Verpflegung auf San Blas

Im Quartier ist Vollpension inbegriffen, dementsprechend werden wir hier auch drei mal am Tag köstlich bekocht. Frühstück gibts pünktlich um 08:00. Es besteht immer aus Ei, unterschiedlich zubereitet, mal gebraten, mal gespiegelt, dazu Würstel frittiert und Kuna Brot. Dieses besteht aus leicht gesüßtem Germteig und ist wie es sich in diesen Breitengraden so gehört, natürlich auch frittiert. Schmeckt ungefähr so wie hausgemachte Krapfen, ohne Marmelade. Mittags und abends gibt es dann immer was aus dem Meer. Mal ist es ein frisch gefangenes Fischerl, mal Krabbe, dann aber auch mal Schrimps aus dem Tiefkühlsackerl oder auch eine Art Surimi-Gröstl. Meistens ist das Essen sehr lecker, manchmal ist für meinen Geschmack einfach zuviel Koriander drin. Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, weil ich das Kraut einfach überhaupt nicht mag.

Den frechen Gecko, der sich da an unserem Tonic laben wollte, haben wir aber nicht verspeist 🙂

 

Guna Yala – Besuch eines indigenen Dorfes

In unserem Insel-Package sind auch Exkursionen enthalten. Darunter natürlich die schon von Stefan ausführlich beschriebenen Schnorchel-Ausflüge. die wir sehr genossen haben. Die Einheimischen sind aber auch bemüht, den Gästen ihre Kultur und Lebensweise etwas zu vermitteln. Wir durften zum Beispiel mit in ein Kuna Dorf auf einer der benachbarten Inseln. Man betritt die Insel über eine kleine Mole und steht dann auch schon mitten im Basketballfeld der hiesigen Mannschaft. Dahinter eine Schule, das Kongresshaus und ein paar Läden mit Waren für den täglichen Gebrauch. Die kleinen Hütten drängen sich auf dem Rest der Insel ziemlich dicht aufeinander. Hier ist auch kaum Platz für die sonst allgegenwärtigen Palmen. 

klar waren wir auch shoppen vor Ort..

Guna Yala, früher San Blas ist ein semi-autonomes Gebiet. Die Kuna haben sich der Unterwerfung durch die Zentralregierung Anfang des letzten Jahrhunderts widersetzt und 1925 in einem Aufstand, der Dule Revolution ihre Unabhängigkeit erkämpft. Um die tatsächliche Etablierung mussten die Indios aber noch jahrzehntelang warten. Viele der Frauen stellen in Heimarbeit sogenannte Molas her. Das sind Applikations-Stickereien, die auch die Trachten der Frauen schmücken und in vielen der Hütten auf den Inseln zu finden sind. In ganz Panama, aber durchaus auch in Kolumbien haben wir die Molas immer mal wieder gesehen. 

 

San Blas

So interessant der Panamakanal auch sein mag, ist der eigentliche Grund warum wir überhaupt nach Panama gereist sind, ein Archipel an der Karibikküste des Landes, die San Blas Inseln. Der Küstenstreifen von El Porvenir bis zur kolumbianischen Grenze, wie auch die 365 Inseln selbst, werden von einer indigenen Ethnie, den Kunas autonom verwaltet und korrekterweise auch Guna Yala bezeichnet.

Frühmorgens um fünf werden wir von einem Jeep abgeholt und es geht quer durchs Land an die Atlantikküste. Einen Großteil der Strecke fährt man bergauf, bergab, über unzählige Kurven durch den Regenwald bis man endlich zum Hafen in Carti gelangt. Dort angelangt, herrscht geschäftiges Treiben: sämtliche Touristen werden nun auf Boote verteilt, um dann gemäß ihrer Buchung zu ihrer Insel zu gelangen. 

Die Unterkünfte auf den Inseln sind sehr einfach, kleine Holzhütten mit Palmenblätterdach, viele davon als Schlafsäle geführt, in denen es nur Hängematten bzw. Matratzen gibt. Naja, nach Schlafsaal und Gemeinschaftsbad steht uns eher nicht der Sinn, etwas mehr Komfort darf’s schon sein. Internet sei dank, wurden wir fündig. Das von einer Kuna Famile geführte „Naranjo Chico“  bietet alles, was wir brauchen:  eine geräumige Cabana, auf Stelzen ins Meer gebaut, mit eigenem Bad und Terrasse aufs Meer hinaus.Die Inseln sind wie im Bilderbuch: Palmen, Sandstrand, türkisfarbenes Meer.

