheim auch nicht, aber ist interessant einmal zu probieren und ein paar Tage zu nutzen.

Der Apparat besteht aus einem Kühlschrankteil, klassisch gehalten, auf der rechten Seite. Sowie einem Tiefkühlfach auf der linken Seite. Jeweils über die ganze Höhe.

Das ist aber bei Weitem nicht alles: für den raschen Zugriff im Notfall, lässt sich an der Front, rechts, durch kurzen Druck ein Fach öffnen, mit dem ein direkter Zugriff zu den wichtigsten gekühlten Getränken (wir wissen alle, was gemeint ist) möglich ist. Praktisch. Unterhalb befinden sich zwei Laden, in denen man Lebensmittel tiefkühlen kann, aber scheinbar nicht so kühl wie im separaten Tiefkühlfach:

Dass dann auf der linken Seite, beim Tiefkühlfach, ein Eis-Crusher verbaut ist, mit dem man stilsicher sein Getränk mit grob gehackten Eissplittern verfeinern kann, rundet die Sache ab. Seht mal, wie großartig sich damit ein Gin Tonic in Windeseile zusammenstellen lässt.

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

So sieht ein professioneller Gin Tonic mit dem beschriebenen Kühlschrank aus

Die Temperaturen der einzelnen Fächer lassen sich separat digital wählen. Wäre ein Netzwerkanschluss vorhanden, wäre das Gerät vermutlich IoT (Internet of Things)-fähig. Ich bin überzeugt, bei den nächsten Modellen kommt das alles noch.

Links neben dem Eis-Crusher ist ein Spender für Eiswasser verbaut. Den habe ich nicht weiter probiert, das erfordert zu viel Körpereinsatz, weil ich mich bei so waghalsigen Versuchen meist verkühle.

Für die Ungeduligen gibt es noch jeweils eine „Power Freeze“ oder „Power Cool“-Funktion mit der sich Frischgekochtes vermutlich ratz-fatz abkühlen lässt. Das habe ich nicht weiter probiert – es war mir den Energiebedarf für einen Blog-Beitrag nicht wert und außerdem bleibt bei mir selten was vom Frischgekochten übrig.

Alles in allem ein tolles Gerät. Für meinen Geschmack etwas übertrieben und für unsere Breiten nicht nötig (wenn ich etwas kühlen will, kann ich es 8 Monate im Jahr aufs Fensterbrett legen). Einzig der Energieverbrauch würde mich noch interessieren, aber für so eine Messung bin ich hier im Urlaub nicht ausgerüstet.

Pizza mal anders: Kebap Pizza und Bosnische Pizza

Schon vor ein paar Monaten wurden wir in Gradiščak (Nord-Kroatien) angesprochen, ob wir eine Kebap-Pizza kennen. Ja, ich glaube, das haben wir in Wien schon gesehen: Pizzateig mit Kebapfleisch gefüllt und gefaltet (wie eine Pizza Calzone).

Aber das haben sie nicht gemeint. „Wir müssen das kosten!“ Und die Bosnische Pizza bei dieser Gelegenheit auch gleich! Dazu werden wir ins Restaurant Arka („Bistro Arka“) in Sveti Martin na Muri geführt. Bei der Bestellung wird es bereits spannend – was uns da jetzt wohl erwartet?

Bestellt werden neben Getränken:

  • Kepab Pizza
  • Bosanska Pizza (Bosnische Pizza)
  • Međimurska Pizza (Međimurje ist der Bezirk („Gespanschaft“), zu dem Sveti Martin na Muri gehört)

Kurz darauf werden sie auch schon serviert:

kebappizza1Kebap Pizza

Diese Kebap Pizza ist wirklich der Hit! Sie schaut grauslich aus, schmeckt aber wirklich hervorragend!

Als Basis für diese Kebap Pizza dient eine Pizza Margherita (Pizzateig, Käse, etwas Tomatensauce – kein Basilikum). Darauf wird Kebapfleisch gelegt und reichlich mit einer pikanten Sauce auf Majonäse-Basis garniert. Wir wollten die Zutaten zu dieser Sauce hinterfragen, das ist allerdings ein „Geheimnis des Hauses“. Für uns steht fest, dass die Basis Majonäse ist, allerdings mit etwas mehr Säure. Es schmeckt, als wären Essig-Gurkerl dabei, oder zumindest etwas vom Essigwasser, in dem sie gelagert werden.

kebappizzaschnittekebappizzastueckDie Zutaten für diese Pizza passen hervorragend zu sammen und ergänzen sich gut. Die Pizza mit dem Käse als deftige Grundlage, die Tomatensauce macht’s ein bißerl fruchtig und das Kebapfleisch ist herzhaft pikant. Die gewollt leicht saure Majonäse passt überraschend gut dazu und trägt wunderbar zum Geschmack bei.

