The Balé Nusa Dua

Wir sind sprachlos. Unser Hotel übertrifft unsere eh schon sehr hohen Erwartungen bei weitem. Alles ist perfekt. Das Bett ist äußerst bequem, das Bad mit Badewanne, Innen- und Außendusche außerordentlich großzügig, darüber hinaus endlich auch mal ein Schrank, wo alles reinpasst. Und dann erst der Außenbereich: ein lauschiges Daybed zum Relaxen, ein hübscher Garten mit Frangipanibäumen und nicht zuletzt der eigen Pool, den man sogar vom Badezimmer aus begehen kann. Traumhaft! img_1400img_1397img_1398img_1404img_1405img_1402

Einziger Wermutstropfen, das Hotel bietet keine Villen direkt am Meer oder mit Meerblick an. Dafür gibt es aber einen schönen Hotelstrand – weißer, pudriger Sand, Schirme, Liegen und sogar Sonnenmilch für Hotelgäste.

 

Nusa Dua

Die letze Woche unseres Urlaubs verbringen wir in Nusa Dua, damit wir auch den Süden der Insel erkunden können. Im Vorfeld der Reise haben wir uns einige Gedanken darüber gemacht, wo genau wir im Süden Station machen sollen. Von Anfang an war klar, dass weder Kuta noch Seminyak, die beiden Touristenhchburgen der Insel,  in Frage kommen, handelt es sich dabei doch um den „Ballermann“ der Australier.  Also wohin? Uluwatu vielleicht? Am äußersten Südzipfel, sehr malerisch gelegen, mit wildromantischen Surferstränden, aber sehr abgelegen und kaum ratsam als Ausgangspunkt für Erkundunstouren. Also doch nicht. Zuguterletzt ist dann durch die Wahl des Hotels die Entscheidung zwangsläufig auf Nusa Dua gefallen.

Das Hotel ist einmalig, Nusa Dua kann man sich sparen. Eine Anreihung von Fünfsternhotels an malerischen, kitschig weißen Stränden. So weit, so gut, sogar mehr als das – perfekt. Darüber hinaus gibt es aber so gut wie nix. Ist man kein Pauschaltourist und hat kein All Inclusive Paket (wogegen ich mich aufs Äußerste wehre) so hat man seine liebe Not die Mahzeiten des Tages, abgesehen vom Frühstück, halbwegs zufriedenstellend zu bestreiten. Klar kann man in einer der offensichtlichen Touristenfallen einkehren, oder wie die meisten in einem der Hotels essen. Wir haben beides ausprobiert; kein Kommentar zu Ersterem, ein definitives Kopfschütteln zu Letzterem. Zu weit überhöhten Preisen sitzt man dann gut gekühlt in einem unpersönlichen Hotelrestaurant und muss auch noch quälender Livemusik lauschen, welche in einer Lautstärke dargeboten wird, die keine Konversation zulässt. Lieber nicht…

Habe gerade gemerkt, dass ich nicht mal ein Foto von Nusa Dua posten kann, da mir hier einfach nichts Fotografierenswertes untergekommen ist 🙁

 

Vulkane

Bali befindet sich direkt auf dem Pazifischen Feuerring. Davon zeugen die noch immer aktiven Vulkane der Insel. Bei Touristen und Reiseveranstaltern gleichermaßen beliebt ist der mit über 3.000 Metern höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung. Allenorts prangen Werbetafeln für geführte Touren, die morgens um zwei Uhr losgehen und dann nach stundenlangem Aufstieg ein Frühstück bei Sonnenaufgang am Gipfel anpreisen. Uns ist das ganz ehrlich zu mühsam, wir sind zu faul und begnügen uns mit dem Anblick des Agung und des Mount Batur aus der Ferne. img_3905

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Was uns hier besonders aufgefallen ist, ist die schier überwältigende Dichte an Tempeln. Kein Wunder, gibt es doch in jedem Dorf mindestend dei davon, und in jedem Haus zwei. Darüberhinaus noch unzählige der Dorfgemeinschaft, dem Landkreis oder dem ganzen Land zur Verfügung stehende Heiligtümer. Da vertseht man dann schon eher, dass sich gefühlt an jeder Straßenecke ein Tempel befindet.

