Verpflegung auf San Blas

Im Quartier ist Vollpension inbegriffen, dementsprechend werden wir hier auch drei mal am Tag köstlich bekocht. Frühstück gibts pünktlich um 08:00. Es besteht immer aus Ei, unterschiedlich zubereitet, mal gebraten, mal gespiegelt, dazu Würstel frittiert und Kuna Brot. Dieses besteht aus leicht gesüßtem Germteig und ist wie es sich in diesen Breitengraden so gehört, natürlich auch frittiert. Schmeckt ungefähr so wie hausgemachte Krapfen, ohne Marmelade. Mittags und abends gibt es dann immer was aus dem Meer. Mal ist es ein frisch gefangenes Fischerl, mal Krabbe, dann aber auch mal Schrimps aus dem Tiefkühlsackerl oder auch eine Art Surimi-Gröstl. Meistens ist das Essen sehr lecker, manchmal ist für meinen Geschmack einfach zuviel Koriander drin. Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, weil ich das Kraut einfach überhaupt nicht mag.

Den frechen Gecko, der sich da an unserem Tonic laben wollte, haben wir aber nicht verspeist 🙂

 

Guna Yala – Besuch eines indigenen Dorfes

In unserem Insel-Package sind auch Exkursionen enthalten. Darunter natürlich die schon von Stefan ausführlich beschriebenen Schnorchel-Ausflüge. die wir sehr genossen haben. Die Einheimischen sind aber auch bemüht, den Gästen ihre Kultur und Lebensweise etwas zu vermitteln. Wir durften zum Beispiel mit in ein Kuna Dorf auf einer der benachbarten Inseln. Man betritt die Insel über eine kleine Mole und steht dann auch schon mitten im Basketballfeld der hiesigen Mannschaft. Dahinter eine Schule, das Kongresshaus und ein paar Läden mit Waren für den täglichen Gebrauch. Die kleinen Hütten drängen sich auf dem Rest der Insel ziemlich dicht aufeinander. Hier ist auch kaum Platz für die sonst allgegenwärtigen Palmen. 

klar waren wir auch shoppen vor Ort..

Guna Yala, früher San Blas ist ein semi-autonomes Gebiet. Die Kuna haben sich der Unterwerfung durch die Zentralregierung Anfang des letzten Jahrhunderts widersetzt und 1925 in einem Aufstand, der Dule Revolution ihre Unabhängigkeit erkämpft. Um die tatsächliche Etablierung mussten die Indios aber noch jahrzehntelang warten. Viele der Frauen stellen in Heimarbeit sogenannte Molas her. Das sind Applikations-Stickereien, die auch die Trachten der Frauen schmücken und in vielen der Hütten auf den Inseln zu finden sind. In ganz Panama, aber durchaus auch in Kolumbien haben wir die Molas immer mal wieder gesehen. 

 

Schon wieder schnorcheln? Aha, ein Wrack!

Zwei Tage nach dem ersten Schnorchelausflug haben uns die Einheimischen zu einer „Exkursion“ mit Schnorcheln eingeladen. Unter anderem zu einem Wrack auf Isla Perro. Also brummen wir mit dem Boot und einigen anderen Touristen etwa 20 Minuten in eine Richtung – ich glaube Nordwest, vorbei an einigen kleinen Inselchen. Unser Ziel scheint bekannt zu sein, es gibt ein kleines Restaurant, unheimlich viel andere Touristen (bisher dachten wir, wir wären quasi alleine mit den anderen auf unserer Insel).

Das Wrack wirkt zwar eher, als wäre es absichtlich als Touristenattraktion im seichten Wasser versenkt worden, aber trotzdem nett. Es ist ein bißerl mit Korallen und anderem Getier (Schwämmen, …) bewachsen. Also etwas mehr zu sehen beim Schnorcheln.

Das Wrack darf man sich jetzt auch nicht als große Frigatte vorstellen. Es ist ein Eisen-/Stahlschiff, eher klein. Man erkennt eine Winde aus Metall, die Funktion bzw. ehemalige Anwendung kann ich nicht erraten.

Die Fische sind neben den Bekannten noch ein paar neue bunte Fischerl, die man bei uns am ehesten aus diversen Aquarien kennt. Sie lassen sich durch die zahlreichen Schnorchler nicht beunruhigen und schwimmen gelassen durch die Gegend.

Die Insel selbst scheint ein Treffpunkt für Touristen sämtlicher benachbarter Inseln zu sein. Es gibt ein Restaurant, in dem wir uns eine frische ganze Kokosnuss gönnen (va. Kokoswasser zum Schlürfen).

Nach einem kurzen Sonnenbad und zwei Schnorcheldurchgängen geht’s auch schon wieder weiter zu einem Riff – wieder zum Schnorcheln.