Es ist wirklich ein Hit! Unbedingt probieren! Und nicht vom Aussehen abschrecken lassen! 😉

bosnischepizzaBosanska Pizza

Da dürft ihr jetzt nur einmal raten: was kann wohl das Besondere an der Bosnischen Pizza sein? Pizza mit Ćevapčići!!!

Laut Menükarte ist es eine Pizza mit Käse, Ćevapčići, Zwiebel und Rahm. Und genauso ist es auch. Serviert wird sie als Calzone, also eine „gefüllte Pizza“.

bosnischepizzaoffenIm Inneren finden sich die genannten Zutaten und sind gut erkennbar. Der Geschmack ist wie erwartet. Im Vergleich zur Kebap Pizza ist sie nicht so harmonisch. Sehr lecker, aber eigentlich isst man die Einzelteile: etwas vom Rand, etwas Käse und dann separat das eine oder andere Ćevapčići. Die Zwiebel und der Rahm passen natürlich gut dazu.

medjpizzaMeđimurska Pizza

Die Međimurska Pizza ist die Pizza mit lokalen Zutaten. Wir sind ja hier in Nord-Kroatien und nicht am Meer. Daher sind die lokalen Zutaten auch eher fleischlastig und stammen nicht aus dem Meer.

Laut Menükarte:

  • Tomatensauce
  • Käse
  • meso iz tiblice (eine lokale Spezialität: Fleisch/Schinken mariniert mit Schmalz aus einem Holzfass „tiblitsa“; Foto hier)
  • hausgemachte Wurst aus der Region (domaće kobasice), eine schnittfeste Rohwurst
  • Rahm

Eigentlich ist die Pizza noch mit

  • Paprika
  • Mais
  • Oliven
  • Zwiebel
  • und Kochschinken

belegt. Das macht die Pizza zu einem wunderbar ausgewogenem und fruchtigen Erlebnis! Falls sich jemand nicht über die Kepab Pizza traut, wird er/sie hiervon begeistert sein! Ganz große Empfehlung!

arkaallepizzenZusammenfassung und Wertung

Wenn ich die drei Pizzen bewerten muss, wäre die Kebap Pizza mein Favorit, weil sie die ausgefallenste Kreation ist. Gleich danach folgt die Međimurska Pizza, die wahrscheinlich den bei uns üblichen Pizzen am nächsten kommt und den meisten schmecken würde! Als Schlusslicht des Trios ordne ich die Bosanska Pizza ein, da die Zutaten eigentlich nicht so gut harmonieren und die Ćevapčići eher ein Gag sind als eine Aufwertung des Geschmackserlebnisses.

Ein Besuch beim Arka ist auf jeden Fall zu empfehlen und ein kulinarisches Erlebnis!

Alt-Wiener Backfleisch

20160131_125249Es ist eines meiner Lieblichngsgerichte aber heute nur noch selten in Gasthäusern zu bekommen: das Alt-Wiener Backfleisch. In Kurzform: ein Beiried mit Senf und Kren eingerieben und wie ein Schnitzel paniert. Wikipedia erklärt, das Beiried ist ein Teil des Zwischenrippenstücks vom Rind bzw. „ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen Hochrippe und Hüfte“.

20160131_125302Ideal passt dazu – wie auch zu einem Schnitzel – ein Erdäpfel-Vogerlsalat, wie wir in Wien sagen (sonst vielleicht als Kartoffel-Feldsalat bekannt). Das Altwiener Backfleisch wird gerne mit einer Zitronenscheibe/-spalte serviert.

Es ist immer wieder ein Genuss: etwas dicker als ein Wiener Schnitzel und geschmacklich durch den Senf und Kren viel feiner. Der Kren verliert beim Herausbacken seine Schärfe, aber der Geschmack bleibt elegant im Hintergrund erhalten. Auch den Senf verringert beim Backen die Intensität und trägt dezent bei.