 

El Trapiche Panama City

Es war nicht ganz leicht, ein echtes panamaisches Restaurant zu finden. Es gibt unzählige Italiener, Japaner  und auch chinesische Restaurants, aber einheimische Küche – schwierig. Im Internet stießen wir dann auf das El Trapiche, und wir erinnerten uns auch daran, es in einer Koch/Reisesendung gesehen zu haben, wo es lobende Erwähnung fand. Also nichts wie hin.

Einen kurzen Spaziergang weiter erwartet uns ein eher unscheinbares Lokal, und Kellner mit lustigen Panamahüten. Die Speisekarte ist recht umfangreich, wir entscheiden uns für gemischte Ceviche als Vorspeise, danach Surf & Turf für Stefan und Surf für mich, in der Karte als Jumbo-Shrimps bezeichnet.

Die Ceviche ist gut, die Hauptspeisen fallen aber etwas anders aus als erwartet. Stefan’s Steak wurde vor dem Braten noch kräftig zurecht geklopft und meine Jumbo Dinger sind eher durchschnittliche, zu stark gebratene Shrimpserl. Als Beilage serviert man hier Banane in klebrigem Erdbeersirup und doppelt gebackenen Kochbanane: die Kochbananen, hier auch Platanes  genannt, werden in ca 3 cm große Stücke geschnitten, dann frittiert, danach platt gemacht und nochmal frittiert -> das Ergebnis ist ein nach rein gar nichts schmeckendes fettiges Teil, das die darin enthaltenen Kalorien einfach nicht wert ist. Gutes Kraftfutter, aber geschmacklich eher dürftig. 

 

Oh, wie schön ist Panama

Während sich bei uns zu Hause die Temperaturen eher auf arktischem Niveau bewegen, genießen wir die ersten Tage unseres Urlaubs in Panama City bei freundlichen 30° Celsius. Dies ist unser erster Aufenthalt in Panama, überhaupt in Lateinamerika und dementsprechend neugierig sind wir schon auf Land und Leute und vor allem die kulinarischen Genüsse.

Panama City ist eine sehr moderne Stadt, wir staunten nicht schlecht als sich auf dem Weg vom Flughafen eine beeindruckende Skyline vor uns auftat.

Nach einer äußerst geruhsamen Nacht war unser erster Stop natürlich der Panama Kanal, besser gesagt, das vor gut zehn Jahren eigens für Besucher neu eröffnete Besucherzentrum „Miraflores Locks“. Hier kann man die Pazifik Ein- und Ausfahrt des Panamakanals mit den riesigen schleusen bestaunen. Das war ein echtes Highlight!

Weiter ging es dann zur Altstadt Casco Viejo, den historischen Teil der Stadt mit seinen malerischen Gassen und Kolonialhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Vieles hier wird gerade renoviert, einiges ist schon fertig und ein bisserl was ist noch im „Originalzustand“. Sehr interessant ist, dass die noch nicht erneuerten Gebäude zwar alle hölzerne Fensterläden haben, in den Fenstern aber keine Fensterscheiben aufweisen.

The Balé Nusa Dua

Wir sind sprachlos. Unser Hotel übertrifft unsere eh schon sehr hohen Erwartungen bei weitem. Alles ist perfekt. Das Bett ist äußerst bequem, das Bad mit Badewanne, Innen- und Außendusche außerordentlich großzügig, darüber hinaus endlich auch mal ein Schrank, wo alles reinpasst. Und dann erst der Außenbereich: ein lauschiges Daybed zum Relaxen, ein hübscher Garten mit Frangipanibäumen und nicht zuletzt der eigen Pool, den man sogar vom Badezimmer aus begehen kann. Traumhaft! img_1400img_1397img_1398img_1404img_1405img_1402

Einziger Wermutstropfen, das Hotel bietet keine Villen direkt am Meer oder mit Meerblick an. Dafür gibt es aber einen schönen Hotelstrand – weißer, pudriger Sand, Schirme, Liegen und sogar Sonnenmilch für Hotelgäste.

 

Nusa Dua

Die letze Woche unseres Urlaubs verbringen wir in Nusa Dua, damit wir auch den Süden der Insel erkunden können. Im Vorfeld der Reise haben wir uns einige Gedanken darüber gemacht, wo genau wir im Süden Station machen sollen. Von Anfang an war klar, dass weder Kuta noch Seminyak, die beiden Touristenhchburgen der Insel,  in Frage kommen, handelt es sich dabei doch um den „Ballermann“ der Australier.  Also wohin? Uluwatu vielleicht? Am äußersten Südzipfel, sehr malerisch gelegen, mit wildromantischen Surferstränden, aber sehr abgelegen und kaum ratsam als Ausgangspunkt für Erkundunstouren. Also doch nicht. Zuguterletzt ist dann durch die Wahl des Hotels die Entscheidung zwangsläufig auf Nusa Dua gefallen.

