Verpflegung auf San Blas

Im Quartier ist Vollpension inbegriffen, dementsprechend werden wir hier auch drei mal am Tag köstlich bekocht. Frühstück gibts pünktlich um 08:00. Es besteht immer aus Ei, unterschiedlich zubereitet, mal gebraten, mal gespiegelt, dazu Würstel frittiert und Kuna Brot. Dieses besteht aus leicht gesüßtem Germteig und ist wie es sich in diesen Breitengraden so gehört, natürlich auch frittiert. Schmeckt ungefähr so wie hausgemachte Krapfen, ohne Marmelade. Mittags und abends gibt es dann immer was aus dem Meer. Mal ist es ein frisch gefangenes Fischerl, mal Krabbe, dann aber auch mal Schrimps aus dem Tiefkühlsackerl oder auch eine Art Surimi-Gröstl. Meistens ist das Essen sehr lecker, manchmal ist für meinen Geschmack einfach zuviel Koriander drin. Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung, weil ich das Kraut einfach überhaupt nicht mag.

Den frechen Gecko, der sich da an unserem Tonic laben wollte, haben wir aber nicht verspeist 🙂

 

Guna Yala – Besuch eines indigenen Dorfes

In unserem Insel-Package sind auch Exkursionen enthalten. Darunter natürlich die schon von Stefan ausführlich beschriebenen Schnorchel-Ausflüge. die wir sehr genossen haben. Die Einheimischen sind aber auch bemüht, den Gästen ihre Kultur und Lebensweise etwas zu vermitteln. Wir durften zum Beispiel mit in ein Kuna Dorf auf einer der benachbarten Inseln. Man betritt die Insel über eine kleine Mole und steht dann auch schon mitten im Basketballfeld der hiesigen Mannschaft. Dahinter eine Schule, das Kongresshaus und ein paar Läden mit Waren für den täglichen Gebrauch. Die kleinen Hütten drängen sich auf dem Rest der Insel ziemlich dicht aufeinander. Hier ist auch kaum Platz für die sonst allgegenwärtigen Palmen. 

klar waren wir auch shoppen vor Ort..

Guna Yala, früher San Blas ist ein semi-autonomes Gebiet. Die Kuna haben sich der Unterwerfung durch die Zentralregierung Anfang des letzten Jahrhunderts widersetzt und 1925 in einem Aufstand, der Dule Revolution ihre Unabhängigkeit erkämpft. Um die tatsächliche Etablierung mussten die Indios aber noch jahrzehntelang warten. Viele der Frauen stellen in Heimarbeit sogenannte Molas her. Das sind Applikations-Stickereien, die auch die Trachten der Frauen schmücken und in vielen der Hütten auf den Inseln zu finden sind. In ganz Panama, aber durchaus auch in Kolumbien haben wir die Molas immer mal wieder gesehen. 

 

Schon wieder schnorcheln? Aha, ein Wrack!

Zwei Tage nach dem ersten Schnorchelausflug haben uns die Einheimischen zu einer „Exkursion“ mit Schnorcheln eingeladen. Unter anderem zu einem Wrack auf Isla Perro. Also brummen wir mit dem Boot und einigen anderen Touristen etwa 20 Minuten in eine Richtung – ich glaube Nordwest, vorbei an einigen kleinen Inselchen. Unser Ziel scheint bekannt zu sein, es gibt ein kleines Restaurant, unheimlich viel andere Touristen (bisher dachten wir, wir wären quasi alleine mit den anderen auf unserer Insel).

Das Wrack wirkt zwar eher, als wäre es absichtlich als Touristenattraktion im seichten Wasser versenkt worden, aber trotzdem nett. Es ist ein bißerl mit Korallen und anderem Getier (Schwämmen, …) bewachsen. Also etwas mehr zu sehen beim Schnorcheln.

Das Wrack darf man sich jetzt auch nicht als große Frigatte vorstellen. Es ist ein Eisen-/Stahlschiff, eher klein. Man erkennt eine Winde aus Metall, die Funktion bzw. ehemalige Anwendung kann ich nicht erraten.

Die Fische sind neben den Bekannten noch ein paar neue bunte Fischerl, die man bei uns am ehesten aus diversen Aquarien kennt. Sie lassen sich durch die zahlreichen Schnorchler nicht beunruhigen und schwimmen gelassen durch die Gegend.