Familienrezept

20160131_125257Zutaten, pro Person:

  • 1 Scheibe Beiried (ca. 180-200g)
  • 1 EL Estragon Senf
  • frischer Kren
  • glattes Mehl
  • 2 Eier
  • Butterschmalz oder Öl, Salz und Pfeffer

Zubereitung

20160131_125350Das Fleisch (wie ein Schnitzel) flach klopfen und beiseitig gut salzen und pfeffern. Den Senf mit frisch geriebenem Kren vermischen und das Beiried auf einer Seite damit gut bedecken. Danach beidseitig in Mehl wälzen. Die Eier aufschlagen und verqirlen. Das Fleisch darin wenden und in heißem Butterschmalz (oder Öl) schwimmend goldbraun beidseitig herausbacken. Danach gut abtropfen lassen bzw. auf Küchenkrepp legen, damit es nicht im eigenen Fett herumliegt, und servieren.

 

Ohja, ein Imbiss in Oía!

Nur ganz kurz, damit ihr nicht den Eindruck bekommt, ich schweife vom Thema „Essen“ dieses Blogs ab oder – noch schlimmer – ihr vielleicht glaubt, wir bekämen hier nix zu essen: wir waren ja heute mit dem Quad Moped in Oía. Dort ist sich ein kleiner Imbiss ausgegangen. Wir haben ja schon wieder so viele Stiegen bewältigen müssen…

wpid-20151013_151322.jpgHeute hat ein Oktopus (bestenfalls ein Achtel eines Oktopusses) geschmort in Vinsanto, mit Zwiebel (Schalotten?) und Oliven in Paradeissauce (= Tomatensoße) dran glauben müssen. War wunderbar, die Oliven (natürlich schwarze Kalamata-Oliven) haben unerwartet gut zu der sonst dem Stifado ähnlichen Speise gepasst!
wpid-20151013_153127.jpgDas hat nicht gereicht, also haben wir noch eine gegrillte Melanzani mit Knoblauch (erwähnenswert, war nämlich reichlich drin‘) und Feta sowie Kapern draufgelegt. Auch sehr lecker!

Quadsch

So ein Quadsch. Wir wollten heute etwas mobiler werden. Üblicherweise mieten wir uns auf griechischen Inseln ja ein Moped und erkunden so jeden Winkel (, der uns interessiert – kein Zwang auf Vollständigkeit). Nachdem Mirjam vor einigen Monaten schlechte Erfahrungen auf ihrem motorisierten einspurigen Kraftfahrzeug gemacht hat (Umfall), war es ihr lieber, wir nehmen diesmal ein Quad (gesprochen: Kwod). Also ein Fahrzeug mit vier Rädern, zweispurig, mit geringerer Umfallwahrscheinlichkeit. Ich fahre. Also, gefunden haben wir sowas sofort. Es gibt einge Verleiher, die nur PKWs führen, aber die meisten haben eine große Auswahl an Mopeds, Quads und Strandbuggys. Also nehmen wir ein Quad. Falls es uns nicht gefällt, können wir jederzeit wechseln. Morgen zum Beispiel, dachten wir.
Wir sind losgefahren und mir war das von Anfang an unheimlich. Lenken muss man wie ein Muskelprotz, die Arme weit auseinander und dann eher drücken bzw. ziehen, damit das Ding Kurven fährt. Und dass das mit dem Hineinlehnen in die Kurven nix ist, war eh klar, aber dass es sich so bescheiden fahren lässt, hab ich mir nicht gedacht. Wir haben also nach ein paar Metern gleich wieder gebremst. Dann sind wir zu einem Parkplatz üben gefahren und haben dort entschieden, dass wir sofort gegen ein Moped tauschen werden. Gesagt getan.
Mit dem 125ccm Plastikmoped sind wir heute wunderbar vorangekommen und waren unter anderem in Oía. Mirjam wird euch berichten.

194 Stufen

wpid-20151011_152632.jpgWomit verbringen wir – gefühltermaßen – die meiste Zeit? Stufensteigen! Diese Insel ist nur für Geländegängige! Die Wege schmiegen sich entlang der steil abfallenden Küste. An sich schön zu gehen und der Ausblick ist durchgehend wunderbar, es ist ein ständiges auf und ab und hält fit.

wpid-20151012_155159.jpgAlleine um vom Hotelzimmer zum Ausgang (des Hotels) zu gelangen sind 194 Stufen zu bewältigen. Da überlegt man sich genau, was man mitnimmt. Ein Zurück, um schnell den Fotoapparat zu holen, den man vergessen hat, kommt eigentlich nicht in Frage.

wpid-20151011_170214.jpgAm ersten Abend sind wir nach Thira gewandert. Im Hafen tummeln sich zahlreiche Schiffe. Ausflugsboote vom und zum Vulkan, Beiboote zu großen Kreuzfahrtschiffen, die hier Station machen und unzählige Gäste an Land bringen bzw. wieder abholen. Der Aufstieg vom Hafen ist langwierig, man kann sich von einem Esel tragen lassen, aber es gibt auch eine Gondel als Alternative.wpid-20151011_165848.jpg

Griechischer Snack

Am ersten Urlaubstag sind wir entlang des Wanderweges zur nächsten Stadt nach Imerovigli spaziert. Das klingt leichter als es ist. Der Weg schlängelt sich entlang des Hanges und man muss zahlreiche Stufen bewältigen.