Das Hotel ist einmalig, Nusa Dua kann man sich sparen. Eine Anreihung von Fünfsternhotels an malerischen, kitschig weißen Stränden. So weit, so gut, sogar mehr als das – perfekt. Darüber hinaus gibt es aber so gut wie nix. Ist man kein Pauschaltourist und hat kein All Inclusive Paket (wogegen ich mich aufs Äußerste wehre) so hat man seine liebe Not die Mahzeiten des Tages, abgesehen vom Frühstück, halbwegs zufriedenstellend zu bestreiten. Klar kann man in einer der offensichtlichen Touristenfallen einkehren, oder wie die meisten in einem der Hotels essen. Wir haben beides ausprobiert; kein Kommentar zu Ersterem, ein definitives Kopfschütteln zu Letzterem. Zu weit überhöhten Preisen sitzt man dann gut gekühlt in einem unpersönlichen Hotelrestaurant und muss auch noch quälender Livemusik lauschen, welche in einer Lautstärke dargeboten wird, die keine Konversation zulässt. Lieber nicht…

Habe gerade gemerkt, dass ich nicht mal ein Foto von Nusa Dua posten kann, da mir hier einfach nichts Fotografierenswertes untergekommen ist 🙁

 

Vulkane

Bali befindet sich direkt auf dem Pazifischen Feuerring. Davon zeugen die noch immer aktiven Vulkane der Insel. Bei Touristen und Reiseveranstaltern gleichermaßen beliebt ist der mit über 3.000 Metern höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung. Allenorts prangen Werbetafeln für geführte Touren, die morgens um zwei Uhr losgehen und dann nach stundenlangem Aufstieg ein Frühstück bei Sonnenaufgang am Gipfel anpreisen. Uns ist das ganz ehrlich zu mühsam, wir sind zu faul und begnügen uns mit dem Anblick des Agung und des Mount Batur aus der Ferne. img_3905

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Was uns hier besonders aufgefallen ist, ist die schier überwältigende Dichte an Tempeln. Kein Wunder, gibt es doch in jedem Dorf mindestend dei davon, und in jedem Haus zwei. Darüberhinaus noch unzählige der Dorfgemeinschaft, dem Landkreis oder dem ganzen Land zur Verfügung stehende Heiligtümer. Da vertseht man dann schon eher, dass sich gefühlt an jeder Straßenecke ein Tempel befindet.

Die balinesischen Hindutempel sind nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, nach Himmelsrichtungen ausgerichtet, sondern meer- bzw. bergwärts. Außenrum führt eine reich verzierte Mauer.  Betreten wird der Tempel durch ein großes, steinernes Tor, das wie gespalten aussieht und an dem Dämonenfratzen prangen. Dahinter befinden sich dann die einzelnen rechteckigen Höfe, ineienander gestapelt, mit kleinen Pagoden, wo bei Zeremonien Opfergaben dargereicht werden. Sämtlche Bauteile sind reich verziert mit mythischen Begebenheiten und reich an Ornamentik. img_3835img_3833img_3840

sehr interessant, wie die Niederländer in die hinduistische Mythologie eingegangen sind…img_3838

Noch viel mehr erstaunt haben uns dann aber die unzähligen Zeremonien, die allein in der kurzen Zeit unseres Aufenthalts statt gefunden haben. Egal welchen Tempel wir uns angesehen haben, in den meisten war gerade ein Tempelfest in Gange. Einer unserer Fahrer hat auch erklärt, dass er seinen Job als Selbständiger bei weitem einer Anstellung in einem der vielen Hotels vorzieht, zumal eine Fixanstellung nur schwer vereinbar ist mit den unzähligen Festivitäten, denen ein Balinese Woche für Woche beizuwohnen hat. In traditionelle Gewänder gekleidet, Sarong, langärmeliges Hemd und am Kopf ein Wickel, der Udeng, werden die gläubigen häufig auf Ladeflächen von LKWs zu den Tempeln gebracht (Parkplatzmangel ist auch den Balinesen nicht fremd). Die Zeremonien gehen stundelang, manche formieren sich zu Prozessionen, andere lauschen den Gammelanorchstern oder bringen kleine Opfergaben dar. img_3878img_3892img_3895img_3921img_3929img_3967

 

 

 

 

 

 

Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Die Reisfelder von Tegalalang

img_4018

Denkt man an Bali, denkt man an Reisfelder. Keine andere Landschaftsform verbindet man mehr mit der Insel der Götter, als die immer noch in mühseliger Handarbeit kultivierten, entlang der Hänge angelegten Reisterrassen. Die Balinesen nennen sie auch „Treppen zu den Göttern“.