Die Insel selbst scheint ein Treffpunkt für Touristen sämtlicher benachbarter Inseln zu sein. Es gibt ein Restaurant, in dem wir uns eine frische ganze Kokosnuss gönnen (va. Kokoswasser zum Schlürfen).

Nach einem kurzen Sonnenbad und zwei Schnorcheldurchgängen geht’s auch schon wieder weiter zu einem Riff – wieder zum Schnorcheln.

(gopro8507 noch einfügen)

Schnorcheln auf den San Blas-Inseln

Das letzte Mal war ich auf Bali schnorcheln. Da habe ich unter Wasser eine Schlange angetroffen, bin schnell rausgeschwommen und hab’s seither im Meer nicht mehr probiert.

Auf den San Blas-Inseln haben wir 4 Tage verbracht, siehe separaten Blog-Eintrag von Mirjam.

An einem Tag wurde die Aktivität „Schnorcheln“ angeboten. Na gut. Die Inseln sind ja wirklich malerisch und für mich ist klar, dass die Postkartenmotive aus der Karibik kein Fake sind, sondern es hier wirklich (überall?) so schön ist. Also könnte man sich das ja auch mal unter Wasser ansehen.

Ich habe es nicht bereut: wir sind mit dem Boot von den Einheimischen zuerst zu einer Sandbank gefahren, die unser Boot gerade noch passieren kann. Dort haben sie uns mit der Anweisung, keine Seesterne anzufassen, ins Wasser gelassen: „weijnti minutos“. Also zwanzig Minuten Zeit.

So richtig viel ist unter Wasser nicht los gewesen. Es war aber trotzdem ein super Erlebnis, weil das Wasser sehr klar war, sowieso warm und es einfach gut geklappt hat, dort auf der Sandbank eine Viertelstunde herumzuschnorcheln und sich daran zu gewöhnen, die Brille zu tragen, vorher zu waschen und mit dem Schnorchel zu hantieren.

Nach den beschriebenen zwanzig Minuten hat einer der Bootsleute das Zeichen zum Aufbruch gegeben und wir – und ein anderes Paar, zufällig auch aus Wien – sind weitergefahren. Starfisch Island, hieß das Ziel. Also Seestern-Insel. Klingt ja schon mal vielversprechend.

Starfish Island

Wie soll man diese Insel beschreiben? Sie ist wie aus dem Bilderbuch oder einem Postkartenmotiv. Eine kleine Insel, zum Umrunden zu Fuß braucht man vermutlich 5-6 Minuten, etwa 30 Palmen und unglaublich malerisch weißer feiner Sand.

Die Einheimischen haben uns noch zu verstehen gegeben, dass sie in 2 Stunden wieder herkommen. Echt? Sie lassen uns hier zu viert auf dieser Insel? Nicht schlecht.

Mirjam hat sich das Badetuch ausgebreitet und sich in die Sonne gelegt, ich habe den Schnorchel vorbereitet und bin mal ins seichte Wasser gestapft.

Hier waren zwar auch nicht unheimlich viele Fischerl zu sehen, aber ab und zu ist einer vorbeigekommen und hat sich filmen lassen. Neben Seesternen hab‘ ich auch eine Seegurke und ein paar andere Fische vor die Linse bekommen. Seht selbst.

Mirjams Strandperspektive war auch nicht schlecht. Hier noch ein paar Eindrücke von den Palmen und dem Strand. Unglaublich.

San Blas

So interessant der Panamakanal auch sein mag, ist der eigentliche Grund warum wir überhaupt nach Panama gereist sind, ein Archipel an der Karibikküste des Landes, die San Blas Inseln. Der Küstenstreifen von El Porvenir bis zur kolumbianischen Grenze, wie auch die 365 Inseln selbst, werden von einer indigenen Ethnie, den Kunas autonom verwaltet und korrekterweise auch Guna Yala bezeichnet.

Frühmorgens um fünf werden wir von einem Jeep abgeholt und es geht quer durchs Land an die Atlantikküste. Einen Großteil der Strecke fährt man bergauf, bergab, über unzählige Kurven durch den Regenwald bis man endlich zum Hafen in Carti gelangt. Dort angelangt, herrscht geschäftiges Treiben: sämtliche Touristen werden nun auf Boote verteilt, um dann gemäß ihrer Buchung zu ihrer Insel zu gelangen. 

