Bukit Bintang

 

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Unsere Rundfahrt endet dann auch bei den Twin Towers in KLCC – Kuala Lumpur City Centre (die Malaysier haben einen Hang zu diesen unleidlichen Akronymen, alles wird abgekürzt). Es ist viel zu spät, um noch die Aussichtsplattform zu besichtigen, selbst wenn wir das gewollt hätten. Wir sind nicht weiter traurig darüber und begeben uns zu Fuß in Richtung Bukit Bintang, DEM Shopping und Vergnügungsviertel in Kuala Lumpur schlechthin. Der Weg dahin führt uns zunächst in ein Shopping Center, wo wir im untersten Stockwerk durch einen ziemlich langen Fußgänger -Tunnel müssen und dann den Skywalk nehmen, wieder eine eigens für Fußgänger geschaffene Vorrichtung, die uns über die teils vierspurigen Straßen zu einem weiteren Shopping Center bringt. Bei der Stadtplanung wurde anscheinend auf die Fußgänger vergessen, denn es gibt kaum Möglichkeiten weitere Strecken auch nur halbwegs bequem zu erreichen, geschweige denn Zebrastreifen, Gehsteige und dergleichen.

In Bukit Bintang reiht sich ein Shopping Center an das Andere. Sämtliche Luxus Labels sind hier in einer Dichte vertreten, die Modemetropolen wir Paris oder Mailand ziemlich dürftig aussehen lassen. Mich wundert immer wieder, ob sich das für die Modehäuser wirklich auszahlt: drei Dior Filialen, zwei Louis Vuitton Boutiquen und ebensoviele Prada Shops innerhalb eines halben Quadratkilometers? Diese sind auch ausnahmslos immer leer. Ich habe in Asien noch nie jemanden tatsächlich IN einem dieser Geschäfte gesehen. Na, es wird sich schon lohnen, und zumindest sichert es Arbeitsplätze.

Für uns ist das Shopping Angebot heute mal zweitrangig. In erster Linie brauchen wir dringend was zum Essen, denn außer ein paar Satay Spießchen am Straßenrand, ist unsere heutige Verpflegung sehr dürftig ausgefallen. img_0155

Im Hotel meinte man, hier in Bukit Bintang gäbe es eine große Auswahl an Restaurants. Stimmt, aber leider hauptsächlich westliche (Fast) Food Ketten und Läden, die man eher als typische Touristenfalle bezeichnen würde.  Zu Stefans Unmut wandere ich immer weiter und weiter, ich habe ein richtig schlechtes Gewissen, kann schon seinen leeren Magen knurren hören, und meiner Stimmung ist das lange Suchen auch nicht zuträglich. Aber wir haben Glück und finden eine Straße, wo es vor Garküchen nur so wimmelt – Jalan Alor. Viele Tische sind sogar von Einheimischen belegt, meist ein untrügliches Zeichen für authentische und  sehr gute Küche. Wir werden nicht enttäuscht, essen hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte und lassen die quirlige Stimmung des Nachtmarktes auf uns wirken.img_0290img_0263img_0264img_0267img_0279

Ein Gedanke zu „Bukit Bintang

  1. Hahaha, das wundert mich nicht, dass Stefan nicht traurig war, dass ihr die Stadt nicht aus luftiger Höhe anschauen konntet…

    Bekomme gleich wieder Hunger, wenn ich die Bilder sehe – lasst es euch gut gehen und postet weiter fleissig, für die daheim gebliebenen!

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