Die balinesischen Hindutempel sind nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, nach Himmelsrichtungen ausgerichtet, sondern meer- bzw. bergwärts. Außenrum führt eine reich verzierte Mauer.  Betreten wird der Tempel durch ein großes, steinernes Tor, das wie gespalten aussieht und an dem Dämonenfratzen prangen. Dahinter befinden sich dann die einzelnen rechteckigen Höfe, ineienander gestapelt, mit kleinen Pagoden, wo bei Zeremonien Opfergaben dargereicht werden. Sämtlche Bauteile sind reich verziert mit mythischen Begebenheiten und reich an Ornamentik. img_3835img_3833img_3840

sehr interessant, wie die Niederländer in die hinduistische Mythologie eingegangen sind…img_3838

Noch viel mehr erstaunt haben uns dann aber die unzähligen Zeremonien, die allein in der kurzen Zeit unseres Aufenthalts statt gefunden haben. Egal welchen Tempel wir uns angesehen haben, in den meisten war gerade ein Tempelfest in Gange. Einer unserer Fahrer hat auch erklärt, dass er seinen Job als Selbständiger bei weitem einer Anstellung in einem der vielen Hotels vorzieht, zumal eine Fixanstellung nur schwer vereinbar ist mit den unzähligen Festivitäten, denen ein Balinese Woche für Woche beizuwohnen hat. In traditionelle Gewänder gekleidet, Sarong, langärmeliges Hemd und am Kopf ein Wickel, der Udeng, werden die gläubigen häufig auf Ladeflächen von LKWs zu den Tempeln gebracht (Parkplatzmangel ist auch den Balinesen nicht fremd). Die Zeremonien gehen stundelang, manche formieren sich zu Prozessionen, andere lauschen den Gammelanorchstern oder bringen kleine Opfergaben dar. img_3878img_3892img_3895img_3921img_3929img_3967

 

 

 

 

 

 

Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Die Reisfelder von Tegalalang

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Denkt man an Bali, denkt man an Reisfelder. Keine andere Landschaftsform verbindet man mehr mit der Insel der Götter, als die immer noch in mühseliger Handarbeit kultivierten, entlang der Hänge angelegten Reisterrassen. Die Balinesen nennen sie auch „Treppen zu den Göttern“.

So kommt es, dass jeder, der in Ubud weilt, sich auch die Reisfelder von Tegalagang ansieht. Keine zehn Autominuten vom Zentrum entfernt, eröffnet sich einem der Blick auf sattes Grün. Wie so viele andere „Sehenswürdigkeiten“ in Bali, werden auch diese kommerziell komplett ausgeschlachtet. Man zahlt fürs Parken, dann den Eintritt für die Reisfelder, danach die unvermeidbaren Standln links und rechts der Straße, wer eine Führung möchte, wird natürlich auch zur Kassa gebeten. Immerhin ist das Fotografiern noch kostenlos – noch, denn wir haben andernorts auch schon erlebt, dass man nur gegen Einwurf barer Münze den Fotoapparat zücken darf. img_3979img_3983img_4017img_3986

Übrigens gelten die von Stefan schon mehrfach erwähnten Balinesischen Enten als lebende Schädlingsbekämpfer und fristen Zeit ihres irdischen Daseins ein paradiesisches Leben inmitten der üppigen Reisfelder, um ebendiese von Unkraut, Insekten und vor allem Schnecken frei zu halten. Wir wissen alle mittelrweile nur zu gut, wo sie letztendlich, derart gemästet, ihre finale Bestimmung finden. Mahlzeit! img_4068img_1329

 

Im Affenwald

Am Rande von Ubud befinet sich der Monkey Forest, ein kleiner Naturpark, der neben einem hindusitischen Tempel auch eine heilige Quelle beherbergt. Und natürlich auch die namensgebenden Affen, die zuhauf und gar nicht scheu durch den Wald laufen und sich nur zu gerne von den vielen Touristen füttern lassen. Ganz entzückend, die kleinen Äffchen, vor allem aber ist der Wald zauberhaft. img_1232img_1192img_1227 img_1238 img_1240 img_1247 img_1253 img_1261