Die Unterkünfte auf den Inseln sind sehr einfach, kleine Holzhütten mit Palmenblätterdach, viele davon als Schlafsäle geführt, in denen es nur Hängematten bzw. Matratzen gibt. Naja, nach Schlafsaal und Gemeinschaftsbad steht uns eher nicht der Sinn, etwas mehr Komfort darf’s schon sein. Internet sei dank, wurden wir fündig. Das von einer Kuna Famile geführte „Naranjo Chico“  bietet alles, was wir brauchen:  eine geräumige Cabana, auf Stelzen ins Meer gebaut, mit eigenem Bad und Terrasse aufs Meer hinaus.Die Inseln sind wie im Bilderbuch: Palmen, Sandstrand, türkisfarbenes Meer.

 

El Trapiche Panama City

Es war nicht ganz leicht, ein echtes panamaisches Restaurant zu finden. Es gibt unzählige Italiener, Japaner  und auch chinesische Restaurants, aber einheimische Küche – schwierig. Im Internet stießen wir dann auf das El Trapiche, und wir erinnerten uns auch daran, es in einer Koch/Reisesendung gesehen zu haben, wo es lobende Erwähnung fand. Also nichts wie hin.

Einen kurzen Spaziergang weiter erwartet uns ein eher unscheinbares Lokal, und Kellner mit lustigen Panamahüten. Die Speisekarte ist recht umfangreich, wir entscheiden uns für gemischte Ceviche als Vorspeise, danach Surf & Turf für Stefan und Surf für mich, in der Karte als Jumbo-Shrimps bezeichnet.

Die Ceviche ist gut, die Hauptspeisen fallen aber etwas anders aus als erwartet. Stefan’s Steak wurde vor dem Braten noch kräftig zurecht geklopft und meine Jumbo Dinger sind eher durchschnittliche, zu stark gebratene Shrimpserl. Als Beilage serviert man hier Banane in klebrigem Erdbeersirup und doppelt gebackenen Kochbanane: die Kochbananen, hier auch Platanes  genannt, werden in ca 3 cm große Stücke geschnitten, dann frittiert, danach platt gemacht und nochmal frittiert -> das Ergebnis ist ein nach rein gar nichts schmeckendes fettiges Teil, das die darin enthaltenen Kalorien einfach nicht wert ist. Gutes Kraftfutter, aber geschmacklich eher dürftig. 

 

Panama Kanal

Schon im Landeanflug auf Panamá City haben wir zahlreiche Containerschiffe erspäht, die im Golf von Panamá entweder Richtung Kanal steuern oder von dort kommen.

Als ersten Ausflug und erstes Highlight in Panamá sind wir zu den Miraflores-Schleusen gefahren, den ersten Schleusen des Panamá Kanals auf pazifischer Seite. Die Fahrt hat nur rund 20 Minuten gedauert und uns auch gleich einen ersten Eindruck von der Stadt und dem Umland gezeigt.

Bei den Miraflores-Schleusen gibt es einen „alten“ Teil, die ursprünglichen Schleusen, und etwas nördlicher eine neu konstruierte, und erst vor ein paar Jahren eröffnete, Schleusenanlage. Beide sind in Betrieb. In der Früh, mit Sonnenaufgang – aufgrund der Nähe zum Äquator immer so um 6 Uhr herum – passieren die ersten Schiffe vom Pazifik kommend die Schleusen. Mittags ist weniger los und am Nachmittag kommen die Schiffe von atlantischer/karibischer Seite und passieren Richtung Pazifik.

Den ersten Versuch, einen Kanal anzulegen, haben im Jahr 1876 die Franzosen unternommen, sind jedoch an den widrigen Bedingungen im Dschungel gescheitert. Ab 1902 haben die USA die Bauarbeiten erneut gestartet und bis 1914 fertiggestellt. Seither ist der Kanal unter US-amerikanischer Hoheit betrieben worden. Am 31.12.1999 hat das Land Panamá den Betrieb des Kanals übernommen und in den folgenden Jahren erweitert und eben auch die neuen Schleusen angelegt, die teilweise erst in den letzten Jahren in Betrieb gegangen sind.

Der Panamá Kanal ist gesamt etwa 82 km lang, die Passage des Kanals benötigt im Schnitt etwa 15 Stunden, erspart den Schiffen jedoch die Fahrt über Cap Hoorn, also die Umfahrung Südamerikas, einen Umweg von weit mehr als einer Woche, verbunden mit entsprechender Einsparung beim Energieaufwand (zB. Treibstoff).

