Panama Kanal

Schon im Landeanflug auf Panamá City haben wir zahlreiche Containerschiffe erspäht, die im Golf von Panamá entweder Richtung Kanal steuern oder von dort kommen.

Als ersten Ausflug und erstes Highlight in Panamá sind wir zu den Miraflores-Schleusen gefahren, den ersten Schleusen des Panamá Kanals auf pazifischer Seite. Die Fahrt hat nur rund 20 Minuten gedauert und uns auch gleich einen ersten Eindruck von der Stadt und dem Umland gezeigt.

Bei den Miraflores-Schleusen gibt es einen „alten“ Teil, die ursprünglichen Schleusen, und etwas nördlicher eine neu konstruierte, und erst vor ein paar Jahren eröffnete, Schleusenanlage. Beide sind in Betrieb. In der Früh, mit Sonnenaufgang – aufgrund der Nähe zum Äquator immer so um 6 Uhr herum – passieren die ersten Schiffe vom Pazifik kommend die Schleusen. Mittags ist weniger los und am Nachmittag kommen die Schiffe von atlantischer/karibischer Seite und passieren Richtung Pazifik.

Den ersten Versuch, einen Kanal anzulegen, haben im Jahr 1876 die Franzosen unternommen, sind jedoch an den widrigen Bedingungen im Dschungel gescheitert. Ab 1902 haben die USA die Bauarbeiten erneut gestartet und bis 1914 fertiggestellt. Seither ist der Kanal unter US-amerikanischer Hoheit betrieben worden. Am 31.12.1999 hat das Land Panamá den Betrieb des Kanals übernommen und in den folgenden Jahren erweitert und eben auch die neuen Schleusen angelegt, die teilweise erst in den letzten Jahren in Betrieb gegangen sind.

Der Panamá Kanal ist gesamt etwa 82 km lang, die Passage des Kanals benötigt im Schnitt etwa 15 Stunden, erspart den Schiffen jedoch die Fahrt über Cap Hoorn, also die Umfahrung Südamerikas, einen Umweg von weit mehr als einer Woche, verbunden mit entsprechender Einsparung beim Energieaufwand (zB. Treibstoff).

Die Schleusen werden benötigt, da der Kanal zwischen den beiden Meeren einige Seen passiert, die in einer Höhe von 26 Metern über dem Meeresspiegel angelegt sind bzw. natürlich vorkommen.

Wer’s genauer wissen möchte, findet hier einen tollen Wikipedia Artikel mit einer übersichtlichen Skizze und Beschreibung des Kanals und Luftaufnahmen, die alles besser veranschaulichen.

Miraflores Besucherzentrum

In Miraflores gibt es ein Besucherzentrum, das wirklich wunderbar gestaltet ist. Selten sieht man eine Einrichtung, die speziell für Touristen und Besucher geschaffen wurde, und so informativ und gelungen ist.

Es gibt eine Aussichtsplattform. von der aus man wenige Meter neben den Schleusen den Schiffen zusehen kann. Außerdem gibt es ein kleines Kino, bei dem in einem 10 minütigen Film, die Notwendigkeit und Funktion des Kanals, der Bau und die Technik erklärt werden.

In einem Raum ist die Kommandozentrale des Panamakanals nachgebildet und man kann dort einen Eindruck bekommen, wie die Verkehrsleitung der mehr als 14.000 Schiffe, die jedes Jahr den Kanal passieren, abgewickelt wird.

Ein Museum zeigt die Geschichte des Baus des Kanals, mit etlichen Fotos und Darstellungen der „Baustelle“ im Dschungel.

Ein anderer Raum simuliert die Kommandobrücke eines Schiffs. Man bekommt den Eindruck, dass man nun an Board eines Containerschiffes ist, das auf den Kanal zusteuert. Ein Zeitrafferfilm zeigt in wenigen Minuten die Einfahrt auf der Pazifikseite, die Funktion der Schleusen, die Weiterfahrt über den künstlichen Kanal und die natürlichen Seen, sowie wiederum die Schleusen bei Colón – auf der atlantischen/karibischen Seite:

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