 

Wapa di Ume Ubud

Ein Bett im Reisfeld – anders kann man unser Hotel in Ubud gar nicht beschreiben. Etwas abseits vom quirligen Zentrum inmitten von Reisfeldern und Dschungel liegt das Wapa di Ume und erstreckt sich über eine schier unendliche Fläche. WIr hatten auch diesmal wieder Glück und ein Upgrade bekommen auf ein Family Villa, wo uns ein respektabler eigener Pool zur Verfügung steht, sowie zwei Schlafzimmer und ein sagenhafter Blick auf die hoteleigenen Reisfelder. img_4026
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Ubud

Wir sind mittlerweile in Ubud angekommen. Ubud liegt im Landesinneren und wird den Touristen als kultureller, künstlerischer und spiritueller Mittelpunkt der Insel verkauft, oft auch als das „echte Bali“. Nicht zuletzt durch „Eat, Pray, Love“, dem Blockbuster mit Julia Roberts suchen hier unzählige TouristInnen… tja, was eigentlich genau???

Auf den ersten Blick erschließt sich mir weder der künstlerische Hintergrund, noch die spirituelle Tiefe dieses Ortes, bloß belangloser Kommerz, wo auch immer man hin sieht. Die vielen angebotenen Souvenirs kann man kaum als künstlerisch besonders wertvoll erachten und dass an jeder Ecke ein Massagesalon um Kunden keilt, macht aus einem Ort noch lange kein holistisches Zentrum. Aus dem Norden der Insel kommend, wo wir einen klitzekleinen Blick auf den Alltag der Einheimischen erheischen konnten, wie sie leben, was sie essen, wie sie feiern, liegt dem „echten Bali“ nichts ferner als die Shopping-Hochburg Ubud. img_1114

Unzählige Backpacker hängen hier abends in Lokalen rum, essen im Liegen von großen Tischen, die man mit Unbekannten teilt. Scheint sehr en vogue zu sein. Ich will beim Abendessen aber nicht die ungewaschenen Füße meiner Mitmenschen betrachten müssen und noch weniger steht mir der Sinn nach Reisebekanntschaften oder auf die stets oberflächlichen Unterhaltungen, die die Eckpunkte der jeweils anderen Reise abfragen.img_4043img_1127

Aber vielleicht habe ich ganz einfach zu viel erwartet und hatte nur einen missglückten Einstieg und eventuell werde ich ja noch warm mit der Sehnsuchtsstätte so vieler sinnsuchender Reisender seit den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts, als der deutsche Musiker und Maler Walter Spies den Kult „Bali – Ubud“ begründete. Mal sehen…

 

 

Full Moon Party?

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Na, da haben wir aber geschaut, als heute Morgen eine kleine Prozession durch unseren Garten gezogen ist. Sieht man auch nicht alle Tage. Hatte sich dann auch schnell aufgeklärt – es ist nämlich Vollmond. Demzuehren findet in den benachbarten Tempeln eine große Zeremonie statt und da wir uns genau dazwischen befinden, führt der Umzug von einem zum andren Tempel sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite unseres Feriendomizils vorbei. img_0649img_0673img_0664

Im Tempel finden dann die Feierlichkeiten statt, es wird gesungen manche Leute bringen kleine Opfergaben dar.img_0624img_0639

So eine hinduistische Full Moon Party kann sich über so einige Stunden dahinziehen. Wem könnte man es da schon verübeln, wenn er sich  kurz für ein Fotoshooting davonstiehlt?

Warung Pesisi

Ein weiteres Restaurant in der Nähe ist das Warung Pesisi. Wir haben es beim Vorbeifahren entdeckt. Nach einem kurzen Blick auf die Karte und auf das Lokal selbst, wollten wir unbedingt mal am Abend zum Essen kommen. Das haben wir heute auch gemacht. Die Atmosphäre ist sowohl tagsüber als auch abends ausgesprochen friedvoll und romantisch.