Die Schleusen werden benötigt, da der Kanal zwischen den beiden Meeren einige Seen passiert, die in einer Höhe von 26 Metern über dem Meeresspiegel angelegt sind bzw. natürlich vorkommen.

Wer’s genauer wissen möchte, findet hier einen tollen Wikipedia Artikel mit einer übersichtlichen Skizze und Beschreibung des Kanals und Luftaufnahmen, die alles besser veranschaulichen.

Miraflores Besucherzentrum

In Miraflores gibt es ein Besucherzentrum, das wirklich wunderbar gestaltet ist. Selten sieht man eine Einrichtung, die speziell für Touristen und Besucher geschaffen wurde, und so informativ und gelungen ist.

Es gibt eine Aussichtsplattform. von der aus man wenige Meter neben den Schleusen den Schiffen zusehen kann. Außerdem gibt es ein kleines Kino, bei dem in einem 10 minütigen Film, die Notwendigkeit und Funktion des Kanals, der Bau und die Technik erklärt werden.

In einem Raum ist die Kommandozentrale des Panamakanals nachgebildet und man kann dort einen Eindruck bekommen, wie die Verkehrsleitung der mehr als 14.000 Schiffe, die jedes Jahr den Kanal passieren, abgewickelt wird.

Ein Museum zeigt die Geschichte des Baus des Kanals, mit etlichen Fotos und Darstellungen der „Baustelle“ im Dschungel.

Ein anderer Raum simuliert die Kommandobrücke eines Schiffs. Man bekommt den Eindruck, dass man nun an Board eines Containerschiffes ist, das auf den Kanal zusteuert. Ein Zeitrafferfilm zeigt in wenigen Minuten die Einfahrt auf der Pazifikseite, die Funktion der Schleusen, die Weiterfahrt über den künstlichen Kanal und die natürlichen Seen, sowie wiederum die Schleusen bei Colón – auf der atlantischen/karibischen Seite:

Oh, wie schön ist Panama

Während sich bei uns zu Hause die Temperaturen eher auf arktischem Niveau bewegen, genießen wir die ersten Tage unseres Urlaubs in Panama City bei freundlichen 30° Celsius. Dies ist unser erster Aufenthalt in Panama, überhaupt in Lateinamerika und dementsprechend neugierig sind wir schon auf Land und Leute und vor allem die kulinarischen Genüsse.

Panama City ist eine sehr moderne Stadt, wir staunten nicht schlecht als sich auf dem Weg vom Flughafen eine beeindruckende Skyline vor uns auftat.

Nach einer äußerst geruhsamen Nacht war unser erster Stop natürlich der Panama Kanal, besser gesagt, das vor gut zehn Jahren eigens für Besucher neu eröffnete Besucherzentrum „Miraflores Locks“. Hier kann man die Pazifik Ein- und Ausfahrt des Panamakanals mit den riesigen schleusen bestaunen. Das war ein echtes Highlight!

Weiter ging es dann zur Altstadt Casco Viejo, den historischen Teil der Stadt mit seinen malerischen Gassen und Kolonialhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Vieles hier wird gerade renoviert, einiges ist schon fertig und ein bisserl was ist noch im „Originalzustand“. Sehr interessant ist, dass die noch nicht erneuerten Gebäude zwar alle hölzerne Fensterläden haben, in den Fenstern aber keine Fensterscheiben aufweisen.

Der Flug mit dem Tiger (oder: Premier Lounge am Flughafen Denpasar)

wp-1477397543519.jpgEigentlich sollte uns der Tiger (Tiger Air) flott, wie es die Großkatzen in der Sendung „Universum“ vormachen, nach Singapur transportieren. Leider ist unser Flug aufgrund der Sperre des Flughafens nach einem Vulkanausbruch des Vulkans „Mount Rinjani“ und der in die Luft gespieenen Vulkanasche um mehr als 3 Stunden verzögert. Spektakuläre „Tatsache“! (Heute nennt man es „Alternative Fact“) Davon haben wir ja gar nichts gelesen. Mirjam kann’s nicht glauben: „Und wieso ist dann nur unser Flug verspätet?“, fragt sie. Verdutzt schaut der Bursche am Check In und ruft nach seinem Supervisor. OK, die aufliegenden Hinweiszettel haben sie schnell entfernt. Die schriftliche Bestätigung, die ich bekommen habe, wollten sie zurück (siehe Foto nebenan). Die hab ich aber schon eingepackt und ich will jetzt nicht mehr die Tasche öffnen. Dumm gelaufen, Tiger. Der neue Grund für die Verzögerung ist jetzt ein defektes Flugzeug und sie müssen ein neues einfliegen. Klingt schon plausibler, Tiger. Hoffen wir das Beste für uns und den neuen Flieger.