Dort angekommen haben wir uns einen Snack verdient. Gegrillter Oktopus und griechischer Salat.

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Beim griechischen Salat habe ich leider vor den Fotos schon zugeschlagen, daher wirkt der Feta etwas abgekiefelt und der Kern einer Olive zeugt auch davon…
Der Oktopus war wirklich lecker. Frisch gegrillt, mit einer Marinade aus Honig und Balsamico-Reduktion.

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In der Küche hat es gebrodelt und gut geduftet.

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Sehr authentisch… Natürlich war das nicht unser letzter Schmaus auf der Insel, also schaut wieder vorbei!

Ein großartiges kroatisches Sommergrillfest!

Autostrecke RückfahrtAuf dem Weg von Šibenik nach Wien (direkte Fahrzeit wäre ca. 7 1/2 Stunden) haben wir einen Tag Pause bei Mirjams Verwandten in Gradiščak eingelegt. Dort wurden wir sofort mit Suppe und Speckjause (vom selbstgezüchteten Schwein) empfangen. Alles war vorbereitet, obwohl gar nicht sicher war, dass wir am Rückweg vorbeischauen. Auch das Schmalz, das nach typisch lokaler Zubereitung hergestellt wurde, ist eine Erwähnung wert: es wird nämlich der Schweinespeck leicht geräuchert und dann faschiert und nicht ausgekocht, so wie es bei uns üblich ist. Es ist daher noch feinfasrig bzw. etwas fester aber sehr fein vom Geschmack!

Den Sardis in Gradiščak war klar, dass wir nach einer Woche am Meer wieder etwas G’scheites zu essen brauchen (haben sie gemeint) und so haben sie auch Zutaten für ein Grillfest vorbereitet gehabt.

Wir sind in den Vinograd (Weingarten) gefahren, schließlich haben die meisten einen eigenen kleinen feinen Weingarten und kultivieren dort eigene Reben, mit denen sie auch schon lokale Preise und Auszeichnungen erzielen konnten.

Panorama des Weingartens

Panorama des Weingartens

Zvonko war bei unserer Ankunft schon am Vorheizen des Steingrills:

zvonko_vorherSeine Empfehlung: ein Steingrill ist der beste Griller, vor allem, wenn er aus Schamott ist (dieser hier ist aus Beton). Und mit Holz befeuern, nicht mit Holzkohle oder Briketts. Dann wird’s am besten.

Das Ergebnis spricht jedenfalls für sich!

Hühnerflügerl, Ćevapčići, das Bauchfleisch vom Schwein und die marinierten Zucchini waren ausgezeichnet. Mirjam hat’s auch sehr gut geschmeckt, weil das Grillgut nicht so rauchig und intensiv nach Gegrilltem geschmeckt hat, sondern nur einen sanften Grillton hatte.

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Ein paar „Gemischte“ („weißer Spritzer“) haben das Erlebnis abgerundet.

Krka Fälle

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Wir sind am Freitag Nachmittag nach einem kurzen Tankstopp bei Šibenik in der Heimatmarina des Boots in Skradin angekommen. Die  Nacht auf Samstag haben wir noch am Schiff verbracht.

Skradin ist bekannt, weil es der Startpunkt für die Besichtigungsfahrten zum Nationalpark Krka und den berühmten Wasserfällen ist.

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IMG_4217Das Boot für den Transfern zum Nationalpark fährt stündlich und bringt uns in ca. 15-20 Minuten in die Nähe der Wasserfälle.

IMG_4250Die ganze Anlage ist sehr schön gestaltet, man wandert auf einem festen Steg durch die Anlage, kann die Wasserfälle bewundern und einzelne erhaltene Anlagen besichtigen, wie zum Beispiel die weltweit zweite Wechselstromturbine, entwickelt von Nikola Tesla, die hier in Betrieb war.

IMG_4310Oder eine alte, authentisch erhaltene Schmiede:

IMG_4346Aber nun wieder zurück zu den Wasserfällen:

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IMG_4388Auch zahlreiche Fische haben hier ein gutes Leben.

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