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Kulinarisch auch sehr gut, das gelbe Hühnercurry nicht zu scharf, trotzdem würzig und aromatisch. Leider war der vom Kellner so sehr angepriesene gegrillte Tintenfisch dann leider aus, auch sonst war der Kellner a bisserl nervig, weswegen unser Aufenthalt nicht übertrieben lang ausgefallen ist. wp-1476542122084.jpgwp-1476542122091.jpg

 

Air Sunny

Wir haben trotz Agus‘ vorzüglicher Kochkünste auch ab und an auswärts gegessen. Das Air Sunny im Nachbarort Air Sanih (welch Wortspiel!) erwies sich als nettes kleines Restaurant, zwar mit nur beschränkter Karte, aber für unsere Zwecke mehr als ausreichend. Besonders gut fanden wir die Corn Fritters, Maiskörner in einer Eimasse herausgebraten – wir haben gleich einige Male zugeschlagen. img_3804img_3805img_3803

Selbstversorger – Villa

Im Mietpreis unseres Ferienhauses ist auch ein Koch mit inbegriffen, sprich wir sind „Selbstversorger“.  Damit wir hier nicht verhungern müssen, waren wir am Anfang unsres Aufenthalts ein paar Lebensmittel einkaufen. Unser Koch und Haushälter ist ein junger Balinese namens Agus, der täglich ganz tolle, abwechslungsreiche Gerichte für uns gezaubert hat. Es war jedes Mal köstlich, egal ob Hühnercurry, Mahi Mahi Spießchen oder der Barracuda in würziger Sauce. Letzterer wurde uns von „fahrenden“ Fischhändlern sogar an die Tür gebracht. wp-1476541657667.jpgwp-1476541722266.jpgwp-1476541942542.jpgwp-1476542018612.jpgwp-1476542310257.jpg

 

 

See – Tempel Pura Ulun Danu Bratan

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In den nahe gelegenen Bergen Nordbalis liegt der Vulkankratersee Bratan und wiederum darin der See Tempel Pura Ulun Danu Bratan, was soviel bedeutet wie Tempel am Kopf des Bratan Sees. Berühmt ist dieser hinduistisch – buddhistische Tempel aus dem 17. Jahrhundert für seine beiden Merus, der niedrigere 3-stöckige Shiva, der 11-stöckige Vishnu gewidmet.

Die Tempelanlage ist in eine großzügige Parkanlage am Seeufer eingebettet, wo sich weitere Tempel und Stupas befinden.  Das Areal ist sehr idyllisch, nur leider komplett überlaufen mit Touristen.

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Candikuning

Candiku-wie? Nicht ganz leicht zu merken, der Name des kleinen Dorfes an der Westseite des Bratan -Sees. Bekannt ist der Ort für seinen Markt und so kaufen auch wir etwas Gemüse fürs Abendessen, vergessen aber zu handeln und bezahlen so wahrscheinlich ein vielfaches des wirklichen Preises.img_0593img_0596img_0594img_0604

Git Git

Wer nun glaubt, wir würden nur faul rumliegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, irrt gewaltig. Wir nutzen die Zeit hier natürlich auch, um Ausflüge zu machen und uns die Gegend anzusehen. Sehr beeindruckend fanden wir die Wasserfälle von Git Git, einem kleinen Ort im Norden der Insel auf der Strecke zwischen Singaraja und Denpasar.

Unser Fahrer bringt uns also zum Öffentlich Parkplatz von Git Git und meint 200m weiter rauf gehen und dann rechts abbiegen. Aha. Zum Glück treffen wir dann noch einen netten Balinesen, der sich als ortskundiger Führer herausstellt und uns anbietet, eine geführte Wanderung mit ihm zu machen, die uns zu einem geheimen Wasserfallführen soll. Aso. Wir beraten uns kurz, nehmen das Angebot an, und schon geht es los. Wir gehen vom Parkplatz aus 200m weiter rauf und biegen dann rechts ab. Hier gibt es die üblichen Verkaufsstandln und einzelne Anbieter für Canyoning- und Wildwasser Touren. Wir lehnen höflich ab und wandern weiter. Dann biegt unser Guide links ins Gebüsch ab, wir gucken noch ein bisserl verdutzt, sind froh über unsre Trekkingschuhe und folgen ihm dann auf einem kaum sichtbaren Pfad mitten durch den Dschungel. img_0413img_0418img_0351img_0427img_0378