Was machen wir nun aus der gewonnenen Zeit in Bali und der verlorenen Zeit in Singapur? Wieder hat Mirjam eine zündende Idee: hier gibt es sicher eine gute Lounge. Der Flughafen wurde ja vor wenigen Jahren neu gebaut.

Schon sind wir bei der „Premier Lounge“ angekommen. Mirjam hat zum Glück zumindest einmal ihre Diners Club Karte in den letzten 12 Monaten belastet und ist daher für einen kostenfreien Eintritt legitimiert. Für mich müssen wir US$ 28 löhnen, erfahrungsgemäß geht dieser Business Case aus meiner Sicht aber locker auf. Wir haben mehr als 5 Stunden Zeit – hallo? Was ich da verdrücken kann…

wp-1477390921179.jpgWir bereuen es nicht: in der Lounge gibt es zwei Buffets: das Kleine bietet Mini-Hamburger, Toasts (mit Chicken, vegetarisch oder Käse) und Süßspeisen (Törtchen, Schnitten) sowie Säfte und Tees. [Ich muss kurz unterbrechen – mir ist beim Bloggen grad aufgefallen, dass ich den Käsetoast noch nicht probiert habe… Fauxpas!]

wp-1477390980682.jpgDas große Buffet bietet Suppen (Championcreme und Minestrone), panierte Hühnerflügerl (übrigens unser Favorit!), Chicken Rolls („Würstchen im Schlafrock“), Frühlingsrollen (vegetarisch und nicht), Reis (gedämpft, gebraten uvm.), Früchte, Saucen, Dips und Zubehör (Salz, Pfeffer, Tabasco, diverse lokale „Sambals“).wp-1477390308096.jpg

Aber dann haben wir was Tolles entdeckt: die Damen hinter „der Pudel“ nehmen Bestellungen entgegen. Die Russen bestellen dort ihren Wodka, die Engländer veredeln dort das Tonic mit Gin, Mirjam bekommt ein Glas Weißwein (übrigens den besten Wein seit Wochen) und ich entdecke das frisch zubereitete Spezialmenü: chinesische Hühnersuppe oder (und?) wp-1477397811264.jpgSpaghetti Carbonara. Meine Wahl fällt italienisch aus. Mann, waren die gut! Ich melde das den Damen an der Pudel, sie freuen sich über die Rückmeldung und holen den Koch. „Der Koch muss Italiener sein“, denke ich mir. Die schmalen Augen verraten mir, dass ich mich irre.

Übrigens: der Tiger wollte uns zu einem Lunch auf Gate 2 als Wiedergutmachung einladen. Wir haben uns erkundigt, was es gibt. „Meal: rice and potatoes“. Wir haben verstanden (Kohlenhydrate sättigen) und haben sicher mit dem Besuch der Lounge die richtige Wahl getroffen. Die Zeit vergeht ganz schon schnell beim Bloggen. Vor allem wenn man so gewissenhaft vorgeht und die meisten Speisen probieren muss, um einen ernsthaften Bericht verfassen zu können. Ich hoffe, ihr wisst das zu schätzen…

The Balé Nusa Dua

Wir sind sprachlos. Unser Hotel übertrifft unsere eh schon sehr hohen Erwartungen bei weitem. Alles ist perfekt. Das Bett ist äußerst bequem, das Bad mit Badewanne, Innen- und Außendusche außerordentlich großzügig, darüber hinaus endlich auch mal ein Schrank, wo alles reinpasst. Und dann erst der Außenbereich: ein lauschiges Daybed zum Relaxen, ein hübscher Garten mit Frangipanibäumen und nicht zuletzt der eigen Pool, den man sogar vom Badezimmer aus begehen kann. Traumhaft! img_1400img_1397img_1398img_1404img_1405img_1402

Einziger Wermutstropfen, das Hotel bietet keine Villen direkt am Meer oder mit Meerblick an. Dafür gibt es aber einen schönen Hotelstrand – weißer, pudriger Sand, Schirme, Liegen und sogar Sonnenmilch für Hotelgäste.

