Kambodscha – Siem Reap

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Nach vier Tagen Bangkok fliegen wir früh morgens nach Siem Reap, Kambodscha. Wir haben kaum geschlafen und sind ziemlich gerädert, als um halb sechs der Wecker läutet. Kurz nach zehn landen wir am Angkor International Airport und werden von unsrem Hotel schon mit einem Tuk Tuk erwartet – na, zum Glück reisen wir nur mit Handgepäck, sonst hätten wir unsere Koffer hinten dran hängen müssen.

Es ist erst Vormittag, aber schon sehr heiß, daher genießen wir die Tuk Tuk Fahrt, denn der Fahrtwind macht die Hitze einigermaßen erträglich. Wirklich sehr beschaulich hier, selbst die Autos fahren kaum schneller als 30 km/h. Aber man sollte Seam Reap nicht unterschätzen – es handelt sich immerhin um eine Stadt mit fast 150.000 Einwohnern. Zur Zeit bereitet sich die Stadt auf das Khmer Neujahr vor, überall werden bunte Lampions aufgehängt und Bühnen aufgebaut.

Wir wohnen in einem kleinen Hotel in der Innenstadt, das Zimmer ist geräumig und der Rest des Hotels sehr hübsch und gepflegt – und ganz wichtig – es gibt einen Pool. Bei fast 40°C unentbehrlich.

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Uns treibt der Hunger Richtung „Old Market“, der mit seinen Kolonialhäuschen das Zentrum von Seam Reap bildet. Ein Restaurant reiht sich ans andere und es fällt schwer, sich für nur eines zu entscheiden. Unsere Wahl fällt auf ein Lokal mit traditioneller Khmer Küche – es gibt Khmersuppe mit Fisch, Bananenblütensalat, Red Chicken Curry und Rindfleisch mit Cashew Kernen. Alles ist sehr lecker – sehr schön rund abgeschmeckt, wesentlich milder gewürzt als Thai-Küche. Hier in Kambodscha wird sehr viel mit Fischsauce gewürzt, diese ist jedoch süßlicher im Geschmack als man es aus Vietnam kennt, ändert jedoch nichts am sehr gewöhnungsbedürftigen Geruch. Die Khmer sagen darüber übrigens folgendes: stinkt höllisch, schmeckt aber himmlisch – und sie haben vollkommen Recht.

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Nach einer erfrischenden Abkühlung im Pool, machen wir uns auf den Weg zu Angkor Wat, um heute schon die Tickets für morgen zu kaufen und einen ersten Blick darauf zu werfen. Natürlich haben wir schon Berichte darüber gesehen, nichts kommt jedoch dem Gefühl gleich, wenn man selbst davor steht – es ist überwältigend…

 

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Und es ist riesig, man kann sich die Dimensionen gar nicht vorstellen. Ich finde, es ist gerade bei Sonnenuntergang magisch. Doch bei Einbruch der Dunkelheit werden auch die allerletzten Besucher verscheucht.

Die Besichtigung hat uns hungrig gemacht, also brechen wir Richtung Zentrum auf. Uns fielen schon mittags die vielen Lokale auf, deren Tische große Löcher in der Mitte aufweisen –  das ist Cambodian BBQ. In die Versenkung kommt ein Gußeisenbehälter mit glühenden Kohlen, darauf eine Art Guglhupfform aus Alu. In die Eintiefung gießt der Kellner Suppe und fügt Gemüse hinzu. Dann nimmt er ein ziemlich großes Stück Schweineschwarte und reibt damit den erhöhten Teil in der Mitte ein und posiert den Rest des Schwartls in der Mitte. Ja, und dann kann’s auch schon losgehen. Wir schmeißen 14 verschiedene Sorten Fisch und Fleisch auf unseren Tischgriller; darunter so exotische Sachen wie Schlange, Krokodil Froschschenkel, Haifisch, Strauß, Känguru, aber auch Rind, Schwein, Ente, Schrimps & Thunfisch. Mal was anderes, am besten schmeckt definitiv Ente und Känguru, aber auch Krokodil und Schlange finden wir sehr lecker. Zwischendurch essen wir von der Suppe, die mit der Zeit immer kräftiger und gehaltvoller wird, da sie als Auffangbecken für den Bratensaft dient und auch langsam einkocht. Ein wirklich schönes Erlebnis.

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