Immer wider bleiben wir stehen, um uns die verschiedensten Bäume und Früchte erklären zu lassen, zupfen Blätter ab, zerkrümeln kleine Früchte zwischen unsren Fingern und riechen daran, um überrascht festzustellen, dass es sich um Nelken handelt. Unter anderem sehen wir Kakaofrüchte, Kaffeesträucher, Muskatbäume und Vanilleorchideen und viele andere mehr.img_0333img_0353img_0339

Wir dringen tiefer in den Dschungel, begleitet von einem kleinen Bach und umgeben von einem ohrenbetäubenden Grillenorchester, das sich eher nach einem Sägewerk anhört als nach dem lieblich, romantischen Zirpen, das man in unsren Breiten kennt. Es geht bergauf, dann wieder bergauf, über einige improvisierte Brücken, durch einen Felsvorsprung, bis wir plötzlich vor dem Wasserfall stehen und staunen. img_0442img_0397img_0478img_0503

Weiter gehts dann noch zu einem zweiten Wasserfall, dem eigentlichen Git Git Wasserfall und erst auf dem Rückweg über den „offiziellen“  Touristenpfad wird uns bewusst, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir haben viel gesehen, einige neue Sachen gelernt und mussten uns nicht mit den unzähligen anderen an den vielen Souvenirshops entlang drängeln. img_0502

Schließlich sehen wir uns auch noch den Twin Fall an, der auch gleich um die Ecke liegt.img_0618img_0620

 

 

 

Hahnenkampf

Wie schon ausführlich erwähnt befinden wir uns im Norden der Insel. Hierher verirren sich nicht allzu viele Touristen. Daher kann man hier noch eher ein Gefühl für Land und Menschen bekommen. Als wir heute einen kleinen Ausflug gemacht haben, ist uns nicht weit von unsrem Haus ein Ansammlung an parkenden Mopeds aufgefallen. Nur kurze Zeit später erspähten wir auch etwas von der Straße zurück gesetzt eine wild gestikulierende Menschenmenge. Neugierig wie wir nun mal sind, haben wir unser Moped zu den anderen dazu gestellt und uns gleich mal unter die Leute gemischt. Um uns hauptsächlich Männer, die wild herum fuchteln, und sich um eine Stelle scharren. Das ununterbrochene Krähen und der ganz offensichtlich schnelle Besitzerwechsel von Geldbündeln lässt keine Zweifel, dass es sich hier um einen Hahnenkampf handeln muss. Hahnenkämpfe sind in Bali außerordentlich beliebt und die Männer setzen teils horrende Beträge auf die einzelnen Tiere.wp-1476279429706.jpg

Für uns bietet dies in erster Linie eine hervorragende Möglichkeit, einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Es gibt verschiedene Stände mit Obst, Zigaretten, Suppen etc. Wir wählen die Suppe mit Fleischbällchen und Gemüse. Die Bällchen sind recht fest, etwas zäh, aber die Suppe ist ganz hervorragend. wp-1476279429699.jpg

Zum Glück bin ich mit dem Essen schon fast fertig, als einer der Kämpfe gerade beendet wird und der leidvolle Verlierer-Hahn zur Seite gebracht und vor unseren Augen von seinen Qualen befreit wird. Mir bleibt der letzte Bissen im Hals stecken, es fließt Blut und mir wird schlecht. Kein Tier sollte rein zur Belustigung von Menschen derart leiden  müssen! wp-1476279429719.jpg

 

Home Sweet Home

Unser zu Hause, zumindest für die nächsten paar Tage, ist ein Strandhaus in der Nähe von Singaraja, der zweitgrößten Stadt Balis. Und DAS ist unsre Aussicht, und zwar so ziemlich von jedem Punkt des Hauses aus: vom Wohnzimmer, vom Schlafzimmern und sogar von der Badewanne aus: img_0320