 

Nusa Dua

Die letze Woche unseres Urlaubs verbringen wir in Nusa Dua, damit wir auch den Süden der Insel erkunden können. Im Vorfeld der Reise haben wir uns einige Gedanken darüber gemacht, wo genau wir im Süden Station machen sollen. Von Anfang an war klar, dass weder Kuta noch Seminyak, die beiden Touristenhchburgen der Insel,  in Frage kommen, handelt es sich dabei doch um den „Ballermann“ der Australier.  Also wohin? Uluwatu vielleicht? Am äußersten Südzipfel, sehr malerisch gelegen, mit wildromantischen Surferstränden, aber sehr abgelegen und kaum ratsam als Ausgangspunkt für Erkundunstouren. Also doch nicht. Zuguterletzt ist dann durch die Wahl des Hotels die Entscheidung zwangsläufig auf Nusa Dua gefallen.

Das Hotel ist einmalig, Nusa Dua kann man sich sparen. Eine Anreihung von Fünfsternhotels an malerischen, kitschig weißen Stränden. So weit, so gut, sogar mehr als das – perfekt. Darüber hinaus gibt es aber so gut wie nix. Ist man kein Pauschaltourist und hat kein All Inclusive Paket (wogegen ich mich aufs Äußerste wehre) so hat man seine liebe Not die Mahzeiten des Tages, abgesehen vom Frühstück, halbwegs zufriedenstellend zu bestreiten. Klar kann man in einer der offensichtlichen Touristenfallen einkehren, oder wie die meisten in einem der Hotels essen. Wir haben beides ausprobiert; kein Kommentar zu Ersterem, ein definitives Kopfschütteln zu Letzterem. Zu weit überhöhten Preisen sitzt man dann gut gekühlt in einem unpersönlichen Hotelrestaurant und muss auch noch quälender Livemusik lauschen, welche in einer Lautstärke dargeboten wird, die keine Konversation zulässt. Lieber nicht…

Habe gerade gemerkt, dass ich nicht mal ein Foto von Nusa Dua posten kann, da mir hier einfach nichts Fotografierenswertes untergekommen ist 🙁

 

Vulkane

Bali befindet sich direkt auf dem Pazifischen Feuerring. Davon zeugen die noch immer aktiven Vulkane der Insel. Bei Touristen und Reiseveranstaltern gleichermaßen beliebt ist der mit über 3.000 Metern höchste Berg der Insel, der Vulkan Gunung Agung. Allenorts prangen Werbetafeln für geführte Touren, die morgens um zwei Uhr losgehen und dann nach stundenlangem Aufstieg ein Frühstück bei Sonnenaufgang am Gipfel anpreisen. Uns ist das ganz ehrlich zu mühsam, wir sind zu faul und begnügen uns mit dem Anblick des Agung und des Mount Batur aus der Ferne. img_3905

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen

Was uns hier besonders aufgefallen ist, ist die schier überwältigende Dichte an Tempeln. Kein Wunder, gibt es doch in jedem Dorf mindestend dei davon, und in jedem Haus zwei. Darüberhinaus noch unzählige der Dorfgemeinschaft, dem Landkreis oder dem ganzen Land zur Verfügung stehende Heiligtümer. Da vertseht man dann schon eher, dass sich gefühlt an jeder Straßenecke ein Tempel befindet.

Die balinesischen Hindutempel sind nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, nach Himmelsrichtungen ausgerichtet, sondern meer- bzw. bergwärts. Außenrum führt eine reich verzierte Mauer.  Betreten wird der Tempel durch ein großes, steinernes Tor, das wie gespalten aussieht und an dem Dämonenfratzen prangen. Dahinter befinden sich dann die einzelnen rechteckigen Höfe, ineienander gestapelt, mit kleinen Pagoden, wo bei Zeremonien Opfergaben dargereicht werden. Sämtlche Bauteile sind reich verziert mit mythischen Begebenheiten und reich an Ornamentik. img_3835img_3833img_3840

sehr interessant, wie die Niederländer in die hinduistische Mythologie eingegangen sind…img_3838