(gopro8507 noch einfügen)

Schnorcheln auf den San Blas-Inseln

Das letzte Mal war ich auf Bali schnorcheln. Da habe ich unter Wasser eine Schlange angetroffen, bin schnell rausgeschwommen und hab’s seither im Meer nicht mehr probiert.

Auf den San Blas-Inseln haben wir 4 Tage verbracht, siehe separaten Blog-Eintrag von Mirjam.

An einem Tag wurde die Aktivität „Schnorcheln“ angeboten. Na gut. Die Inseln sind ja wirklich malerisch und für mich ist klar, dass die Postkartenmotive aus der Karibik kein Fake sind, sondern es hier wirklich (überall?) so schön ist. Also könnte man sich das ja auch mal unter Wasser ansehen.

Ich habe es nicht bereut: wir sind mit dem Boot von den Einheimischen zuerst zu einer Sandbank gefahren, die unser Boot gerade noch passieren kann. Dort haben sie uns mit der Anweisung, keine Seesterne anzufassen, ins Wasser gelassen: „weijnti minutos“. Also zwanzig Minuten Zeit.

So richtig viel ist unter Wasser nicht los gewesen. Es war aber trotzdem ein super Erlebnis, weil das Wasser sehr klar war, sowieso warm und es einfach gut geklappt hat, dort auf der Sandbank eine Viertelstunde herumzuschnorcheln und sich daran zu gewöhnen, die Brille zu tragen, vorher zu waschen und mit dem Schnorchel zu hantieren.

Nach den beschriebenen zwanzig Minuten hat einer der Bootsleute das Zeichen zum Aufbruch gegeben und wir – und ein anderes Paar, zufällig auch aus Wien – sind weitergefahren. Starfisch Island, hieß das Ziel. Also Seestern-Insel. Klingt ja schon mal vielversprechend.

Starfish Island

Wie soll man diese Insel beschreiben? Sie ist wie aus dem Bilderbuch oder einem Postkartenmotiv. Eine kleine Insel, zum Umrunden zu Fuß braucht man vermutlich 5-6 Minuten, etwa 30 Palmen und unglaublich malerisch weißer feiner Sand.

Die Einheimischen haben uns noch zu verstehen gegeben, dass sie in 2 Stunden wieder herkommen. Echt? Sie lassen uns hier zu viert auf dieser Insel? Nicht schlecht.

Mirjam hat sich das Badetuch ausgebreitet und sich in die Sonne gelegt, ich habe den Schnorchel vorbereitet und bin mal ins seichte Wasser gestapft.

Hier waren zwar auch nicht unheimlich viele Fischerl zu sehen, aber ab und zu ist einer vorbeigekommen und hat sich filmen lassen. Neben Seesternen hab‘ ich auch eine Seegurke und ein paar andere Fische vor die Linse bekommen. Seht selbst.

Mirjams Strandperspektive war auch nicht schlecht. Hier noch ein paar Eindrücke von den Palmen und dem Strand. Unglaublich.

San Blas

So interessant der Panamakanal auch sein mag, ist der eigentliche Grund warum wir überhaupt nach Panama gereist sind, ein Archipel an der Karibikküste des Landes, die San Blas Inseln. Der Küstenstreifen von El Porvenir bis zur kolumbianischen Grenze, wie auch die 365 Inseln selbst, werden von einer indigenen Ethnie, den Kunas autonom verwaltet und korrekterweise auch Guna Yala bezeichnet.

Frühmorgens um fünf werden wir von einem Jeep abgeholt und es geht quer durchs Land an die Atlantikküste. Einen Großteil der Strecke fährt man bergauf, bergab, über unzählige Kurven durch den Regenwald bis man endlich zum Hafen in Carti gelangt. Dort angelangt, herrscht geschäftiges Treiben: sämtliche Touristen werden nun auf Boote verteilt, um dann gemäß ihrer Buchung zu ihrer Insel zu gelangen. 

Die Unterkünfte auf den Inseln sind sehr einfach, kleine Holzhütten mit Palmenblätterdach, viele davon als Schlafsäle geführt, in denen es nur Hängematten bzw. Matratzen gibt. Naja, nach Schlafsaal und Gemeinschaftsbad steht uns eher nicht der Sinn, etwas mehr Komfort darf’s schon sein. Internet sei dank, wurden wir fündig. Das von einer Kuna Famile geführte „Naranjo Chico“  bietet alles, was wir brauchen:  eine geräumige Cabana, auf Stelzen ins Meer gebaut, mit eigenem Bad und Terrasse aufs Meer hinaus.Die Inseln sind wie im Bilderbuch: Palmen, Sandstrand, türkisfarbenes Meer.