So kommt es, dass jeder, der in Ubud weilt, sich auch die Reisfelder von Tegalagang ansieht. Keine zehn Autominuten vom Zentrum entfernt, eröffnet sich einem der Blick auf sattes Grün. Wie so viele andere „Sehenswürdigkeiten“ in Bali, werden auch diese kommerziell komplett ausgeschlachtet. Man zahlt fürs Parken, dann den Eintritt für die Reisfelder, danach die unvermeidbaren Standln links und rechts der Straße, wer eine Führung möchte, wird natürlich auch zur Kassa gebeten. Immerhin ist das Fotografiern noch kostenlos – noch, denn wir haben andernorts auch schon erlebt, dass man nur gegen Einwurf barer Münze den Fotoapparat zücken darf. img_3979img_3983img_4017img_3986

Übrigens gelten die von Stefan schon mehrfach erwähnten Balinesischen Enten als lebende Schädlingsbekämpfer und fristen Zeit ihres irdischen Daseins ein paradiesisches Leben inmitten der üppigen Reisfelder, um ebendiese von Unkraut, Insekten und vor allem Schnecken frei zu halten. Wir wissen alle mittelrweile nur zu gut, wo sie letztendlich, derart gemästet, ihre finale Bestimmung finden. Mahlzeit! img_4068img_1329

 

Im Affenwald

Am Rande von Ubud befinet sich der Monkey Forest, ein kleiner Naturpark, der neben einem hindusitischen Tempel auch eine heilige Quelle beherbergt. Und natürlich auch die namensgebenden Affen, die zuhauf und gar nicht scheu durch den Wald laufen und sich nur zu gerne von den vielen Touristen füttern lassen. Ganz entzückend, die kleinen Äffchen, vor allem aber ist der Wald zauberhaft. img_1232img_1192img_1227 img_1238 img_1240 img_1247 img_1253 img_1261

 

Wapa di Ume Ubud

Ein Bett im Reisfeld – anders kann man unser Hotel in Ubud gar nicht beschreiben. Etwas abseits vom quirligen Zentrum inmitten von Reisfeldern und Dschungel liegt das Wapa di Ume und erstreckt sich über eine schier unendliche Fläche. WIr hatten auch diesmal wieder Glück und ein Upgrade bekommen auf ein Family Villa, wo uns ein respektabler eigener Pool zur Verfügung steht, sowie zwei Schlafzimmer und ein sagenhafter Blick auf die hoteleigenen Reisfelder. img_4026
img_4025img_1334img_1303img_1291img_1357

Ubud

Wir sind mittlerweile in Ubud angekommen. Ubud liegt im Landesinneren und wird den Touristen als kultureller, künstlerischer und spiritueller Mittelpunkt der Insel verkauft, oft auch als das „echte Bali“. Nicht zuletzt durch „Eat, Pray, Love“, dem Blockbuster mit Julia Roberts suchen hier unzählige TouristInnen… tja, was eigentlich genau???

Auf den ersten Blick erschließt sich mir weder der künstlerische Hintergrund, noch die spirituelle Tiefe dieses Ortes, bloß belangloser Kommerz, wo auch immer man hin sieht. Die vielen angebotenen Souvenirs kann man kaum als künstlerisch besonders wertvoll erachten und dass an jeder Ecke ein Massagesalon um Kunden keilt, macht aus einem Ort noch lange kein holistisches Zentrum. Aus dem Norden der Insel kommend, wo wir einen klitzekleinen Blick auf den Alltag der Einheimischen erheischen konnten, wie sie leben, was sie essen, wie sie feiern, liegt dem „echten Bali“ nichts ferner als die Shopping-Hochburg Ubud. img_1114

Unzählige Backpacker hängen hier abends in Lokalen rum, essen im Liegen von großen Tischen, die man mit Unbekannten teilt. Scheint sehr en vogue zu sein. Ich will beim Abendessen aber nicht die ungewaschenen Füße meiner Mitmenschen betrachten müssen und noch weniger steht mir der Sinn nach Reisebekanntschaften oder auf die stets oberflächlichen Unterhaltungen, die die Eckpunkte der jeweils anderen Reise abfragen.img_4043img_1127