Noch viel mehr erstaunt haben uns dann aber die unzähligen Zeremonien, die allein in der kurzen Zeit unseres Aufenthalts statt gefunden haben. Egal welchen Tempel wir uns angesehen haben, in den meisten war gerade ein Tempelfest in Gange. Einer unserer Fahrer hat auch erklärt, dass er seinen Job als Selbständiger bei weitem einer Anstellung in einem der vielen Hotels vorzieht, zumal eine Fixanstellung nur schwer vereinbar ist mit den unzähligen Festivitäten, denen ein Balinese Woche für Woche beizuwohnen hat. In traditionelle Gewänder gekleidet, Sarong, langärmeliges Hemd und am Kopf ein Wickel, der Udeng, werden die gläubigen häufig auf Ladeflächen von LKWs zu den Tempeln gebracht (Parkplatzmangel ist auch den Balinesen nicht fremd). Die Zeremonien gehen stundelang, manche formieren sich zu Prozessionen, andere lauschen den Gammelanorchstern oder bringen kleine Opfergaben dar. img_3878img_3892img_3895img_3921img_3929img_3967

 

 

 

 

 

 

Ubud – Nachtrag

Nach ein paar Tagen in Ubud freunde ich mich schön langsam etwas mehr mit der Stadt an. Zwar kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen, warum so viele Bali – Urlauber meinen, Ubud sei ruhig und authentisch, aber wahrscheinlich sind die alle vorher nur in Kuta gewesen.

Wir machen das, was man hier so machen kann: der Abgeschiedenheit des Hotels frönen, die eine oder andre Wellnessbehandlung genießen, durch die Gassen flanieren,  im großzügigen Shoppingangebot schwelgen und nicht zuletzt dem kulinarischen Angebot huldigen.

Ubud ist nicht besonders groß, im Prinzip eine Einbahnstraße in U-Form, vom Tempel Richtung Affenwald und wieder zurück, dazwischen der Central Market, ein Fußballfeld, sowie einige Gassen daquer. Die Straßen gesäumt von Restaurants, Cafés, Bars, hippen Läden und vereinzelten Galerien. Das meiste wirkt sehr neu und stylish. img_1112img_1277img_1122img_1120

Man bekommt hier vom grünen Smoothie bis zum Long Island Ice Tea, vom veganen Rohkostteller bis zu fettigem Fastfood eine breitgefächerte Auswahl an vor allem westlicher Küche.  Eher selten wird balinesisch gekocht und spiegelt wohl die Nachfrage wider. Dennoch lassen sich auch ganz vorzügliche Restaurants finden, und ich muß gestehen, dass ich eines der besten Gerichte des ganzen Urlaubs in einem kleinen Warung mitten in Ubud genießen durfte.

Dewa Warung – kulinarisch eine Bereicherung. Das Melanzani – Curry kommt ganz unscheinbar daher, mundet aber vorzüglich, es ist sehr würzig, aber nicht so scharf, dass die Zunge taub wird und man nichts mehr schmecken kann. Ein Gedicht. Mindestens genauso gut – das Hühnerfleisch mit Ingwer und Cashewkernen: auch hier wieder genau die richtige Balance zwischen der Schärfe der Chilis, der Frische des Ingwers, sanft mit Soyasauce und Sambal gewürzt, das Gemüse knackig, Hühnerfleisch extrem zart und saftig und darüber die knusprigen Cashews. Köstlich! img_4041

Ausgesprochen nett fanden wir auch das Angsa Cafe, vor allem wegen des tollen Ausblicks auf Reisfelder, und das buchstäblich mitten IN Ubud. Wenn man länger hier sitzt, kann man mit etwas Glück sogar beaobachten, wie der Nachbar mit schwerem Gerät sein Reisfeld bestellt.img_1126img_1165img_1130

 

Die Reisfelder von Tegalalang

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Denkt man an Bali, denkt man an Reisfelder. Keine andere Landschaftsform verbindet man mehr mit der Insel der Götter, als die immer noch in mühseliger Handarbeit kultivierten, entlang der Hänge angelegten Reisterrassen. Die Balinesen nennen sie auch „Treppen zu den Göttern“.