Den Pool und das Haus haben wir ganz für uns alleine und wir haben auch vor, die Ruhe und Abgeschiedenheit auch voll und ganz auszukosten 🙂img_0321img_0319img_0318img_0330

Die Insel der Götter

Von Kuala Lumpur ist es noch ein Dreistundenflug nach Bali und man sollte auch gut drei Stunden vorher am Flughafen sein. Also mal wieder eine kurze Nacht, eine problemlose Fahrt mit dem KLIA Express, der Kuala Lumpur mit dem Kuala Lumpur International Airport (->KLIA, grrrr schon wieder ein Akronym) verbindet, ewig langes Warten am Gate und Ankunft mit einstündiger Verspätung in Denpasar, der Hauptstadt Balis. So sieht übrigens der Flughafenausgang aus:img_3793

Von Denpasar aus fahren wir noch gute drei Stunden in den Norden der Insel nach Singaraja, wo wir für die erste Woche ein Strandhaus gemietet haben.

Der Verkehr in Denpasar ist unfassbar, wir stehen im Stau, nichts geht mehr, auf der zweispurigen Hauptstraße tummeln sich mindestens fünf Fahrzeuge nebeneinander, dazwischen noch hunderte Mopeds und ich hoffe, dass die Balinesen auch einen Gott des Verkehrs haben, der ihnen bei ihrer täglichen Anfahrt zum und vom Arbeitsplatz wohlgesonnen zur Seite steht. SO habe ich mir Bali nicht vorgestellt. Die Straßen sind gesäumt von modernen Einrichtungsläden und Mopedverleihern und es dauert eine Ewigkeit bis wir aus Denpasar raus sind. Schön langsam ändert sich dann aber auch die Umgebung und immer öfter rücken traditionelle Häuser und Tempel ins Blickfeld. Zunehmend wird es auch grüner. Um in den Norden zu gelangen, müssen wir über die Berge. Die Straße ist kurvig und die knapp 90 km lange Strecke zieht sich ziemlich dahin. Kein Wunder, dass man dafür über drei Stunden braucht,  bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt:img_0299img_0304img_0313

 

The Majestic Kuala Lumpur

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Die beiden Nächte in Kuala Lumpur verbrachten wir im Hotel Majestic. Die Wahl fiel in diesem Fall nicht schwer – schon vor neun Jahren nächtigten wir mal in einem Majestic Hotel, und zwar in Saigon. Nach einem Schlaf – Marathon von über 24 Stunden hat Stefan eben jenes Hotel zum allerbesten Hotel, in dem er jemals abgestiegen ist, erkoren und seither seine Meinung nicht revidiert. Also war ziemlich schnell klar, dass wir uns auch in Kuala Lumpur für das Majestic  entscheiden würden und haben es nicht bereut. Wo ich in Saigon noch immun zu sein schien gegen die einschläfernde Wirkung des Hotelzimmers und die Stadt auf eigene Faust erkundet habe, hat es uns diesmal beide voll erwischt. Schon am ersten Tag haben wir einen (unbeabsichtigten) mehrstündigen Mittagsschlaf eingelegt, natürlich nur Jetlag bedingt. Nur wenige Stunden später sind wir wieder todmüde in die Federn gefallen und erst am nächsten Tag nach 14:00 aufgewacht.

Wie schon in Saigon, besteht auch das Haus in Kuala Lumpur aus einem traditionellen Kolonialbau mit modernem Zubau, was sich img_0129auch jeweils in der Inneneinrichtung widerspiegelt. Viel Stuck, Holz undimg_0132 schwere Möbel im Altbau, schnörkellose Eleganz im modernen Teil. Wir haben uns noch jedes mal für die moderneren Zimmer entschieden. Auch als uns diesmal an der Rezeption eine Suite in kolonialem Stil angeboten wurde, haben wir uns lieber für unser vorab gebuchtes modernes Zimmer ausgesprochen. Wirklich ein ausgesprochen tolles Hotel.

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