Aber vielleicht habe ich ganz einfach zu viel erwartet und hatte nur einen missglückten Einstieg und eventuell werde ich ja noch warm mit der Sehnsuchtsstätte so vieler sinnsuchender Reisender seit den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts, als der deutsche Musiker und Maler Walter Spies den Kult „Bali – Ubud“ begründete. Mal sehen…

 

 

Full Moon Party?

img_0691

Na, da haben wir aber geschaut, als heute Morgen eine kleine Prozession durch unseren Garten gezogen ist. Sieht man auch nicht alle Tage. Hatte sich dann auch schnell aufgeklärt – es ist nämlich Vollmond. Demzuehren findet in den benachbarten Tempeln eine große Zeremonie statt und da wir uns genau dazwischen befinden, führt der Umzug von einem zum andren Tempel sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite unseres Feriendomizils vorbei. img_0649img_0673img_0664

Im Tempel finden dann die Feierlichkeiten statt, es wird gesungen manche Leute bringen kleine Opfergaben dar.img_0624img_0639

So eine hinduistische Full Moon Party kann sich über so einige Stunden dahinziehen. Wem könnte man es da schon verübeln, wenn er sich  kurz für ein Fotoshooting davonstiehlt?

Warung Pesisi

Ein weiteres Restaurant in der Nähe ist das Warung Pesisi. Wir haben es beim Vorbeifahren entdeckt. Nach einem kurzen Blick auf die Karte und auf das Lokal selbst, wollten wir unbedingt mal am Abend zum Essen kommen. Das haben wir heute auch gemacht. Die Atmosphäre ist sowohl tagsüber als auch abends ausgesprochen friedvoll und romantisch.

img_3801 img_3820 img_3824

Kulinarisch auch sehr gut, das gelbe Hühnercurry nicht zu scharf, trotzdem würzig und aromatisch. Leider war der vom Kellner so sehr angepriesene gegrillte Tintenfisch dann leider aus, auch sonst war der Kellner a bisserl nervig, weswegen unser Aufenthalt nicht übertrieben lang ausgefallen ist. wp-1476542122084.jpgwp-1476542122091.jpg

 

Air Sunny

Wir haben trotz Agus‘ vorzüglicher Kochkünste auch ab und an auswärts gegessen. Das Air Sunny im Nachbarort Air Sanih (welch Wortspiel!) erwies sich als nettes kleines Restaurant, zwar mit nur beschränkter Karte, aber für unsere Zwecke mehr als ausreichend. Besonders gut fanden wir die Corn Fritters, Maiskörner in einer Eimasse herausgebraten – wir haben gleich einige Male zugeschlagen. img_3804img_3805img_3803

Selbstversorger – Villa

Im Mietpreis unseres Ferienhauses ist auch ein Koch mit inbegriffen, sprich wir sind „Selbstversorger“.  Damit wir hier nicht verhungern müssen, waren wir am Anfang unsres Aufenthalts ein paar Lebensmittel einkaufen. Unser Koch und Haushälter ist ein junger Balinese namens Agus, der täglich ganz tolle, abwechslungsreiche Gerichte für uns gezaubert hat. Es war jedes Mal köstlich, egal ob Hühnercurry, Mahi Mahi Spießchen oder der Barracuda in würziger Sauce. Letzterer wurde uns von „fahrenden“ Fischhändlern sogar an die Tür gebracht. wp-1476541657667.jpgwp-1476541722266.jpgwp-1476541942542.jpgwp-1476542018612.jpgwp-1476542310257.jpg

 

 

See – Tempel Pura Ulun Danu Bratan

img_0559

In den nahe gelegenen Bergen Nordbalis liegt der Vulkankratersee Bratan und wiederum darin der See Tempel Pura Ulun Danu Bratan, was soviel bedeutet wie Tempel am Kopf des Bratan Sees. Berühmt ist dieser hinduistisch – buddhistische Tempel aus dem 17. Jahrhundert für seine beiden Merus, der niedrigere 3-stöckige Shiva, der 11-stöckige Vishnu gewidmet.

Die Tempelanlage ist in eine großzügige Parkanlage am Seeufer eingebettet, wo sich weitere Tempel und Stupas befinden.  Das Areal ist sehr idyllisch, nur leider komplett überlaufen mit Touristen.

img_0536img_0539img_0524wp-1476534961828.jpgimg_0532

Candikuning

Candiku-wie? Nicht ganz leicht zu merken, der Name des kleinen Dorfes an der Westseite des Bratan -Sees. Bekannt ist der Ort für seinen Markt und so kaufen auch wir etwas Gemüse fürs Abendessen, vergessen aber zu handeln und bezahlen so wahrscheinlich ein vielfaches des wirklichen Preises.img_0593img_0596img_0594img_0604