So kommt es, dass jeder, der in Ubud weilt, sich auch die Reisfelder von Tegalagang ansieht. Keine zehn Autominuten vom Zentrum entfernt, eröffnet sich einem der Blick auf sattes Grün. Wie so viele andere „Sehenswürdigkeiten“ in Bali, werden auch diese kommerziell komplett ausgeschlachtet. Man zahlt fürs Parken, dann den Eintritt für die Reisfelder, danach die unvermeidbaren Standln links und rechts der Straße, wer eine Führung möchte, wird natürlich auch zur Kassa gebeten. Immerhin ist das Fotografiern noch kostenlos – noch, denn wir haben andernorts auch schon erlebt, dass man nur gegen Einwurf barer Münze den Fotoapparat zücken darf. img_3979img_3983img_4017img_3986

Übrigens gelten die von Stefan schon mehrfach erwähnten Balinesischen Enten als lebende Schädlingsbekämpfer und fristen Zeit ihres irdischen Daseins ein paradiesisches Leben inmitten der üppigen Reisfelder, um ebendiese von Unkraut, Insekten und vor allem Schnecken frei zu halten. Wir wissen alle mittelrweile nur zu gut, wo sie letztendlich, derart gemästet, ihre finale Bestimmung finden. Mahlzeit! img_4068img_1329

 

Ein kleiner Snack erfüllt seinen Zweck…

„das reimt sich, und was sich reimt ist gut…“, hat einmal ein weiser Pumuckel gesagt.

Eigentlich wollte ich ja nur die Wäsche zur Laundry bringen, damit wir für die letzten Tage gerüstet sind und vielleicht zu Hause weniger Aufwand mit dem Waschen haben. Aber es soll ja keine Eile aufkommen – da bleibt Zeit für ein Bier und eben einen Snack.

Viele Restaurants haben hier in der Futterstraße Jl. Pantai Mengiat (mit vielen Restaurants und Bars) noch geschlossen. Das Lokal „Beergarden“ hat aber offen, ist in der Nähe und die Bar voll mit Engländern.

Ich habe den Appetizer „Three deep fried Prawns“ für die kulinarische Unterstützung des Besuchs gewählt. Die waren überraschend lecker. Der Koch muss was vom Panieren verstehen – der Name des Chefs ist Andreas Menzel (oder so ähnlich; Name von der Redaktion vergessen). Auf der Karte gibt es (neben lokalen Gerichten und einer Auswahl an thailändischer Küche) auch Linsensuppe mit Wiener Würstchen, Cordon Bleu in verschiedenen Schreibweisen, Gulasch, Beef Stroganoff, Hunter Schnitzel, Stelze und Geschnetzeltes „Züricher Style“.

So ein westlicher Ausflug tut nach gut zwei Wochen auf der Insel auch mal wieder gut. Ich werde es aber bei den drei kleinen Meerestierchen belassen, heute Abend schauen wir zum Jimbaran Bay, das für seine Strandlokale und die Meeresfrüchte berühmt ist. Stay tuned!

Im Affenwald

Am Rande von Ubud befinet sich der Monkey Forest, ein kleiner Naturpark, der neben einem hindusitischen Tempel auch eine heilige Quelle beherbergt. Und natürlich auch die namensgebenden Affen, die zuhauf und gar nicht scheu durch den Wald laufen und sich nur zu gerne von den vielen Touristen füttern lassen. Ganz entzückend, die kleinen Äffchen, vor allem aber ist der Wald zauberhaft. img_1232img_1192img_1227 img_1238 img_1240 img_1247 img_1253 img_1261

 

Wapa di Ume Ubud

Ein Bett im Reisfeld – anders kann man unser Hotel in Ubud gar nicht beschreiben. Etwas abseits vom quirligen Zentrum inmitten von Reisfeldern und Dschungel liegt das Wapa di Ume und erstreckt sich über eine schier unendliche Fläche. WIr hatten auch diesmal wieder Glück und ein Upgrade bekommen auf ein Family Villa, wo uns ein respektabler eigener Pool zur Verfügung steht, sowie zwei Schlafzimmer und ein sagenhafter Blick auf die hoteleigenen Reisfelder. img_4026
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Jetzt wird’s riskant…

Wir verlassen uns bei Asien-Urlauben auf Moskitoabwehrmittel („Moskito related Weapon of Mass Destruction“) und Gin Tonic. Als Reiseprofis haben wir immer ausreichend dabei. Aber jetzt ist es passiert: die Gin-Flasche ist nach zwei Wochen Reise leer und Tonic haben wir auch nicht mehr.
Morgen fahren wir nach Nusa Dua, sind also nicht mehr im Jungel-Gebiet, sondern eher im Städtischen. Da haben wir gerade noch die Kurve gekriegt…